Montag, 4. Mai 2026

The Pros and Cons of Hitchhiking (5:01 AM)

Autor: Waters
Dauer: 4:37
First releaseRoger Waters - The Pros and Cons of Hitch Hiking,  30. April 1984

Single-Cover 

Der Titelsong des wahren ersten Solo-Albums von Roger Waters ("Music from the Body" von 1970 war ja ein Soundtrack in Zusammenarbeit mit Ron Geesin) ist ein sehr radiotauglicher AOR-Song mit souligen Backgroundsängerinnen und niemand geringerem als Eric Clapton als Gitarrist. Dieser Song war auch die erste Single-Auskoppelung aus dem Album und es wurde sogar ein aufwendiges Musikvideo produziert, bei dem die Hitchhikerin vom Album-Cover mitwirkt. Es sind wohl alle Zutaten vertreten: Bluesiger Riff, Toller Gitarrist, Soulige Backgroundsängerinnen. Musikalisch erkennt man Parallelen zu "The Wall" und "The Final Cut". Aber die Single floppt trotzdem. 

Es gibt wohl auch eine 12" Single mit einer "Extended Version", was in den 80ern üblich war.

Der Song wurde ausser bei der gleichnamigen Tour 1983-1984 nicht live gespielt.


Weitere Veröffentlichungen: 
1984 7"-single 5:01 (The Pros & Cons of Hitch Hiking) / 4:30 (Apparently they were traveling abroad)
1984 12"-single 5:01 (The Pros & Cons of Hitch Hiking) / 4:30 (Apparently they were traveling abroad) / 4:33 (Running shoes)
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box

Samstag, 14. Februar 2026

Profiles (parts 1-3)

Autor: Fenn, Peyronel
Dauer: Parts 1&2: 10:05; Part 3: 2:04
First releaseMason+Fenn - Profiles, 29. Juli 1985


Wie in alter Pink Floyd Manier wartet auch das erste gemeinsame Album zwischen Rick Fenn und Nick Mason mit mehr-teiligen Tracks auf, die dem Ganzen ein Gefühl eines Konzeptalbums geben. Auch wenn das Album größtenteils instrumental und "botschaftslos" ist. Zumindest musikalisch geben Fenn und Mason dem Album einen Rahmen.

Die Melodie der Parts 1&2 wird in der Part 3 am Ende des Albums in einem akustischen Arrangement wiederholt und fungiert somit wie eine Reprise der ersten beiden Teile. 


Während der erste Teil überraschend upbeat daherkommt und vor Synthie-Sounds nur so strotzt, verlangsamt sich das Stück dann im zweiten Teil und wartet mit einer schönen Melodie auf. Dieselbe Melodie wird dann am Ende des Albums akustisch im 3. Teil wiederholt. es handelt sich somit um eine Reprise.

2018 wurde die Box "Unattended Luggage" veröffentlicht, bei welchen Nick Mason seine ersten 3 Solo-Alben neu veröffentlicht hat. 

Weitere Veröffentlichungen: 

1994 Mason+Fenn - Profiles CD 
2018 Nick Mason - Unattended Luggage Box Set, remastered CD & LP

Sonntag, 25. Januar 2026

Private Person

Autor: Wright, Harris
Dauer: 3:55
First release:  ZEE: Identity,  9. April 1984

Private Person ist wohl einer der schlechteren Songs des (laut Umfragen) schlechtesten "Solo"-Albums eines Pink Floyd Mitglieds. Das kurzlebige Projekt mit Dave Harris und Richard Wright namens "Zee" war ein Rohrkrepierer. 2019 wurde das Album für Hardcore-Fans dank Dave Harris nochmal veröffentlicht. 

Der Song hat einen typischen 80er Synth-Beat, etwas vertrackt, um dem ganzen einen intellektuellen Touch zu geben. Der Gesang und die Melodie sind praktisch immer immer im gleichen Akkord. Im Refrain kommen einige Background-Stimmen dazu, die dem Song etwas Dichte geben.




