Samstag, 23. Februar 2019

The Labyrinths of Auximenes

AutorenWaters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 3:20
First release: The Early Years; 1969 Dramatis/ation, 11. November 2016 

Weiterer Track aus dem Live-Konzept-Konzert "The Man & The Journey", diesmal aber aus der zweiten Hälfte "The Journey".
Auch dieser Track wurde erstmals 2016 im Rahmen der "The Early Years Box" im Volumen 1969 Dramatis/ation veröffentlicht, auch wenn das komplette Konzert bereits seit Jahrzehnten auf diversen Bootlegs erhältlich war. Die Qualität ist deshalb so gut, da es sich um eine Aufzeichnung für eine Radiosendung handelte.

Live-Auftritt "The Man and the Journey" Booklet Dramatis/ation
"The Labyrinths of Auximenes" ist ein experimenteller Instrumentaltrack, der typisch für Pink Floyd in jenen Jahren ist. Gilmour experimentiert mit seinen "Sea-Gull-Effekten", die auch in der Live-Version von "Embryo" verwendet wurden und wohl in "Echoes" zur Perfektion reiften. 
Ebenso erinnern die Keyboard-Sounds an die diversen "Quicksilver", "Oenone" und "Love Scenes" jener Zeit und tragen einen starken Stempel von Richard Wright. Ebenso ist ein typischer Roger Waters Bass-Lauf hörbar, der bereits in "Interstellar Overdrive" verwendet wurde. Der Rhythmus von Nick Mason erinnert wiederum an den Mittelteil von "A Saucerful of Secrets". Somit handelt es sich bei diesem Track um eine Live-Improvisation, die Elemente enthält, welche später auf verschiedenen Alben und Tracks verwendet wurden.


Wer oder was "Auximenes" ist, bleibt uns wohl verborgen, denn eine Google-Suche ergibt lediglich Verweise auf Pink Floyd's hier erwähnte Konzertreihe! Allerdings gibt es mehrere Bootlegs zu diesen Konzerten, die sich "The Massed Gadgets of Auximenes" nennen.
Lediglich "Anaximenes" ist in der griechischen Philosophie ein Begriff. Er war Philosoph und Astronom. 1935 wurde von der IAU der Mondkrater Anaximenes nach ihm benannt. Der Asteroid (6051) Anaximenes trägt ebenfalls seinen Namen.

Auch in der Early Years Box beigelegten DVD/Bluray mit den "Rehearsals" des Konzertes sind einige Elemente (besonders der Basslauf) des Tracks zu hören, auch wenn dieser nicht extra angegeben wurde.



Freitag, 15. Februar 2019

Labyrinth

Autoren: Waters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 1:10
First release: The Early Years; 1969 Dramatis/ation, 11. November 2016 




Im Rahmen des Box-Sets "The Early Years 1965-1972" wurde 2016 "endlich" eine umfassende Werkesammlung der frühen Pink Floyd Jahre veröffentlicht.
In der Sektion "1969 Dramatis/ation" (mit 2 CD und je 1 DVD bzw. BR), die 2017 dann alleinstehend veröffentlicht wurde, wurde erstmals die Show "The Man & The Journey", mit der Pink Floyd 1969 tourten, offiziell herausgegeben.
Bei der Veröffentlichung handelt es sich um die Live-Aufnahme vom Concertgebouw in Amsterdam (NL) am 17. September 1969. Diese zirkulierte in mehr oder weniger gleicher Qualität bereits seit Jahrzehnten in Bootleg-Kreisen.

Eines der zahlreichen Bootleg-Cover der letzten 30 Jahre

Das hier offiziell betitelte "Labyrinth" hiess auf den erwähnten Bootlegs noch "Daybreak (reprise)" und stellte das Ende des "The Man"-Teils dar. Danach gab es eine Pause und der "The Journey"-Teil begann. Es gibt keine Studio-Version.

