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Samstag, 11. Februar 2023

On the Highway

Autoren: Gilmour, Waters, Wright, Mason
Dauer: 1:16
First release: The Early Years 1967-1972 Crea/tion,  2016



"On the Highway" ist eines der zahlreichen Outtakes der Aufnahmen von Pink Floyd für den Film "Zabriskie Point" von Michelangelo Antonioni.

Auf dem finalen Soundtrack landeten Bekannterweise ja nur drei Songs. Während Ende der 1990er Jahre eine "Expanded Edition" des Soundtracks mit weiteren 4 Tracks veröffentlicht wurde, mussten die Fans bis 2016 und das Erscheinen der "The Early Years 1965-1972 Box" abwarten um weitere Aufnahmen aus den Sessions zu hören. Dabei sei erwähnt, dass bis dato noch immer nicht alle Aufnahmen offiziell erschienen sind, bzw. noch weiterhin Aufnahmen in Bootleg-Kreisen zirkulieren, die keine Entsprechung in den veröffentlichten Versionen finden. Zur Verwirrung trägt hier auch bei, dass die veröffentlichten Aufnahmen der "Early Years Box" offiziell als "Zabriskie Point Remix 2016" veröffentlicht wurden.

Bei vorliegendem Stück handelt es sich um eine Version des Songs "Crumbling Land", der auf dem Original-Soundtrack veröffentlicht wurde. Der Song-Titel stammt wohl daher, dass die Musik für die Untermalung einer bestimmten Szene gedacht war.

Diese Version ist mit akustischer Gitarre vorgetragen und einige Textzeilen des Songs werden in Crosby, Stills and Nash - Manier gesungen. 



Weitere Veröffentlichungen: 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972; 1970 Deviation "Zabriskie Point Remix"

Samstag, 18. April 2020

Main Theme (from More)

AutorWaters, Gilmour, Mason, Wright
Dauer: 5:28
First releaseMore, 13. Juni 1969
Columbia Label 1969


Wie der Titel unschwer erkennen lässt, ist "Main Theme" der Hauptitel, bzw. die Hauptmelodie des 1969 von Barbet Schroeder erschienenen Films "More".
Die Melodie zu Beginn des Films und ab und an während des Films immer wieder im Einsatz und ist ein wundervolles Beispiel der psychedelischen Fähigkeiten des Herrn Richard Wright, gepaart mit einem markanten Basslauf von Roger Waters.
Ansatzweise erinnert der Keyboardsound an Mike Oldfield. Aber auch auf "Obscured by Clouds" (einer weiteren Auftragsarbeit für Schroeder) haben Pink Floyd ähnliche psychedelisch-instrumentale Ausflüge versucht zu wiederholen.

Wo Seite A des Soundtracks zum Film "More" primär aus akustischen Balladen aus Waters' Feder besteht, ist die B-Seite des Albums hauptsächlich von typischen Filmscore-Instrumentals belegt.
Von diesen sticht besonders Main Theme heraus. Main Theme ist auch der zweit-längste Track (nach Quicksilver) des Albums.

"Main Theme" (from More) wurde 1970 während der UK-Tour ein paar mal live aufgeführt, wobei dieser Track auch bis zu 14 Minuten lang werden konnte, da er während der Live-Konzerte als Improvisation genutzt wurde.

1969 Dramatis/ation
More - EMI Edition



















Ansonsten wurde "Main Theme" auf keinem anderen Tonträger von Pink Floyd veröffentlicht, bis 2016 in der "The Early Years Box 1965-1972" auf dem Volumen "1969-Dramatisation" ein Track namens "Theme (Beat Version)" veröffentlicht wurde. Hierbei handelt es sich um eine tanzbare Version derselben Melodie. Diese wurde von Nick Mason mit einem typisch psychedelischen Disco-Beat der 60er unterlegt. Erinnert etwas an die beiden Gilmour-Tracks welche dieser 1967 in Paris für den Film "A Coeur Joliè" aufgenommen hatte. Diese Version ist etwas länger als die vom Original-Soundtrack. 