Weitere Veröffentlichungen:

2019: ZEE Identity 2019. CD

Samstag, 10. Januar 2026

The Powers That Be

Autor: Waters
Dauer: 4:36 
First releaseRadio KAOS LP, CD 15. Juni 1987


The Powers that be
ist einer der besseren Songs vom Album Radio KAOS. Es ist einer jener Songs, der von Roger Waters bis heute aufgeführt wird, wie z. B. auf seiner letzten "This is not a drill"-Tour. Der Song wurde für die neue Tour leicht umarrangiert und wirkt rockiger/souliger als die Studioversion der 80er Jahre. 

Anscheinend hat Roger Waters den Song auch zu Beginn der "In the Flesh"-Tour 1999 ein paar mal gespielt, aber aus irgendeinem Grund wieder aus der Setlist genommen. Wie so oft ist der Song textlich eine Kapitalismus-Kritik und kritisiert die politischen Kräfte, die unsere Welt steuern. Obwohl der Song aus dem Jahr 1987 stammt, hat er bis heute nichts an seiner Brisanz eingebüßt.

The Powers that be und The tide is turning sind die einzigen Songs des Albums, die nach der Radio KAOS Tour 1987 noch einmal gespielt wurden. The Tide is turning ersetzte bekanntlich "Outside the wall" bei The Wall Live in Berlin 1990.


Weitere Veröffentlichungen:
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box CD
2025 Roger Waters - This is not a drill - Live in Prague, April 2023. LP, Bluray, CD (4:44)

Montag, 5. Januar 2026

Pow R Toc H

Autor: Barrett, Waters, Wright, Mason
Dauer: 4:22
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967

Special Mono-Vinyl-Edition RSD 2018

Pow R Toc H
ist eines von zwei Instrumentals auf dem DebutAlbum "The Piper at the Gates of Dawn". Das andere ist "Interstellar Overdrive".

Pow R Toc H ist relativ unbekannt, eher untypisch für den Pink Floyd Output. Einerseits erinnert das Stück eher an eine Jazz-Improvisation, andererseits gibt es sehr experimentelle und advanguardistische Momente in dem Lied. Um genau zu sein ist es eigentlich kein Instrumental, da die Bandmitglieder Tierlaute nachahmen. Besonders zu Beginn des Songs dominieren die Vocals. Hier hören wir auch bereits zum ersten Mal Roger Waters' typischen Vocal-Screams, die er im Laufe der Floyd-Geschichte immer wieder einsetzt. 

Später gesellt sich zu den Vocals ein Klavier und Nick Masons Drums. Sowie ein monotoner Basslauf. Das Klavier ist typisch für Rick Wright in den ersten Jahren (siehe "Paint Box") und gibt dem Ganzen einen jazzigen Vibe. Der Track hat eine Bridge, bei der auch akustische Gitarre zu hören ist und die Vocals wieder zum Einsatz kommen. Gefolgt von Barrettianischem Gitarren-Feedback und Wright'scher Orgel. Der Basslauf der zweiten Hälfte wurde von Roger Waters später in "Unknown Song" und "Atom Heart Mother" wieder verwendet. 

Das Stück wurde auch bei der berühmten Folge von "Look of the week" mit Hans Keller (Interview mit Waters und Barrett) gemeinsam mit Astronomy Domine gespielt. Es war fester Bestandteil der Setlist von 1967 und konnte auch bis zu 12 Minuten dauern, wie die Aufnahme von Stockholm 1967 auf "The Early Years 1965-1967" belegt. Hier spielt Rick Wright nicht Piano, sondern Keyboards. 

Bandfoto 1967

Auch eine Aufnahme der BBC-Radio Session vom 20. Dezember 1967 ist in der Box vertreten. 1969 wurde es letztendlich im Rahmen der "The Man / The Journey" Konzerte unter dem Namen "The Pink Jungle" aufgeführt. Diese Version spart die Klavierakkorde von Rick Wright allerdings aus und ist rockiger, gitarrenlastiger und psychedelischer gehalten.

Weitere Veröffentlichungen:

1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)
1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono  
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007

2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box-Set:
live 10 September 1967, Stockholm (S)The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation CD2
2016
11:56
BBC RadioSession 20. Dezember 1967The Early Years 1965-1972 Continu/ation20162:45
The Man & The Journey Live Ambsterdam 1969The Early Years 1969 Dramatis/ation DVD/BR
2016
4:56

2016 Pink Floyd - The Early Years Continu/ation 1967-1972; Live 9.08.1969 Paradiso Amsterdam
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Mono Vinyl Edition RSD.

