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Samstag, 2. Dezember 2023

One of these days

Autoren: Waters, Gilmour, Wright, Mason
Dauer: 5:57
First release: Meddle, 30. Oktober 1971

Nick Mason Live in Pompeii 1971

"One of these days", der Opener des 1971er Albums "Meddle", ist wohl das bekannteste Instrumental von Pink Floyd. Während der 70er und 80er war es Titelmelodie zahlreicher Fernsehsendungen und erschien auf allen Compilations (außer "A foot in the door") der Band. 

Der Sound der Bassgitarre(n) wurde - ähnlich wie Echoes - durch ein "Binson Echo-Rec" geschickt, was diesen Echo-Effekt produzierte. Ebenso spielten Waters UND Gilmour bei der Studioaufnahme Bass. Der erste Bass wird von David Gilmour gespielt, der zweite von Roger Waters. Der psychedelische Mittelteil beinhaltet die Zeilen "One of these days I'm going to cut you into little pieces", wurde verzerrt und von Nick Mason eingesprochen. Angeblich dachte die Band bei diesen bösen Zeilen an einen bekannten britischen Musikjournalisten. Hierzu gibt es auch einen lustigen Screen-Film der Delicate Sounds of Thunder Tour, der in der "The Later Years" - Box veröffentlicht wurde. Diese Textzeile wurde in frühen Live-Aufnahmen (z.B. BBC Session 1971) erst am Ende des Songs eingespielt.

Der Song wurde vor der Veröffentlichung von Meddle bereits im Oktober 1971 in Pompeii live gespielt, der Film wurde allerdings erst 1972 veröffentlicht. One of these days blieb bis 1973 im Live-Programm. Erst 1987 nahmen Pink Floyd den Song wieder in die Setlist ihrer Live-Konzerte auf. 

One of These Days wurde in einigen Ländern auch als Single veröffentlicht, wobei die B-Seite "Fearless" war. Ausserdem produzierte Ian Eames 1972 einen Kunst-Kurz-Film, bei heutigen Standards wohl ein Musikvideo, namens "French Windows", welches in Folge von Pink Floyd als Screen-Film bei Konzerten verwendet wurde und es somit auch in die "The Early Years" Box schaffte.


Ausschnitt aus "French Windows" Ian Eames

Alle drei verbleibenden Pink Floyd Mitglieder haben in den letzten Jahren auf ihren letzten Tourneen diesen Song gespielt. Ebenso haben alle drei ihre Version des Klassikers auf Ton/Bildträgern veröffentlicht. 

Weitere Veröffentlichungen: 

1972 Pink Floyd - Live at Pompeii VHS: live 04.-07. Oktober 1971 in Pompeii (I)   (6:32)
1983 Pink Floyd - A Collection of Great Dance Songs (5:49)
1983 Pink Floyd - Works (with introduction "Speak to me")
1988 Pink Floyd - Delicate Sounds of Thunder: Live 1987 (6:17)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Meddle CD: remastered & repackaged 1992
1994 Pink Floyd - High Hopes/Keep Talking 12"; Cd-single; live 17.08.94 Hanover 1994 (6:45)
1995 Pink Floyd - Pulse (only LP) live 20.10.94 London 1994 (7:03)
2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD: edit & remastered 2001 (5:15)
2003 Pink Floyd - Live at Pompeii Director's Cut DVD: live 04.-07.Oktober 1971 in Pompeii (I)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation CD1; BBC Session 30.09.1971 (7:19)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation DVD/BR; french windows animated film (4:17)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation CD2; Stereo-Mix 2016; Live in Pompeii 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation DVD/BR; 5.1 Mix 2016; Live in Pompeii 
2016 David Gilmour - Live in Pompeii. live 2016 Arena di Pompeii (6:32)
2018 Roger Waters - Us + Them. live 2018 (5:28)
2019 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse. Live 2016 (5:57)
2019 Pink Floyd - The Later Years Box Set: DSOT Remix; PULSE Remix; B-Side Version live Hanover 1994, Screenfilm 1987. (DSOT and PULSE have later had a standalone release)


Sonntag, 30. Oktober 2022

Obscured by Clouds

Autoren: Waters, Gilmour
Dauer: 3:04
First release: Obscured by Clouds, 02. Juni 1972



Titelsong des Films "La Valleè" von Barbet Schroeder und zweite Auftragsarbeit von Pink Floyd für den Filmemacher. Nach "More" von 1969 bat Schroeder die Band erneut um Musik für seinen Film. Das Instrumental ist in der Anfangstitelseqquenz des Films zu hören... in einer anderen Version als auf dem Album.