Labyrinth besteht lediglich aus Uhrenticken! Im Kontext des Konzert sollte "The Man" den Zyklus des arbeitenden Mannes darstellen (Sonnenaufgang, Arbeit, Freizeit, Sex, Schlaf, Albtraum, Sonnenaufgang, etc.), was ja von Uhren recht einfach und verständlich dargestellt werden kann ;-)
Das Uhrenticken erinnert einen Pink Floyd-Fan natürlich unweigerlich an "Time" von "The Dark Side of the Moon" und dessen Intro basiert höchstwahrscheinlich auch auf der Idee der "The Man & The Journey"-Tour.
Grundsätzlich ist auch die Idee der "Zirkularität", also: Tag beginnt, arbeiten, schlafen, Tag beginnt...., etc.) hier erstmals bei Pink Floyd zu sehen. Die Suite "The Man" beginnt UND endet mit einem Sonnenaufgang. Eine Idee, die später ab "The Dark Side of the Moon" beinahe alle Alben von Pink Floyd charakterisierte. Man denke nur an den Herzschlag von TDSOTM, SOYCD auf WYWH, Pigs on the Wing auf Animals oder "...we came in." von The Wall.
Auch die Idee zu den Schritten bei "On the run" auf TDSOTM Album dürften von diesen Konzerterfahrungen stammen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ausschnitt aus dem Original-Konzert-Programm (Grafik: Nick Mason)


Mittwoch, 13. Februar 2019

Keep Talking

AutorenMusik: Gilmour; Wright Text: Gilmour/Samson
Dauer: 6:09
First release: The Division Bell, 30. März 1994
High Hopes / Keep Talking Double-A-Side


Promo-CD 1994
















Keep Talking ist einer der wichtigsten Songs auf dem Waters-losen Album "The Division Bell". Wohl auch aus diesem Grund wurde der Song gemeinsam mit "High Hopes" auf einer Double-A-Side Single veröffentlicht. Die 7" Single Version wurde um 1:10 Minuten gekürzt.
Eine weitere editierte Version des Songs ist auf dem Sampler "Echoes - The Best of Pink Floyd" zu hören.

Das Lied wurde von David Gilmour und Rick Wright geschrieben, der Text hingegen von Gilmour gemeinsam mit seiner Gattin Polly Samson.
Der Aufbau des Songs mit seinem schleppenden Rhythmus und dem zentralen schnellerem Rock-Teil mit Gitarrensolo erinnert an "Yet another movie" aus "A Momentary Lapse of Reason". Der Gesang, der zwischen Backgroundsängerinnen und Vocals hin- und her switcht, hingegen erinnert an "Wearing the inside out" von The Division Bell.
Gilmour verwendet hier erstmals seit "Animals" die Talk-Box. Neben den drei Haupt-Floyds sind bei der Aufnahme noch Tim Renwick, Guy Pratt, Jon Carin und Bob Ezrin vertreten.


The Division Bell Alternate Cover

Der Geniestreich des Songs ist hingegen die Stimme von Stephen Hawkins, welche aus einem TV-Spot in das Lied gesampelt wurde. Stephen Hawkins spricht mit seiner Computer-Stimme davon wie wichtig Kommunikation zwischen den Menschen ist. Das Thema des Albums The Division Bell ist Kommunikation, der Song heisst schliesslich "Keep talking".

Die Live-Aufnahme vom 17. August 1994 in Hannover landete hingegen auf dem Live-Album PULSE von 1995, sowie auf einer Live-CD-Single-Auskoppelung desselben Live-Albums.
Die Aufnahme der PULSE-DVD hingegen stammt vom 20. Oktober 1994 in London ist beinahe 2 MInuten länger als die Studioversion. Das liegt am verlängerten Outtro mit Talk-Box und Backgroundsängerinnen.

Auf der 1994er Tour war der Song fix in der Setlist. Seither wurde er nicht mehr gespielt.


Stephen Hawkins
2014 wurde die Idee für das letzte Album "The Endless River" nochmal verwendet. Im Instrumental "Talkin' Hawkin'" wurden weitere Sampler aus demselben TV-Spot nochmal verwendet, sozusagen quasi als Hommage an "Keep Talking".


Weitere Veröffentlichungen: 
1995 Pink Floyd - High Hopes (radio edit) / Keep Talking (4:55) / One of these days (live) CD-single; 12", 7".
1995 Pink Floyd - PULSE CD & LP: live 17. August 1994, Hannover (6:53)
1995 Pink Floyd - Wish you were here / Coming Back to Life / Keep Talking, CD-single
2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD: edited version 2001 (5:58)
2005 Pink Floyd - PULSE DVD: live 20. Oktober 1994, London; 5.1 Mix (7:34)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2014 Pink Floyd - TDB20 Box: 2LP; 2011-remastered CD-Version; BluRay 5.1 mix 2014 & HD Stereo mix 2014; 7" (album version); 12" Maxi (radio-edit vrs.)
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 PULSE remixed 2019 & 5.1 Mix; TDB 5.1 Mix