Mittwoch, 24. Dezember 2025

The post war dream


Autor: Waters
Dauer: 3:02
First releaseThe Final Cut,   21. März 1983

Vinyl Pink Floyd Records 2016


The Post War Dream ist der erste Song des letzten Pink Floyd Albums mit Roger Waters "The Final Cut". Die Geschichte des Albums ist ja weitgehend bekannt, a propos "Resteverwertung" der "The Wall" Sessions (siehe The Heroes return aka. Teacher Teacher, etc.) oder der Britische Krieg gegen Argentinien wegen der Falkland Inseln. 

Das Album beginnt mit typischen Soundschnipseln wie ein Autoradio, Verkehrsgeräuschen und dann als Intro des Songs Kirchenorgeln und das Klimpern des "Klingelbeutels" wo die Gläubigen während der Messe ihre Almosen reinwerfen. Auf das Ganze folgt die Zeile:"Tell me true, tell me why, was Jesus crucified? Is it for this that daddy died?". 

Diese Zeile stimmt uns auf das Thema des Albums ein: Ein Requiem gewidmet dem Vater des Autors Eric Fletcher Waters, der ja bekanntlich im 2. WK in Italien (Anzio) starb und der auch Motor des Albums "The Wall" und anderen Liedern von Roger Waters ist. Ebenso der Einfluss der Religionen in kriegerischen Auseinandersetzungen wird hier thematisiert (man erinnere sich an Waters' Einsatz im Israel-Palästina Konflikt). 



Im Refrain hingegen richtet er seine Botschaft direkt an Maggie Thatcher und kritisiert ihr Kriegstreiben auf den Falklandinseln.  Wenn ich mich recht erinnere wurde das Album in Großbritannien zensuriert.

Waters' Vocals sind auf diesem Album in Hochform. Der Song gibt die Atmosphäre des Albums vor und ist eine typische Waters-Komposition. 

Es gibt keine weiteren Veröffentlichungen und keine Live-Aufnahmen des Songs.


Weitere Veröffentlichungen: 

2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011 
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016

Sonntag, 23. November 2025

Pompeii Intro

Autor: Waters, Wright, Mason, Gilmour
Dauer: 3:30
First release: Live at Pompeii, 1972 First Audio release: Live at Pompeii MCMLXXII, 2025



Das Intro zu Live at Pompeii ist so alt wie der Film selbst, jedoch hat erst im Jahr 2025 Steven Wilson in seinem - wirklich sehr gelungenen - Audio-Remix namens "Live at Pompeii MCMLXXII" das Stück als eigenständigen Track auf Vinyl und CD veröffentlicht.

Simpel Pompeii Intro genannt, ist der Track eigentlich eine embryonale Version von "Speak to me" (Intro von "The Dark Side of The Moon"), die auch wiederum an "Heart Beat, Pig Meat" vom Film-Soundtrack "Zabriskie Point" von 1970 erinnert.

Ein Herzschlag eben, der verfremdet wird und mit psychedelischen Soundcollagen untermalt wird.



Weitere Veröffentlichungen von "Live at Pompeii" gab es:
1974 - VHS-Veröffentlichung mit zusätzlichem Studiomaterial der Aufnahmen zu TDSOTM.
2002 - DVD-Veröffentlichung "Director's Cut" mit überarbeitetem Filmmaterial 

2025 - Live in Pompeii MCMLXXII (Steven Wilson Remix), CD, LP, Bluray 

Samstag, 8. November 2025

Poles Apart

AutorenMusik: Gilmour; Wright Text: Gilmour/Samson/Laird-Clowes
Dauer: 7:04
First release: The Division Bell, 30. März 1994

PF-Records Edition 2016


Poles Apart ist ein Track des Pink Floyd Phase III Albums "The Division Bell" von 1994. Der Song besticht durch schöne akustische Gitarren-Arpeggios. Obwohl der Song durchaus originell ist, fallen bei genauem Hinhören aber dennoch genügend Pink Floyd-Referenzen auf: Die Gitarrrenarpeggios erinnern etwas an "A Pillow of Winds" vom Album "Meddle" und die zweite Strophe beginnt mit den Worten "Hey You....