Samstag, 14. März 2020

Blues 1

AutorGilmour
Dauer: 5:23
First release: The Later Years 1987-2019 Boxset; 13.Dezember 2019 CD&Bluray



Mit der Veröffentlichung des "Later Years 1987-2019" Box-Sets, gesellen sich wieder mal ein paar unveröffentlichte Tracks hinzu, die meine geliebte alphabetische Reihenfolge unterbrechen. 
Den Beginn macht hier der auf CD5 des Box-Sets veröffentlichte "Blues 1", der alleine David Gilmour zugeschrieben wird. Laut Angaben handelt es sich um ein Outtake von 1994. Puristen behaupten allerdings korrekt wäre 1993.
Wenn man sich dieses 1993 aufgenommene und bis 2019 unveröffentlichte Studio-Outtake anhört, fühlt man sich direkt an das 1978er Debut-Album von David Gilmour erinnert. Zwischen diesem und der vorliegenden Aufnahme, sind immerhin 15 Jahre vergangen.
Auch Ansätze von Animals oder des Soundtracks der "Carrera Panamericana" sind hier durchzuhören.
David Gilmour und Bob Ezrin

Musikalisch gesehen, handelt es sich um einen mid-tempo Rocker, in welchem das Wright'sche Orgelspiel stark in den Vordergrund gemixt ist. Nach einer Bridge werden wir mit einem typischen Gilmoursolo belohnt, auch hier in typischem Sound von 1978.
Am Bass ist hier Bob Ezrin zu hören.

Der Track wurde hier auch in 5.1 Dolby Surround auf Bluray remixt.




Montag, 7. Oktober 2019

Lost Boys Calling

Autor: Morricone, Waters
Dauer: 5:19
First release: La leggenda del pianista sull'oceano (OST); 1998


EU Soundtrack 1998
1998 meldete sich Roger Waters nach 6 jähriger Pause mit einem neuen Song zurück. Dieser enstand mit keinem geringerem als Ennio Morricone höchstpersönlich. Dieser hatte die Filmmusik zum Kinofilm "La leggenda del pianista sull'oceano" des italienischen Regisseurs Giuseppe Tornatore geschrieben und benötigte noch ein Titellied dafür. Die Wahl fiel auf Roger Waters, der auch prompt einen eigenen Text zur Melodie beisteuerte. Als letzten Schliff konnte auch noch ein Ausnahmegitarrist wie Eddie (in den Credits Edward) Van Halen engagiert werden, der ein schönes Gitarrensolo beisteuerte.

Es handelt sich hierbei um eines der schönsten Lieder, die Waters in den letzten 20 Jahren veröffentlicht hat. Elegant schafft er es im Text Bezüge auf die Filmhandlung mit seinen eigenen Themen zu verknüpfen. Meint er etwa die Ankunft der Royal Fusiliers Company C in Anzio, wenn er von 

"In this dead calm beneath the waves
I can still hear those lost boys calling"

singt? Oder handelt es sich um jene Boys, die er auf "The Wall" gerne Back Home gebracht hätte?
Mit Sicherheit meint er aber seinen Vater als er singt:

"We left them there when they were young
The men were gone until the west was won
And now there's nothing left but time to kill
You never took us fishin' dad and now you never will"


Auf jeden Fall ist der Song ein Roger Waters - Klassiker!

US Soundtrack 1999
Vom Soundtrack existieren zwei verschieden Versionen. Einer für den europäischen Markt (1998 erschienen, 31 Tracks) und einer für den US-Markt (1999 erschienen, 21 Tracks). Kurioserweise befinden sich auf beiden verschiedene Versionen des Waters Songs. Alle wurden von Patrick Leonard (siehe "Amused to Death" und "A Momentary lapse of reason") produziert.

EU-Version 1998: hat einen deutlichen akustischen Gitarrenpart, stärker in den Vordergrund gemixte Background-Sängerinnen, stärker in den Vordergrund gemixtes Orchester und die Gitarrenparts von Eddie Van Halen sind spärlicher. Besonders auffällig ist, dass Waters hier im Refrain in der Dritten Person singt:


"And in Mott street in July
When she hears those seabirds cry
She holds the child, the child in the man"

US-Version 1999: Während der Gesang von Waters ebenso eine unterschiedliche Aufnahme zu sein scheint, ist besonders das Gitarrensolo von Eddie Van Halen in der US-Version viel stärker in den Vordergrund gemixt, scheint sich aber auch in Melodie und Intensität zu unterscheiden. Ausserdem ist Waters' Stimme in der zweiten Strophe "gedoppelt", eigentlich eines seiner Markenzeichen. Hier singt Waters den Refrain in der Ersten Person:

"And in Mott street in July
When I hear those seabirds cry
I hold the child, the child in the man"

Von diesem Song existieren sogar noch zwei weitere öffentliche Versionen! 
2002 veröffentlichte Roger Waters die Demo-Version des Songs auf seiner Compilation "Flickering Flame - The Solo Years Vol. 1", auf der leider kein Vocal-Pitch zum Einsatz kommt, den Waters' Stimme ist hier an einigen Stellen nur schwer erträglich. Als Orchester-Arrangeur wird Rick Wentworth angegeben.






