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Sonntag, 17. März 2024

Paint Box

Autor: Wright
Dauer: 3:27
First release:  7" single Apples and Oranges / Paint Box,  18. November 1967



Paint Box war die B-Seite der 3. Pink Floyd-Single "Apples and Oranges", die kommerziell ein Flop war. Syd Barrett war zu jener Zeit bereits psychisch angeschlagen, weshalb wohl Richard Wright, der einzige wahre Musiker der Band, gebeten wurde einen Song zu schreiben.

Dieser versuchte einerseits Syd Barrett's Naivität in der Komposition unterzubringen, andererseits ein poppiges Musikstück zu schreiben. Das Ergebnis ist eigentlich gar nicht mal so schlecht. Trotzdem wurde der Song eigentlich lediglich auf Relics 1971 nochmal veröffentlicht. Ausserdem auf den Compilations "The Best of Pink Floyd" aus Holland von 1971 und der italienischen "Masters of Rock" von 1974. Erst in den 90ern, als die Aufarbeitung des Back-Katalogs der Band begann und in der 2017 "The Early Years" Box bekam der Song mehr Zuwendung und wurde remastered, bzw. remixed.

Textlich geht es um Richard Wright's Lieblingsthema aus jener Zeit: Backstage-Erfahrungen und Groupies. Auch in "Summer of '68" von 1970 (Atom Heart Mother) und "Stay" von 1972 (Obscured by clouds) singt Rick Wright von "Too much drinks" und One Night Stands. 

"Last night I had too much to drink
Sitting in a club with so many fools
Playing to rules
Trying to impress but feeling rather empty

I had another drink"

Rick Wright geht seit Beginn der Karriere kritisch mit diesem Aspekt des Stardoms um.

Obwohl das Lied live nie vorgetragen wurde und auch kaum wiederveröffentlicht wurde, gibt es doch erstaunlich viele verschiedene Mixe und Laufzeiten. Einige Versionen haben eine längere Instrumental-Coda, besonders jene Versionen welche nach 2007 veröffentlicht wurden.

Es gibt zahlreiche Single-Veröffentlichungen aus verschiedenen Ländern.




Weitere Veröffentlichungen:

1971 Relics LP (3:33)
1974 Masters of Rock LP (stereo) (3:27)
1992 A CD full of Secrets (mono) (3:28)
1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box (mono) (3:48)
1997 The first three Singles CD (mono) (3:45)
2007 The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition (mono + stereo) (3:45)
2016 Early Years Box Set Versions:


remastered 2016 mono version
The Early Years 1967-1972 Crea/tion (3:48)

playback „Discorama“ 26.05.1968 Paris, F
The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR (3:40)

remastered 2016 mono version
The Early Years Box; Bonus 45“ Apples & Oranges / Paintbox (3:48)


Freitag, 14. April 2023

On the run

Autor: Gilmour, Waters
Dauer: 3:51
First release: Dark Side of the Moon, 01. März 1973

DSOTM 50th Anniversary Live at Wembley 1974


Vor ziemlich genau 50 Jahren erschien also das Pink Floyd Meisterwerk "The Dark Side of the Moon". Dieses ca. 45 Minuten lange Musikstück in Form eines Albums war in einzelne Songs unterteilt, die immer wieder mit der selben Melodie und Thematik spielten. Ein Konzeptalbum eben. Eingebettet in den Songzyklus waren zwei Instrumentalnummern. "Any Colour you like" und "On the run". 


On the Run
war die Spielwiese von Roger Waters und David Gilmour mit dem neuen VCS3-Synthesizer. Diesen hatten sie zwar bereits auf dem Soundtrack von "Obscured by Clouds" beim gleichnamigen Stück und dem Intro-Song "When you're in" verwendet, allerdings in viel rudimentärer Form als hier. Das Ganze basiert auf einer vielfach mit dem VCS3 beschleunigten Akkordsequenz, die mit einer elektronischen Rhythmus unterlegt wurde. Auf diesem Basis-Track wurden dann weitere Effekte, Stimmen, Lacher, Schreie, etc. draufgepackt. Das Stück fundiert auf einer Akkordfolge, die ursprünglich mit Gitarre gespielt wurde. Diese Akkordfolge wurde in den VCS3 eingespielt und um ein Vielfaches beschleunigt. Dieser Prozess ist im Film "Live at Pompeji" als Studio-Outtake zu sehen. Als das Stück 1972 live aufgeführt wurde, hieß es noch "The Travel Sequence" und war eigentlich ein funkiger Gitarren-Jam im Stil vom Mittelteil in "Echoes" oder "Funky Dung" in "Atom Heart Mother". In dieser Form wurde der Track bis zur Veröffentlichung des Albums im März 1973 beibehalten. 