Obscured by Clouds war der Titel des Albums, welches die Band für den Film innerhalb 2 Wochen, zwischen einer Japan-Tournee und den Aufnahmen zu "The Dark Side Of The Moon", komponierte und aufnahm. 

Der erste gleichnamige Track ist ein Instrumental und gehört eigentlich mit "When you're in" zusammen. An diesem Track probierten sie auch erstmals ihr neues "Spielzeug", den VSC3, aus. Dies war einer der ersten Synthesizer. Ergebnis war dieses Instrumental, das auf einem tiefen wabernden Synth-Sound aufbaut um dann von Gilmour'schen Gitarrenphrasen geschmückt zu werden. Ebenso wurden elektronische Drums eingesetzt.

Im Remix von 2017 (The Early Years - Box), wurde dieser Synth-Sound viel stärker differenziert und der Track wirkt viel intensiver und umfangreicher. Grundsätzlich funktioniert "Obscured by Clouds" allerdings nur mit "When you're in" im Doppelpack und wurde tatsächlich 1972 einige Male live gemeinsam aufgeführt. 

Nick Mason's Saucerful of Secrets haben die beiden Instrumentals fix in ihr Tourenprogramm aufgenommen und den Song sehr überzeugend modernisiert und umarrangiert, wie man auf dem Live Album "Live at the Roundhouse" hören kann. 

Nick Mason's A Saucerful of Secrets

Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Barbet Schroeder's La Valleè (France; 100 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - Obscured by Clouds CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 The Early Years 1972 - Obfusc/ation CD; Remix 2016 (3:03)
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (4:27)



Sonntag, 26. Dezember 2021

Nick's Boogie

Autor: Waters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 11:50
First release: Tonite let's all make love in London... plus Mini-CD, 1990 

mini-cd Edition 1990

Nick Mason war der erste der 4 Floyd's, der 1991 ein Stück nach ihm benannt bekam. Es folgten 2016 Roger's Boogie (von 1968 in The Early Years Germination) und 2019 David's Blues und Rick's Theme (von 1993 in The Later Years).

VHS-Edition
Aufgenommen wurde Nick's Boogie aber bereits 1967 in einer sehr frühen Pink Floyd Session mit Gründer Syd Barrett für den Film "Tonite let's all make love in London" von Peter Whitehead. Im Film selbst (und im Original-Soundtrack) bekam man aber nur 3 Ausschnitte von "Interstellar Overdrive" zu hören. 

1991 erschien plötzlich aus dem Nichts die Mini-CD "Tonte let's all make love in London...Plus", welche den kompletten Track von Interstellar Overdrive, sowie das bis dato unveröffentlichte "Nick's Boogie" enthielt. Aus irgendeinem Grund, der wahrscheinlich mit Filmrechten zu tun hat, erschien das Ganze allerdings auf einem eher unbekannten Label namens "See For Miles Records" (SEACD4), die sich wohl die Rechte dazu ergattert hatten. Pink Floyd hatten mit der Veröffentlichung nichts zu tun.

Kscope Edition
1994 erschien dann "The Pink Floyd London 66-67" auf VHS, immer von "See For Miles Records", mit einer Collage spektakulärer Studioaufnahmen der Pink Floyd mit Syd Barrett und Live-Auftritten vom UFO Club und vom 14 Hour Technicolor Dream Extravaganza" Festival. Beide Tracks waren auch hier in voller Länge zu hören. Der Untertitel der VHS war "a proportional trailer for "Tonite let's all make love in London".

2005 erschien dann endlich die DVD namens "Pink Floyd London 1966/1967", diesmal auf dem Label KScope, das keinem Geringerem als Steven Wilson gehört. Inhaltlich änderte sich nichts. Diese Version ist inzwischen als DVD, CD, DVD&CDBook, 10"white vinyl und picture disc veröffentlicht worden. 

2016 veröffentlichten Pink Floyd erstmals auf ihrem eigenen Label eine Video-Version von Nick's Boogie, die aber nur 6:36 Minuten lang ist, allerdings neu geschnittenes HD-Filmmaterial bietet. Sie findet sich in der "The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation" Box.

Nick's Boogie basiert auf einem Drum-Roll von Nick Mason, der einige Ähnlichkeiten mit dem Mittelteil von A Saucerful of Secrets hat. Den Rest machen psychedelische Gitarren-Phrasen und Keyboardsounds. Eine typische psychedelische Studio-Jam der frühen Pink Floyd. Derselbe Drumroll wurde für "A Saucerful of Secrets" wiederverwendet.