2008 wurde die erste Version (EU) auf der Compilation "We all love Ennio Morricone" veröffentlicht, allerdings um ca. 20 Sekunden durch ein Orchester-Outro verlängert.




Weitere Veröffentlichungen: 
1999 The Legend of 1900 (OST) (US-Version)
2002 Roger Waters - Flickering Flame: The Solo Years Volume 1 (original demo) (4:05)
2008 We all love Ennio Morricone (Compilation) (5:37)


Mittwoch, 5. Juli 2017

Hello (I love you)

Autoren: Waters, Shore
Dauer: 6:12
First release: Original Motion Picture Soundtrack "The Last Mimzy" 2007

12" Single-Cover 2007

Dieser Song (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Doors-Song) war eine einmalige Zusammenarbeit zwischen dem berühmten Hollywood-Filmscore-Komponisten Howard Shore und Roger Waters. Der Song ist Teil des Filmsoundtracks zu "The Last Mimzy". 
Es ist das einzige gesungene Lied des Soundtracks. Der Rest der Tracks wurde ausschliesslich von Shore geschrieben.
Hello (I love you) wurde als single veröffentlicht und war in den 2000er Jahren neben der Single "Leaving Beirut/To kill the child" und der Oper "Ca Irà" die einzige Veröffentlichung neuen Materials von Roger Waters. Der Song wurde als CD-Single und als 45" Vinyl-Single (auch in limitiertem weissen Vinyl) veröffentlicht.
Die Single enthielt einen "Single-Edit" des Songs, der ca. 2 Minuten gekürzt wurde, wobei eine Instrumentalpassage weggelassen wurde.

Roger Waters im Studio 2007

Musikalisch erinnert der Song leicht an die Radio KAOS Produktion und Melodien (und Texte... "Make all their techno babble stop We'll find a short-waved frequency the wave connecting you and me"). Generell handelt es sich aber (meiner Meinung nach) um eine eher uninspirierte Auftragsarbeit. 
Textlich dreht es sich teils um die Handlung des Films: ein Geschwisterpaar entdeckt irgendein ausserirdisches Material, das ihnen telekinetische Fähigkeiten verleiht "your child can read you like a bedtime story". Ansonsten streut Waters sehr plakativ Referenzen an Texte der Pink Floyd Ära ein. So beginnt der Track beispielsweise mit der Kind-Schauspielerin Rhiannon Leigh Wryn die flüstert:"Hello, is there anybody in there?", eine Zeile, die Waters im Laufe des Songs öfters singen wird. 
Auch "You can make your peace on the dark side of the moon. I'll see you there we can Rock'n'Roll" weckt Erinnerungen.
Aufgenommen wurde der Track von Waters (Bass, Vocals), Gerry Leonard (Guitar), Steve Geadd (Drums) und Henry Hey (Keyboards).

Es wurde sogar ein Video zum Song veröffentlicht.



Weitere Veröffentlichungen: 
2007 Roger Waters - Hello (I love you) Radio Edit (4:30) / Hello (I love you) Album Version 12"
2007Roger Waters - Hello (I love you) Radio Edit (4:30) / Hello (I love you) Album Version cd-single

Samstag, 13. August 2016

The Fall Out

Autor: Waters
Dauer: 2:04
First releaseVarious Artists - When the Wind Blows Soundtrack, 16. Mai 1986

"The Fall Out" ist ein weiterer kurzer Track des Soundtracks des Films "When the wind blows". 8 der 10 von Roger Waters geschriebenen Stücke des Soundtracks sind kurze Instrumentals und dieses gehört dazu.