Angeblich ist der Text des Songs an verschiedene Personen gerichtet, wobei eine Strophe angeblich von Syd Barrett handelt: "You were always the golden boy then And that you'd never lose that light in your eyes?"

Strophe 2 hingegen handelt anscheinend von Roger Waters... (so angeblich auch der Text von "Lost for words"). David Gilmour spielt ausserdem ein sehr schönes Gitarrensolo. Ein obligatorischer psychedelischer Mittelteil, der auch "Circus-Section" genannt wird, ist ebenso als Floyd Trademark enthalten. Wer genu hinhört erkennt übrigens die Gemeinsamkeiten der Gitarrenphrasen zum Track "Surfacing" aus "The Endless River". Poles Apart wurde nur sehr selten 1994 aufgeführt. Eine Performance ist allerdings als Extra auf der originalen PULSE-DVD in der Sektion "Bootlegging the bootleggers" enthalten. Diese ist ca. 1 Minuten länger. 

The Later Years Box-Set Cover

Weitere Veröffentlichungen: 

  • 2005 Pink Floyd - PULSE DVD: Bootlegging the bootleggers, live 1994 (7:59)
  • 2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
  • 2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
  • 2014 Pink Floyd - TDB20 Box: 2LP; 2011-remastered CD-Version; BluRay 5.1 mix 2014 & HD Stereo mix 2014; 
  • 2019 Pink Floyd - The Later Years Box Set; The Division Bell 5.1 Mix.


Montag, 27. Oktober 2025

Point me at the sky

Autor: Waters, Gilmour
Dauer: 3:40 
First release:  7" single Point me at the sky / Careful with that axe, Eugene,  06. Dezember 1968


Erster gemeinsamer Songwriting-Credit für Gilmour und Waters. Obwohl der Song als Post-Barrett-Single stark promoted wurde, war die Single ein Flop. Es wurde sogar ein aufwendiges Promo-Video gemacht, bei welchem die Floyds mit Flieger-Anorak vor einem Doppeldecker posierten und sogar im Flug gefilmt wurden. Der Single wurde sogar eine Postkarte beigelegt. Das Thema "Fliegen" war ja immer schon ein Anliegen der Floyds. Einige haben den Pilotenführerschein gemacht und besitzen Flugzeuge. Der Song "Learning to fly" zeugt von diesem Hobby. 

Der Song selbst ist nach Strophe-Refrain-Prinzip aufgebaut und Gilmour singt die Strophen, während im Refrain beide singen. Obligatorischer psychedelischer Mittelteil und eher belanglose Lyrics. 

Während das Lied bis zum Jahr 1992 im Rahmen der "Shine On"-Box keine weitere Veröffentlichung bekam und lediglich in der "The Early Years"-Box 2016 nochmal aufgelegt wurde, erfreute sich die B-Seite "Careful with that axe, Eugene" in Folge großer Bekanntheit und wurde zu festem Bestandteil des Live-Sets.



Weitere Veröffentlichungen: 

1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box (3:48)
2016 The Early Years 1967-1972 Cre/ation 2CD. remastered 2016 (3:41)
2016 The Early Years 1968 Germin/ation BBC Radio Session 2 december 1968 2CD(4:25)
2016 The Early Years 1968 Germin/ation Video 2016 Edit Bluray/DVD (3:19)
2016 The Early Years 1965 - 1972 Box-Set 7" vinyl Replica Single 

Samstag, 12. April 2025

The Piper's Call

AutorenMusik: Gilmour; Text: Samson
Dauer: 5:15
First releaseDavid Gilmour - Luck and Strange, 09. September 2024

Die erste Single-Auskoppelung des bisher letzten David Gilmour Soloalbums von 2024 stellte schon gleich klar, dass das neue Werk Gilmour's anders ist und klingt, als "Rattle That Lock" aus dem Jahr 2015.