Weitere Veröffentlichungen:

1994 Pink Floyd - London 66-67 VHS
2005 Pink Floyd - London 1966/1967 DVD, CD, Vinyl
2016 Pink Floyd - The Early Years Cambridge St/ation 1965-1967; video-montage (6:36)

Sonntag, 31. Oktober 2021

The Narrow Way, Parts 1-3

Autor: Gilmour
Dauer: 12:17
First release: Ummagumma, 07. November 1969



Die zweite Platte des Doppelalbums "UmmaGumma" beinhaltet ja bekanntlicherweise 4 Solo-Kompositionen der Bandmitglieder. David Gilmour, damals noch "der Neue" in der Band, machte sich an ein 3-teiliges Epos namens "The Narrow Way Parts 1-3". The Narrow Way dürfte somit sein erster Versuch als Songwriter sein. Gilmour spielt bei dieser Aufnahme ALLE Instrumente selber.

Angeblich habe er Roger Waters um Hilfe beim Text des Liedes gebeten, was dieser jedoch rigoros ablehnte. David Gilmour selbst hält diese seine erste Komposition für nicht sehr gelungen und hatte sie somit auch nie live in seinen Solo-Touren vorgetragen, im Gegensatz zu Fat Old Sun von Atom Heart Mother, ein Jahr später. Vielleicht sind aus diesem Grund die Vocals im Mix auch eher im Hintergrund und mit stark psychedelischen Effekten versehen. Der Arbeitstitel der Suite war "Dave's Scene". Der Song teilt sich in diese 3 Teile:

The Narrow Way, Part 1 (3:28): 

Dieser intrumentale Track basiert auf einem akustischen Gitarren-Riff, welches teilweise an Led Zeppelins Akustikriffs erinnern. Kenner der Floyd'schen Diskographie wird auffallen, dass der Riff auch in zwei anderen frühen Gilmour-Kompositionen zu finden ist. "Baby Blue Shuffle in D Minor" wurde zum Beispiel im Dezember 1968 bereits in einer BBC-Session live aufgeführt. Ebenso jener lange Instrumentaltrack des Soundtracks "Zabriskie Point"  namens "Rain in the Country" oder "Unknown Song" basiert grundsätzlich auf demselben Gitarrenriff. Bei dieser Aufnahme kommen für Gilmour typische psychedelische "Seagull"-Effekte zum Einsatz.


The Narrow Way, Part 2 (2:54):

Der zweite Teil beginnt mit einem sehr düsteren Gitarrenriff, der eine eher unbehagliche Atmosphäre schafft. Dieser Riff wiederholt sich ins unendliche und wird immer mehr von psychedelischen Effekten überdeckt. Lee Harris baute während der Tour von "Nick Mason's A Saucerful of Secrets" im Jahr 2018 diesen Riff in den Mittelteil von "Interstellar Overdrive" ein. Der 2. Teil endet mit einem hohen pitchigen Ton, welcher direkt in Teil 3 übergeht.

The Narrow Way, Part 3 (5:57):

Teil 3 besteht aus dem eigentlichen "Song" der Suite. Wie oben erwähnt schrieb David Gilmour den Text auch selber. Hierbei ist die Stimme stark mit Echo versehen um einen psychedelischen Effekt zu erzeugen. David Gilmour hat hier 4 Gitarrenspuren übereinandergelegt. Gilmour spielt auch Piano, Farfisa, Bass und Drums. Dieser Teil der Suite wurde auch im Rahmen der "The Man & The Journey"-Tour zu fixem  Bestandteil der Shows.

Erst 2016 wurden im Rahmen der "Early Years Box" einige Live-Versionen des Songs veröffentlicht.

Weitere Veröffentlichungen: 

1994 Pink Floyd - Umma Gumma 2CD: remastered & repackaged 1994
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (Umma Gumma); remastered 2007
2011 Discovery CD Box: new packaging (Umma Gumma); remastered 2011
2016 Pink Floyd - Umma Gumma 2LP: remastered 2016

2016 Pink Floyd - Cre/ation - The Early Years 1967 -  1972; BBC Session live 12.05.69, (4:48)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1969 - Dramatisation CD2; live Amsterdam 17.09.69 (5:11)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1967 - 72 Continuation CD; live BBC Session 02.12.1968 (3:58)

Freitag, 12. März 2021

Moonhead

Autor: Waters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 7:16
First release: The Early Years: 1967-1972 Continu/ation,  2016

Die Aufnahme von "Moonhead" entstammt einer Live-Jam für BBC, mit welcher Pink Floyd 20/07/1969 die Sendung "Moonlanding Special" oder "What if it was just Green cheese?" aufnahmen.