Grundsätzlich ist es ein Dialog zwischen dem älteren Ehepaar - den Hauptrollen des Zeichentrickfilms - welches von bedrohlichen blechernen Tönen untermalen wird. Die beiden diskutieren darüber wie so ein Fall Out sich denn nun bemerkbar mache. Als Fall Out werden die auf einen Atomangriff folgenden Strahlungen bezeichnet, welche natürlich nicht sichtbar sind.
Das Ehepaar ist schlecht informiert, da es sich allein auf die Informationen der Regierung verlassen hat und wundert sich somit, dass am Ende des Tracks Hilda ausruft:"Oooh... my hair is falling out", was direkt zum nächsten Track "Hilda's Hair" überführt.
Die Verfilmung des Comics von Raymond Biggs befasst sich mit den Folgen eines Atomkrieges.

Musikalisch ist der Track unwesentlich. Es wäre allerdings interessant zu erfahren wie die blechernen, bedrohlichen Klänge zustande gekommen sind, die Vorstellung von atomarer Strahlung recht gut vermitteln.

Weitere Veröffentlichungen: 
1988 Raymond Briggs' When The Wind Blows auf VHS  
seit 2005 Raymond Briggs' When The Wind Blows  auf verschiedenen DVD Editionen. 

Der Film ist auch in deutscher Sprache erschienen.

Mittwoch, 29. Juni 2016

The end of the road

Autor: Waters
Dauer: 3:28
First release: Roger Waters - The Wall Super Deluxe Edition, LP, April 2016

Szene aus dem 2015er Film "Roger Waters - The Wall"

Roger Waters hat seine The Wall Tour 2010-2013 ausgiebig und auf vielen verschiedenen Datenträgern (DVD, 2Bluray, 3LP, 2CD, download) veröffentlicht. Hauptsächlich als ultimative Verfilmung der multimedialen Show, aber auch als Tondokument, welches ein Mix von verschiedenen Konzertlocations war. 
Für seine Hardcore-Fans hat sich Waters jedoch ein besonders teures Schmuckstück von einer Super Deluxe Edition einfallen lassen, welche auf 2000 Stück limitiert war (genausoviel "Bricks" brauchten die Graffiti Künstler..... aus Argentinien um eine Mauer draus zu machen) und ganze 500$ ohne Steuern und Lieferung kostete. 
Die Besonderheit bestand aus einer zusätzlichen Tour-Doku, einer Handsignierung von Roger Waters (oder Jimmy Smith ;-) ) höchstpersönlich den Soundtrack auf coloured vinyl LPs und last but not least in totaler Exklusivität den Roger Waters - The Wall Original Film Score!

Ein nachdenklicher Roger Waters blickt auf das Meer.

Dabei handelt es sich um jene ca. 22 Minuten an eigens orchestral aufgenommenen Filmscore, der an verschiedenen Stellen im Film zu hören ist und an verschiedenen Melodien (hauptsächlich Outside the Wall und When The Tigers Broke Free) angelehnt ist.

Bei "The End of the Road" handelt es sich um den letzten und längsten Track, gleichzeitig aber auch um den uninteressantesten. besteht er doch lediglich aus einigen Cello-Streicher-Variationen. Im Gegensatz zu den anderen Tracks des Scores ist hier nicht auf Anhieb eine Melodie eines bereits bekannten Songs zu erkennen (siehe oben), aber ich bilde mir ein eine stark verlangsamte Version des Refrains von Comfortably Numb herauszuhören. 
Es handelt sich dabei um die Szene im Film, bei welcher Waters am Strand von Anzio steht und auf den Meereshorizont blickt. Er ist am Ende seiner Reise angelangt.  Auf diese Szene folgt dann im Film Comfortably Numb
Da ich die Deluxe Box persönlich nicht besitze sind mir keine Credits bekannt, von wem und wann diese Aufnahmen gemacht wurden.

Es gibt keine Veröffentlichung des Scores ausserhalb dieser Deluxe-Box.



Samstag, 13. Februar 2016

Do you want to marry me

Autor: Magne
Dauer: 2:37 
First release:  Bande Originale Du Film "à coeur joie", 1967

Cover der 7"-Single

Im Herbst 2015 wurde im Zuge der Veröffentlichung des neuen David Gilmour Albums "Rattle that lock" ein BBC-Dokumentarfilm namens "Wider Horizons" gesendet. Im Rahmen des Films spricht David Gilmour die Tatsache an, dass er 1967, während Pink Floyd mit Syd Barrett in England gerade durchstarteten, ein paar Lieder für einen französischen Kinofilm mit Brigitte Bardot sang. Diese hatte er bei einer Party in Paris kennengelernt. Der Film hieß "À coeur joie" im Original und "Two weeks in September" auf Englisch. Hauptdarsteller waren eben Brigitte Bardot und Laurent Terzieff. Regisseur war Serge Bourguignon.