In den 9 Jahren dazwischen, hatte Gilmour lediglich die Single "Yes, I have ghosts" mit Romany Gilmour veröffentlicht. "The Piper's Call" erinnert zu Beginn auch an dieses nette akustische Kleinod, entwickelt sich im Laufe des Songs aber zu einem tollen rockigen Song, bei dem Gilmour seine rockigere Seite rausholt und einen grungigen Gitarrensound präsentiert. Steve Gadd an den Drums trägt seinen Teil dazu bei. Romany Gilmour liefert hier Backing Vocals und spielt Harfe. Der Text stammt wie beinahe alle vom neuen Album von Polly Samson und auch hier ist ein Sprung in Qualität der Lyrics bemerkbar, die zumindest teilweise von dieser "Rosamunde Pilcher - Romantik" verschont bleiben, die Samson's Texte auf Rattle That Lock oder On an Island ausmachte.

Der Song ist mit Sicherheit ein Highlight des Albums "Luck and Strange". Neben "Dark and Velvet Nights" ist es das einzige etwas flottere Lied auf dem Album, das ansonsten sehr gediegen wirkt.

Die "Innovation" des jungen Produzenten Charlie Watts hält sich m.M.n. in Grenzen.

Es gibt ein offizielles Studio-Video und ein tolles Live-Video von "The Piper's Call", welches an verschiedenen Live-Locations aufgenommen wurde und online veröffentlicht wurde. Wohl ein Vorbote für das Live-Album, das Gilmour grade abmischt. Syd's "Piper at the gates of dawn" hat mit diesem hier nichts zu tun. 


Weitere Veröffentlichungen: 

2024 - The Piper's Call Live Around The World (online-Video) (5:03)

2025 - Live at Circus Maximus, Bluray

2025 - The Luck and Strange Concerts, 2CD 4LP (4:53)

Donnerstag, 30. Januar 2025

Pink's Song

AutorWright
Dauer: 3:28
First releaseWet Dream, 15. September 1978


"Pink's Song" ist einer der 4 gesungenen Songs auf dem Richard Wright Debut-Soloalbum "Wet Dream", das zwischen Animals und The Wall entstand.

Entgegen erster Vermutungen handelt es sich bei dem Songtitel um keinen Verweis auf die Haupt-Band Pink Floyd. Das ist natürlich die erste Überlegung eines jeden, der den Titel sieht.

Laut einigen Gerüchten handelt es sich jedoch angeblich um einen Lehrer, namens Pink, welcher die Kinder der Familie Wright unterrichtete... Wenn man sich den Text von Pink's Song jedoch genau durchliest, könnte es auch eine Hommage an Syd Barrett sein...

Syd Barrett & Rick Wright


 

"Caught between the tangled web
You helped set us free
Sadly, then, you lost yourself
So you had to leave


And I must go, be on my way
Let me go, I can not stay
Let me go, I must not stay
"




Famoser- und dankenswerterweise wurde das Album 2023 endlich remixed, und zwar von niemand geringerem als dem Prog-Soundzauberer Steven Wilson. Auch das Artwork wurde überarbeitet.

Musikalisch handelt es sich um eine typische Richard Wright Komposition.

Weitere Veröffentlichungen:

1993 Richard Wright - Wet Dream: CD (USA)
2008 Richard Wright - Wet Dream: CD (Australia)

2023 Richard Wright - Wet Dream 2023 Remix: CD, Bluray, LP (3:29)

Freitag, 24. Januar 2025

Pigs on the wing (part 1 & 2)

Autor: Waters

Dauer: part 1: 1:25
            part 2: 1:23

            single version: 3:34

First release: Animals, 21. Januar 1977

Als Roger Waters 1977 gemeinsam mit dem Rest der Floyds "Animals" zusammenstellte, kam es ihm so vor, als sei das Album nun wohl doch etwas zu dystopisch und negativ geworden und deshalb entstand die Idee die drei Hauptsongs mit einem Liebeslied zu umrahmen. Deshalb wurde "Pigs on the Wing" in 2 Teile eingeteilt und jeweils an Anfang und Ende des Albums gesetzt.