Die Session ist typisch für ihre frühen psychedelischen Jams (Nick's Boogie; Quicksilver; A Saucerful of Secrets). Das Drum & Bass Spiel haben diesen typischen jazzigen Vibe, der wahrscheinlich durch Nick Mason's Spiel geprägt ist. Die Aufnahme ist jedoch von den Dialogen der Astronauten unterbrochen. Es scheint keine Mastertapes zu geben. Die Aufnahme stammt wohl von der Übertragung. Pink Floyd spielten live zu den direkt übertragenen Bildern vom Mond.

Nick Mason in Action

In den Besitz dieser Aufnahme gelangten nur jene glücklichen Besitzer des "The Early Years 1965-1972-Boxsets", da diese das Exklusiv-Volumen "1967-1972 Continu/ation" enthielt, welches einzeln nicht zu bekommen war/ist.

Es gibt keine weiteren offiziellen Veröffentlichungen.


Samstag, 28. Dezember 2019

Lucifer Sam

Autor: Barrett
Dauer: 3:03
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967


Lucifer Sam ist eine Katze. Eine Siamesische Katze. Syd Barrett meint sie solle doch bitte ihr Glück als Schiffskatze versuchen. Hip sollte sie auch noch sein.
Die Katze ist nämlich immer an seiner rechten Seite. An seiner Linken hingegen sitzt die Hexe Jennifer Gentle (angeblich eine Anspielung auf seine damalige Freundin Jenny Spires).

Das ist in etwa der textliche Inhalt des zweiten Songs auf dem Pink Floyd Debut-Album The Piper at the Gates of Dawn. Ursprünglich hiess der Song "Percy The Ratcatcher" und war eigentlich auch als Soundtrack für ein nicht näher definiertes Filmprojekt gedacht.
Ein Animationsfilm von 2016 von Steve Bobinski im 60er Jahre Comic-Style zum Barrett Song,  trägt den Untertitel "Percy The Ratcatcher".

Syd and Lucifer

Musikalisch hingegen bewegt sich der Song in Richtung 60er-Jahre Film-Themes, alá "Batman" oder "James Bond". Lucifer Sam ist ein sträflich vernachlässigtes Meisterwerk der frühen Pink Floyd, das durchaus Hitpotential gehabt hätte, wäre es als Single veröffentlicht worden. Lucifer Sam ist tanzbar, hip, mystisch, lustig, anspruchsvoll....
Obwohl es mehr als 15 verschiedene Cover-Versionen des Songs gibt, hat der Song es auf keine einzige Compilation geschafft. 
Die Mono-Version des Songs dauert etwa 5 Sekunden länger.

Nick Mason's Saucerful of Secrets haben das Lied fix in ihr Live-Programm aufgenommen und 2020 auf "Live at the Roundhouse" veröffentlicht.
 
Weitere Veröffentlichungen:
1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)

1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono (3:09)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007
2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Vinyl Mono Edition
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:12)

Sonntag, 28. Juli 2019

Lie for a lie

Autor: Fenn, Mason, Peryronel
Dauer: 3:11
First release: Mason+Fenn - Profiles, 29. Juli 1985

Lie for a lie ist wohl das bekannteste Lied aus Nick Mason's Solo-Karriere. Einer von zwei gesungenen Tracks des Albums "Profiles". Gemeinsam mit Rick Fenn spielte Mason 1985 dieses Album ein. An den Vocals niemand geringerer als David Gilmour, der gemeinsam mit Maggie Reilly (Moonlight Shadow / Mike Oldfield) eine sehr liebliche und poppige Gesangsmelodie von sich gibt. 
Single-Cover 1
Single-Cover 2
Der Song selbst hat einen "karibischen" Touch, was wohl am Rhythmus mit den Percussionen liegt, die hier grossteils elektronisch programmiert wurden. 

Von diesem Lied wurde sogar ein netter Video-Clip produziert, in welchem Rick Fenn, Nick Mason, David Gilmour und Maggie Reilly zu sehen sind.
Der Song wurde auch als Single ausgekoppelt. Die 12" Version wartet mit einem Extended Mix auf, der 2,5 Minuten länger ist. Der Mix hat im linken oder rechten Audio-Kanal einen jeweils anderen Rhythmus. Trotz kräftiger Unterstützung von David Gilmour und Maggie Reilly floppte auch die einzige Single-Auskoppelung des Albums. Die Produktion ist sehr 80's-lastig und somit klingt sie heute altmodisch. Der Text stammt von Danny Peyronel, welcher auch den Text zu "Israel", dem anderen Vocal-Track des Albums geschrieben hat. Der Text ist nicht wirklich einer Analyse wert. Es geht um Lügen, Wahrheit und das "Spiel" der Liebe.
Video-Ausschnitt mit D. Gilmour

Nachdem Nick Mason seit 2018 mit seiner eigenen Band "Nick Mason's Saucerful of Secrets" tourt, hat er im Herbst 2018 auch seine drei Solo-Alben remastern lassen und in der Box "Unattended Luggage" wiederveröffentlicht. 