Der Soundtrack des Films erschien lediglich als 7"Single, welche auf der A-Seite zwei Instrumentaltracks ("À coeur joie", "le jeu de l'amour") beinhaltete und auf der B-Seite die zwei von Gilmour besungenen Tracks "Do you want to marry me und I must tell you why".
Da David Gilmour damals ein unbekannter Sänger war, scheint sein Name nirgends auf. Stattdessen erfahren wir von den Credits auf der 7" Single, dass alle Kompositionen von Michel Magne stammen aber keine Details über Musiker oder ob David Gilmour lediglich gesungen hatte oder auch Gitarre spielte. Der Song ist typische Tanz- und Filmmusik jener Filme der End-Sechziger, die sich stark am Hammond-Orgel Sound orientierten. Mit Sicherheit verfolgte Gilmour damals mit dieser Produktion keine künstlerischen Ambitionen. Der Gesang bei den beiden Songs erinnert an den David Gilmour von "Point me at the sky". 

Englisches Filmposter
Bereits seit vielen Jahren hielten sich Gerüchte, dass David Gilmour vor seiner Zeit bei Pink Floyd in Frankreich Brigitte Bardot kennenlernte und mit ihr eine Affäre gehabt haben soll. Dass sie jedoch auch zusammengearbeitet hatten, das war niemandem bekannt! Gilmour verneinte übrigens die Gerüchte er habe eine Affäre mit BB gehabt!
Die Information der Existenz dieser 7"Single schlug somit in der Fangemeinde ein, wie eine Bombe und auf ebay konnten am Folgetag der Ausstrahlung der Dokumentation Preissteigerungen von bis zu 400% registriert werden! 


Weitere Veröffentlichungen: 
Kurioserweise wurde die Single bereits 2010 von Mercury/Universal France Music neu aufgelegt, wobei auch zu jener Zeit niemand von Gilmours Gesangskünsten wusste. 



Sonntag, 20. September 2015

Crying Song

AutorWaters
Dauer: 3:33
First releaseMore, 13. Juni 1969


Columbia-Vinyl-Label 1969


Der dritte Song des Soundtracksalbums "More" stammt wie fast die gesamte erste Hälfte des Album aus Roger Waters' Feder und entspricht der folkig-psychedelischen Stimmung, die auch schon mit "Grantchester Meadows" oder "Julia Dream" zum Vorschein kamen, und welche in den folgenden Jahren mit "If", "A Pillow of Winds" oder Songs des "Music from The Body"-Albums noch perfektioniert wurde.

eingeleitet wird der Song von einer wundervollen von Rick Wright bedienten Vibraphone Akkordfolge, die von einer Akustikgitarre begleitet wird. Gilmour übernahm den Gesang zum sparsamen Percussion-Spiel Nick Mason's. Ein sehr verzagtes Gitarrensolo krönt den Song. Allgemein kann man sagen, dass der Song für Pink Floyd'sche Verhältnisse sehr sparsam instrumentiert ist. 
Es handelt sich um einen sehr schönen Song mit einer einlullenden Schlaflied-Romantik und mit sehr poetischen Lyrics, wobei ein Thema auftaucht, das in späteren Alben wieder aufgenommen wurden:

Die Zeile "We roll and roll, help me roll away the stone" nimmt einerseits Bezug auf die Sage von "Sysyphus", welcher laut der griechischen Mythologie unaufhörlich einen Stein auf einen Berg rollen musste, der ihm dann wieder hinunterrollte. Dies hat hat Richard Wright in seiner gleichnamigen "Suite" auf "UmmaGumma" vertont. 
Weiters nutzt Waters die Stein-Metapher in späteren Werken wie Animals bei Dogs ("dragged down by the stone") oder The Wall bei Hey You ("Hey you, would you help me to carry the stone?"). Der Stein symbolisiert jedes mal eine große psychische Belastung.


Eines der vielen Film-Cover 
Im Film ist der Song kurz gegen Ende zu hören, wobei der Song aus einem Kassettenrecorder kommt und der Hauptdarsteller das Gerät stoppt, die Kassette umdreht und "Up the Khyber" auflegt.

Live wurde der Song niemals aufgeführt.

Weitere Veröffentlichungen: 
1969 Barbet Schroeder's More (Luxembourg, France; 111 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - More CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011