Der Song besteht nur aus Stimme und Akustikgitarre von Roger Waters und es ist eine Liebeserklärung an seine damalige zweite Ehefrau Carolyne Christie. Wie bereits seit dem Album "Meddle" (welches mit Wind beginnt und endet), Dark Side (Herzschlag) und WYWH (Shine On), sowie später auf The Wall (isn't this.... where we came in), geben Pink Floyd auch hier dem Album eine zirkuläre Form.

Snowy White auf der In the Flesh Tour 1977

Kurioserweise wurde der Song damals auch als B-Seite einer Single von "Pigs (three different ones)" (Kurzversion) verwendet. Zu diesem Zweck wurden die beiden Teile zusammengefügt. Als Bridge durfte der damalige Tour-Gitarrist "Snowy White" ein Solo einspielen. Diese Version ist bis heute sehr selten zu finden und erschien lediglich auf einem Compilationalbum von "Snowy White" selbst, namens "GoldTop". RW spielte den ersten Teil im Rahmen seiner "In the flesh"-Tour 1999-2002. Als Roger Waters 2015 beim "Desert Trip" Festival auftrat, wurde Pigs on the wing (part 1) gespielt und Snowy White himself spielte das berühmte Solo, wie er es auch auf der 1977 Animals-Tour tat. 

Weitere Veröffentlichungen: 

1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Animals CD: remastered & repackaged 1992
2002 Roger Waters - In the flesh CD & DVD (1:18)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh)
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2022 Pink Floyd - Animals 2018 Remix
2024 Pink Floyd - Animals 2022 Atmos Remix

Sonntag, 5. Januar 2025

Pigs (Three Different Ones)

Autor: Waters
Dauer: 11:25
First release: Animals, 21. Januar 1977

Animals 2022 Bluray Edition

Pigs ist der letzte Song, der für das Album Animals geschrieben wurde und stammte, wie fast alles aus jener Zeit aus Roger Waters' Feder.

Wie das gesamte Album ist auch dieser Song an George Orwell's "Farm der Tiere" angelehnt. Roger Waters beschreibt hier 3 Arten von Schweinen. Schweine sind jene Tiere, welche an der Spitze der sozialen Leiter stehen. Sie sind mächtig und können Menschen manipulieren. 

Die erste Strophe richtet sich an Bussinesmen im Allgemeinen (big man, pig man), die zweite sei hingegen eine indirekte Anspielung auf Margareth Thatcher (damalige Regierungschefin in Großbritannien) und die dritte richtete sich an Mary Whitehouse, eine erzkonservative Moralistin, welche für die Zensur so mancher Kunst und Kultur zuständig war ("you house proud town mouse"). 

Animals 2024 "Atmos Mix" Bluray

Als Roger Waters den Song 2016 live auf dem Zocalo-Square spielte, war allerdings der Bezug "Whitehouse" auf das Weisse Haus in Washington gerichtet und die Tiraden gegen Donald Trump.

Musikalisch handelt es sich um eine Funk-Nummer, wie so viele rockigen Gitarrenparts von David Gilmour (z.B. Have a Cigar, Echoes "Middle Section", Atom Heart Mother "Funky Dung", etc.). Gestartet von Schweinegrunzen und einem "flying" Keyboard, hört man schnell einen von David Gilmour gespielten fretless Bass. Das finale Gitarrensolo wurde auf der 1977 Tour oft lange gestreckt und der Song erreichte manchmal auch die 20 Minuten Marke. Live wurde der Song von Roger Waters auf seiner  Tour 1987 in verkürzter Form gespielt und auf der Us + Them Tour 2016-2018. 

Es existiert auch eine Single-Version von 4:03 Minuten davon. 

Der Remix von 2018 (der erst 2022 erschien) bietet zwar keine Überraschungen, bietet aber einen wärmeren und volleren Sound.

Seit dem Animals Album gehört das fliegende Schwein zum Bühnen-Repertoire von Pink Floyd und Roger Waters (mit und ohne Eier).


Weitere Veröffentlichungen: 

1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Animals CD: remastered & repackaged 1992

2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh)
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Roger Waters - Live at Zocalo Square, Mexico City (online video) (11:40)
2020 Roger Waters - Us + Them (live) (11:37)

2022 Pink Floyd - Animals 2018 Remix
2024 Pink Floyd - Animals 2022 Atmos Remix