Im Rahmen von "Dark Side of the Moon" wird in "On the Run" der Reise-Stress im Allgemeinen und Rick Wright's Flugangst im Speziellen thematisiert. Live wurde während des Songs auch ein Flugzeug über dem Publikum zum Absturz gebracht. Dieses wurde während der "Delicate Sounds of Thunder"-Show 1987-1988 von einem Bett ersetzt (in Anlehnung an das Album-Cover von "A Momentary Lapse of Reason"). 


Auf der PULSE-Tour 1995 wurde der Track gespielt, wenn Pink Floyd das Album DSOTM in seiner Gänze spielten. Auf Roger Waters' "Dark Side of the Moon" Tour 2006-2008 ebenfalls.

On the Run war und bleibt ein Vorreiter elektronischer experimenteller Musik. 

Weitere Veröffentlichungen: 

1989 Pink Floyd - Delicate Sound of Thunder VHS Live Chateau de Versailles, Paris, France 1988
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Dark Side of the Moon 20 anniversary edition: remastered & repackaged 1993
1995 Pink Floyd - PULSE 2CD: live 20. October 1994, London (3:41)
1995 & 2003 Pink Floyd - PULSE VHS&DVD: live 20. October 1994, London; Screen Film  (3:43)
2003 Pink Floyd - Dark Side of the Moon 30 anniversary edition: SACD 5.1 mix & repackaged 2003 
2005 Classic Albums: The Making of "TDSOTM" 2003 
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM Experience Edition 2CD; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM 180gr. LP Edition; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM Immersion Box Set remastered 2011; Early Mix (3:30); Live 1974 Wembley (5:09); incl. also screen films for Tours 1974-1975.
2016 Pink Floyd - DSOTM 180gr. LP Edition; remastered 2013
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 DSOT remixed 2019 & 5.1 Mix (2:49); PULSE remixed 2019 & 5.1 Mix; screen film; Venice-Concert remixed 2019.
2023 Pink Floyd - DSOTM Live at Wembley 1974 50th anniversary edition. Atmos Mix

Sonntag, 30. Oktober 2022

Obscured by Clouds

Autoren: Waters, Gilmour
Dauer: 3:04
First release: Obscured by Clouds, 02. Juni 1972



Titelsong des Films "La Valleè" von Barbet Schroeder und zweite Auftragsarbeit von Pink Floyd für den Filmemacher. Nach "More" von 1969 bat Schroeder die Band erneut um Musik für seinen Film. Das Instrumental ist in der Anfangstitelseqquenz des Films zu hören... in einer anderen Version als auf dem Album.

Obscured by Clouds war der Titel des Albums, welches die Band für den Film innerhalb 2 Wochen, zwischen einer Japan-Tournee und den Aufnahmen zu "The Dark Side Of The Moon", komponierte und aufnahm. 

Der erste gleichnamige Track ist ein Instrumental und gehört eigentlich mit "When you're in" zusammen. An diesem Track probierten sie auch erstmals ihr neues "Spielzeug", den VSC3, aus. Dies war einer der ersten Synthesizer. Ergebnis war dieses Instrumental, das auf einem tiefen wabernden Synth-Sound aufbaut um dann von Gilmour'schen Gitarrenphrasen geschmückt zu werden. Ebenso wurden elektronische Drums eingesetzt.

Im Remix von 2017 (The Early Years - Box), wurde dieser Synth-Sound viel stärker differenziert und der Track wirkt viel intensiver und umfangreicher. Grundsätzlich funktioniert "Obscured by Clouds" allerdings nur mit "When you're in" im Doppelpack und wurde tatsächlich 1972 einige Male live gemeinsam aufgeführt. 

Nick Mason's Saucerful of Secrets haben die beiden Instrumentals fix in ihr Tourenprogramm aufgenommen und den Song sehr überzeugend modernisiert und umarrangiert, wie man auf dem Live Album "Live at the Roundhouse" hören kann. 