Weitere Veröffentlichungen: 
1984 12" "Lie for a lie (feat. D. Gilmour & M. Reilly) (5:54)/ Mumbo Jumbo / And the address
1994 Mason+Fenn - Profiles CD  (Japan) 

2018 Nick Mason - Unattended Luggage, Box Set CD&LP remastered 2018

Freitag, 21. Juni 2019

Let there be more light

Autor: Waters
Dauer: 5:29
First release: A Saucerful of Secrets, 29. Juni 1968


7" Single Tower Records 1968

Let there be more light war der erste Song auf "A Saucerful of Secrets" dem 2. Album von Pink Floyd. Es war auch das erste Album mit David Gilmour, der gemeinsam mit Rick Wright den Gesang des Liedes übernahm, welches aus Roger Waters Feder stammte.
Der Text beschäftigt sich mit Waters' Vorliebe für Science Fiction Comics (auf dem Cover des Albums kann man sogar "Dr. Strange" erkennen) und spielt mit dem "Space-Rock" Image der Band. 
Zahlreiche Verweise wie:
"Carter's father saw him there...": John Carter ist Hauptfigur in "Barsoom", ein amerikanischer Soldat, der auf den Mars versetzt wird und sich dort in die Prinzessin des "Roten Volkes" verliebt.
"... and knew the Rull revealed to him...": "The Rull" ist eine wurmähnliche Lebensform aus den Comics "The Rull Cycle" von A. E. van Vogt.
"... the living soul of Hereward The Wake":  war ein Widerstandskämpfer gegen die Normannen im 11. Jahrhundert.

Der Titel "Let there be more light" bezieht sich (laut einigen Autoren) auf die Hoffnung, dass eine Invasion von Ausserirdischen vielleicht etwas mehr Licht in unsere Gesellschaft bringen könnte. 

"Then at last the mighty ship, descending on a point of flame, made contact with the human race ad Mildenhall."
Auf für einen Verweis an "Lucy in the sky" ist Platz!


Die Band in Live-Action Surprise Partie 1968

Musikalisch gesehen beginnt Let there be more light mit einem schnellen Bassriff, dem bald Becken und Keyboards einstimmen. Das Ganze erinnert stark an die Soundtracks der amerikanischen Serien der 60er Jahre und ein bisschen an Lucifer Sam.
Nach ca. 1,5 Minuten halbiert sich der Rhythmus auf einmal und ein verträumt-psychedelischer Gesang, den sich Gilmour und Wright teilen beginnt. Der Chorus hingegen wird nur von Gilmour gesungen, da seine etwas raue Stimme wohl besser zum rockigen Refrain passt.
Im dritten Teil des Songs darf Gilmour das erste Mal zeigen, was er mit seiner E-Gitarre so drauf hat und legt ein Solo hin, das bereits die Richtung für seine späteren Meisterwerke vorgibt.

Das Lied wurde 1968 fix im Live-Set gespielt, was zahlreiche Live-Aufnahmen vom französischen Fernsehen belegen. Dabei variiert die Länge des Songs sehr stark. Besonders die Aufnahme von "Surprise Partie" zeigt einen David Gilmour, der bereits dazu tendiert seine Soli live etwas länger auszubreiten. Sämtliche Mitschnitte finden sich seit 2016 in der "The Early Years 1965-1972 Box".

2018 haben Nick Mason's Saucerful of Secrets das Lied nach 50 Jahren erstmals wieder auf die Bühne gebracht!


Weitere Veröffentlichungen: 
1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit TPATGD)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - A Saucerful of Secrets CD: remastered & repackaged 1992
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972:

BBC Radio Session 25 Juni 1968 The Early Years 1968 Germin/ation CD
2016
4:32
live „Bouton Rouge“, Paris, 20. Februar 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

playback „Samedi et compagnie“, Paris, 06.09.1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

promo video „A l’affiche do monde…“, London, 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016
1:53
live „Tous en scene“, Paris 31. Oktober 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

live „Surprise Partie“, Paris, 01. November 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016
6:35

2018 Pink Floyd - A Saucerful of secrets remastered 2018 LP
2019 Pink Floyd - A Saucerful of secrets Mono Edition; remastered 2018 LP
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:37)