Nick Mason's A Saucerful of Secrets

Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Barbet Schroeder's La Valleè (France; 100 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - Obscured by Clouds CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 The Early Years 1972 - Obfusc/ation CD; Remix 2016 (3:03)
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (4:27)



Freitag, 16. Juli 2021

Mudmen

Autoren: Wright, Gilmour
Dauer: 4:17
First release: Obscured by Clouds, 02. Juni 1972



Mudmen ist ein schönes atmosphärisches Instrumental aus dem Soundtrackalbum "Obscured by Clouds" des Filmemachers Barbet Schroeder. Mudmen weist nicht zufällig einige Parallelen zu "Cluster One" aus "The Division Bell" auf, bedenkt man, dass es der letzte gemeinsam geschriebene Song von Gilmour und Wright ist, bis zum Erscheinen des 1994er Albums.

Ausserdem dürfte dem aufmerksamen Hörer auffallen, dass die Melodie dieselbe ist wie im Song "Burning Bridges", der hingegen Wright und Waters zugeschrieben wird. Das liegt den Schluss nahe, dass Wright die Grundmelodie für beide Tracks geliefert hat, Waters den Text zu "Burning Bridges" geliefert hat und Gilmour einen Credit für sein - wirklich tolles - Gitarrensolo in dem Song bekommt. 

"Mudmen" ist im Vergleich zu "Burning Bridges" etwas langsamer gespielt. Der Track beginnt mit einem Piano zu dem sich später eine Orgel, Drums und Gilmour's Gitarre gesellen. 

Mudmen sind jene Ureinwohner, die im Film "La Vallee" der Stamm sind, welche die "Hippie-Forscher" in Papa-Neuguinea suchen gehen. Es ist jener Stamm, der auf dem Track "Absolutely Curtains" für den indigenen Gesang verantwortlich ist.

Mudmen in "La Vallée" 

Das gesamte Album "Obscured by Clouds" wurde 2016 im Rahmen der "The Early Years Box 1972: Obfusc/ation" remixed und wiederveröffentlicht.


Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Barbet Schroeder's La Valleè (France; 100 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - Obscured by Clouds CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box; 1972 Obfusc/ation CD: remix 2017 (4:18)

Freitag, 24. Juli 2020

Mediterranean C

Autor: Wright
Dauer: 3:52
First release: Wet Dream, 15. September 1978


Wenn Richard Wright gewusst hätte welch unmenschliche Dinge im Jahre 2020 im Mittelmeer geschehen, hätte er vielleicht bereits 1978 (Erscheinungsjahr von "Wet Dream") ein anderes Domizil gewählt als die Ägäis.

Der instrumentale Opener des Debut-Solo-Albums ist eine Hommage an sein geliebtes Mittelmeer und das "C" steht für "Sea" ebenso wie für die Tonart, in welcher das Stück gehalten ist.
Mediterranean C beginnt mit einer typisch Wright'schen Akkordfolge am Piano (siehe "Stay" von Obscured by Clouds). Mit dem Einsatz der Drums gesellt sich auch ein Synthie-Sound dazu, der an die Sounds des Pink Floyd Albums "Wish you were here" von 1975 angelehnt ist. Ebenso einige Electric-Piano Klänge wie in "The show must go on" vom 1979er Album "The Wall" sind herauszuhören.
Mel Collins steuert ein passendes Saxophonsolo bei, danach ein Gitarrensolo in typischem Snowy White-Klang (er war damals auch Tour-Gitarrist von Pink Floyd).


Fazit: Ein angenehmes Instrumental von einem Album, das leider viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. 

Weitere Veröffentlichungen: 
1993 Richard Wright - Wet Dream: CD (USA)
2008 Richard Wright - Wet Dream: CD (Australia)
2023 Richard Wright - Wet Dream 2023 Remix: CD, Bluray, LP (3:54)


Samstag, 18. April 2020

Main Theme (from More)

Autor: Waters, Gilmour, Mason, Wright
Dauer: 5:28
First release: More, 13. Juni 1969
Columbia Label 1969


Wie der Titel unschwer erkennen lässt, ist "Main Theme" der Hauptitel, bzw. die Hauptmelodie des 1969 von Barbet Schroeder erschienenen Films "More".
Die Melodie zu Beginn des Films und ab und an während des Films immer wieder im Einsatz und ist ein wundervolles Beispiel der psychedelischen Fähigkeiten des Herrn Richard Wright, gepaart mit einem markanten Basslauf von Roger Waters.
Ansatzweise erinnert der Keyboardsound an Mike Oldfield. Aber auch auf "Obscured by Clouds" (einer weiteren Auftragsarbeit für Schroeder) haben Pink Floyd ähnliche psychedelisch-instrumentale Ausflüge versucht zu wiederholen.

Wo Seite A des Soundtracks zum Film "More" primär aus akustischen Balladen aus Waters' Feder besteht, ist die B-Seite des Albums hauptsächlich von typischen Filmscore-Instrumentals belegt.
Von diesen sticht besonders Main Theme heraus. Main Theme ist auch der zweit-längste Track (nach Quicksilver) des Albums.

"Main Theme" (from More) wurde 1970 während der UK-Tour ein paar mal live aufgeführt, wobei dieser Track auch bis zu 14 Minuten lang werden konnte, da er während der Live-Konzerte als Improvisation genutzt wurde.

1969 Dramatis/ation
More - EMI Edition



















Ansonsten wurde "Main Theme" auf keinem anderen Tonträger von Pink Floyd veröffentlicht, bis 2016 in der "The Early Years Box 1965-1972" auf dem Volumen "1969-Dramatisation" ein Track namens "Theme (Beat Version)" veröffentlicht wurde. Hierbei handelt es sich um eine tanzbare Version derselben Melodie. Diese wurde von Nick Mason mit einem typisch psychedelischen Disco-Beat der 60er unterlegt. Erinnert etwas an die beiden Gilmour-Tracks welche dieser 1967 in Paris für den Film "A Coeur Joliè" aufgenommen hatte. Diese Version ist etwas länger als die vom Original-Soundtrack. 

Freitag, 3. Januar 2020

Mad Yannis Dance

Autor: Wright
Dauer: 3:19
First release: Wet Dream, 15. September 1978



Das Instrumental "Mad Yannis Dance" aus dem Rick Wright Debut-Album Wet Dream hätte problemlos auf die Hommage "The Endless River" gepasst. Obwohl bereits 1978 geschrieben und aufgenommen, ist der Track doch sehr ambient-lastig. Typische Rick Wright-Synths erinnern uns an Shine on you crazy diamond im Hintergrund, während die Hauptmelodie auf dem Piano gespielt wird. Irgendwann gesellt sich ein drittes Tasteninstrument dazu, das wie das Intro von Sheep (Animals) klingt. Stellenweise fühlt man sich auch an "Absolutely Curtains" von Obscured by Clouds erinnert. Der Song hat kaum Percussionen, plätschert eigentlich recht unspektakulär dahin. 

Der einzige Höhepunkt ist ein Solo von Mel Collins am Saxophon. Da der Track ganz klar Pink Floyd-Elemente enthält, wird an diesem Beispiel klar, dass Wright's Einfluss auf Pink Floyd's Musik Grundbestandteil war, sein Anteil für sich allein stehend aber auf die Dauer langatmig wirkt.
Im Zusammenspiel mit dem Rest der Band aber war sein Anteil essenziell.

The sum is greater than the parts!

Wer der verrückte Yannis ist, der dazu tanzt, bleibt wohl ein Rätsel. Fakt ist, dass Yannis ein typisch griechischer Name ist und Rick Wright ja zu jener Zeit in Griechenland lebte.

Weitere Veröffentlichungen: 
1993 Richard Wright - Wet Dream: CD (USA)
2008 Richard Wright - Wet Dream: CD (Australia)
023 Richard Wright - Wet Dream 2023 Remix: CD, Bluray, LP 

Samstag, 11. Februar 2017

The gold it's in the....

Autoren: Waters, Gilmour
Dauer: 3:08
First release: Obscured by Clouds, 02. Juni 1972


7" Cover Dänemark
The gold it's in the... ist ein Geradeaus-Rocker, wie er im Pink Floyd Katalog selten zu finden ist. Lediglich Songs wie The Nile Song oder Ibiza Bar aus dem Soundtrack "More" oder spätere Songs wie "Young lust" oder "Not now John" waren ebensolche simplen Rock-Nummern. 
Nicht ganz unwesentlich ist hierbei wohl die Tatsache, dass Pink Floyd - genau wie beim Vorgängerfilm "More" - von Regisseur Barbet Schroeder nur 2 Wochen Aufnahmezeit zur Verfügung gestellt bekamen. 
Dieses Detail brachte in den beiden Auftragsarbeiten "More" und "Obscured by clouds" für Schroeder kurze und einfache Songs zutage, die zwar vielleicht nicht unbedingt immer in der Tradition der typischen Floyd-Kompositionen waren, aber dennoch standfeste einfache Songs waren. Alles wurde in strikten Arbeitszeiten im Studio komponiert und aufgenommen.

Vorliegender Song kommt sogar gänzlich ohne einen Beitrag von Keyboarder Richard Wright aus, was ebenso eine Seltenheit bei Pink Floyd war. Nur Gilmour (Stimme, Gitarre), Waters (Bass) und Mason (Drums) sind auf der Aufnahme zu hören. Die Waters-Gilmour Komposition wurde auch als  B-Seite der Single "Free Four", die in USA und einigen anderen Ländern veröffentlicht wurde, veröffentlicht.

Der Songtitel "The gold it's in the..." nimmt Bezug auf die Filmhandlung: Einige Hippie-Ethno-Forscher suchen in Papa-Neuguinea nach einem unerforschten Tal ("La Vallee"), das eben von Wolken verhangen ist ("Obscured by Clouds") nach irgendwelchen Schätzen. Gilmour singt 

"Come on, my friends,
Let's make for the hills.
They say there's gold but I'm looking for thrills.
You can get your hands on whatever we find,
Because I'm only coming along for the ride."



und stellt dabei klar, dass es ihm um den kick der Reise und des Unbekannten geht und nicht um das Ziel. Der Weg ist das Ziel.... "I'll get my kicks on the way".


Booklet des 1995 Remasters von "Obscured by Clouds"
2016 erschien in "The Early Years Box 1965-1972" ein Remix des Albums, das den vormals relativ dünn produzierten Song gebührend aufwertet und neue Soundspektren offenbart.

Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Barbet Schroeder's La Valleè (France; 100 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1972 Pink Floyd - Free Four / The gold it's in the.... 7" 
1995 Pink Floyd - Obscured by Clouds CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

2016 Pink Floyd - The Early Years - 1972 Obfusc/ation CD1, remixed 2016

Freitag, 2. Dezember 2016

Free Four

Autoren: Waters
Dauer: 4:11
First release: Obscured by Clouds, 02. Juni 1972


Der Waters-Song "Free Four" für den Soundtrack Obscured by Clouds des Films "La Valleè" des Regisseurs Barbet Schröder ("More") ist ein ungewohnt fröhlicher, tanzbarer Americana-Style-Song.

Bekannterweise wurde der Soundtrack innerhalb 2 Wochen in Frankreich geschrieben, aufgenommen und produziert und das Ganze ca. 6 Monate vor der Veröffentlichung des Überhammer-Albums "The Dark Side of The Moon".
Der Song wurde als Single in den Usa ausgekoppelt und bescherte den Floyds tatsächlich deren ersten Chart-Eintrag in den Usa. B-Seite war "The Gold it's in the..." aber in einigen Ländern wurde "Stay" (Italien) oder "Absolutely Curtains" (Japan) als B-Seite verwendet.

Das Lied wird mit einem "one two free four" eingezählt und ist für Pink Floyd - Verhältnisse wie bereits oben erwähnt ein sehr positives tanzbares Lied. Zumindest was die Melodie anbelangt, denn textlich lässt Waters wieder mal seinen Zynismus von der Leine.
Er lässt einen alten kranken Mann über sein Leben sinnieren, sieht den zukünftigen Erfolg seiner Band voraus "so all aboard for the American Tour, and maybe you make it to the top" indem er ebenso seine Kritik am Musikbusiness wieder laut werden lässt (siehe Cymbaline oder Have a Cigar).
Aber der wohl wichtigste Bezug auf Roger Waters Songwriting sind wohl die Zeilen, bei denen er sich erstmals explizit zum Tod seines Vater im Krieg äussert. Vorher hatte er lediglich in Corporal Clegg einmal generell seine Anti-Kriegshaltung zum Ausdruck gebracht.
Hier jedoch wird's persönlich:


You are the angel of death
And I am the dead man's son.
And he was buried like a mole in a fox hole.
And everyone is still in the run.


Diese Thematik wird er für den Rest seiner Karriere immer wieder herauskehren und für Selbstheilungszwecke verarbeiten.

Musikalisch sind alle 4 Floyds leidenschaftlich am Werk und Gilmour liefert ein paar rockige Gitarrensoli in der Mitte und am Ende des Songs. 
Der Song schaffte es auch 1983 auf die amerikanische Compilation "Works". 
2016 erschien das komplette Soundtrackalbum im Rahmen der "The Early Years 1965-1972 Box" in frischem Remix, wobei erstmals ein viel tieferes Soundspektrum herauszuhören ist

Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Barbet Schroeder's La Valleè (France; 100 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1972 Pink Floyd - Free Four / The gold it's in the.... 7" 
1983 Pink Floyd - Works LP
1995 Pink Floyd - Obscured by Clouds CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

2016 Pink Floyd - Cre/ation 1967-1972 CD.
2016 Pink Floyd - The Early Years - 1972 Obfusc/ation CD1, remixed 2016