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Freitag, 13. Mai 2016

Echoes

Autoren: Waters, Gilmour, Wright, Mason
Dauer: 23:32
First release: Meddle, 30. Oktober 1971


Cover des Best of - Albums von 2001 namens "Echoes"

Echoes könnte wohl als DER Pink Floyd Track schlechthin bezeichnet werden. Zum einen, da er einer der letzten Tracks ist, der allen vier Bandmitgliedern Credits einräumt, zum anderen weil er alle Qualitäten Pink Floyd's ausmacht:
Einerseits schwelgende, sphärische Psychedelic-Klänge und ausufernde Gitarrensoli (Gilmour), zum anderen poetische und sozial-kritische Texte aus der Feder Roger Waters'. Zum einen ausgefeilte Studiotricks (Wright), zum anderen kompakte Funkrhythmen (Mason).
Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung 1971 auf Meddle markiert einen Wendepunkt in der Geschichte von Pink Floyd. Leicht kommt man in die Versuchung das Schaffen der Band in Prä- und Post-Dark Side of The Moon einzuteilen, und Echoes scheint hier einfach den Höhepunkt der Prä-DarkSide-Ära darzustellen. Nicht von ungefähr umrahmt der Song den Kult-Konzert-Film "Live at Pompeii", den die Band Anfang Oktober 1971 für Adrian Maben ohne Publikum im römischen Amphitheater in Pompeii aufgenommen haben. Dieser Konzertfilm gilt in etwa als "Zusammenfassung" des Floyd'schen Prä-Dark Side Werkes.

Das typische "Ping" von dem auch der Song-Titel abgeleitet wurde, entstand durch Zufall, als Rick Wright eine Farfisa Orgel mit einem Leslie-Speaker verband, und daraus dieser Klang wie von einem Echolot entstand. Ursprünglich nahmen Pink Floyd ca. 24 verschiedene Tracks im Abbey Road Studio auf, die sie einfach Nothing 1-24 nannten. Als sie diese dann zusammenfassten, nannten sie das Ganze einfach "Son of Nothing" und später "Return of the Son of Nothing".
Waters stellte das Stück auf den ersten Live-Performances auch als "Looking through the holes of Granny's wooden leg" oder "We won the Double" vor. 
Die ersten Aufnahmen des Stückes hatten noch einen anderen Text, der jedoch von Waters mit der Begründung gewechselt wurde, dass die Band es Leid sei immer in die "Space-Rock" Sparte gedrängt zu werden. Zum Beispiel wurde "Two Planets meeting face to face" mit "And overhead the Albatros" ausgetauscht, während in der zweiten Strophe des Songs bereits jene sozialen Themen anklingen, die auf Dark Side of the Moon dann zu ihrem Höhepunkt kommen:


Strangers passing in the street 

By chance two separate glances meet 

And I am you and what I see is me. 

And do I take you by the hand 

And lead you through the land 
And help me understand 
The best I can. 

Meddle-Cover (Ohr unter Wasser)

Ausserdem wird von "Coral Caves" und "everything is green and submarine" gesungen, was eine Unterwasserlandschaft suggeriert und somit den Echolot-Sound des Keyboards widerspiegelt. Auch das Cover (Ohr unter gewelltem Wasser) des Albums Meddle und somit die Entfernung vom Spacerock passen dazu. Auf jeden Fall stellt der Song das Kernstück des Albums dar. 

Wie man sieht ist Echoes also in mehrfacher Hinsicht ein historischer Wendepunkt in der Geschichte von Pink Floyd und gleichzeitig ein Meisterwerk. Nicht umsonst wurde das Best of Album von 2001 so genannt. 

Live entpuppte sich der Song im funkigen Mittelteil als ideale Spielwiese für ein Duell zwischen Gilmour und Wright. Von Anfang 1971 bis 1975 war der Song fester Bestandteil der Live-Shows und wurde 1971 sehr spektakulär beim "Live in Pompeii"-Konzert ohne Publikum aufgenommen, wobei der Song in zwei Hälften aufgeteilt wurde. Auf den Tours 1974-75 kamen Backing Vocals von Carlena Williams und Valetta Fields, sowie ein Sax-Solo von Dick Parry hinzu!

In den folgenden Jahren wurde Echoes auch im Surfer-Film "Crystal Voyager" in seiner vollen Länge verwendet. Pink Floyd verwendeten den Filmausschnitt im Gegenzug als Live-Video bei ihren Konzerten 1987-1994, allerdings beim Song "The Great Gig in The Sky" von The Dark Side of the Moon.

Zu  Beginn der "A Momentary Lapse of Reason" Tour 1987 spielte die Band den Song 11 mal, bevor sie es sein liessen. Angeblich waren sie nicht sehr glücklich mit ihrer Version. Wright und Gilmour tauschten Gesangsparts und Wright verwendete Synthesizer anstatt der Farfisa Orgel.
2006 hatte Gilmour den Song gemeinsam mit Wright auf dessen On an Island Tour als fixen Bestandteil im Tourprogramm, wobei Wright wieder seine gute alte Farfisa auspackte. Der Song war der Höhepunkt jeden Konzertes. 
Gilmour kündigte nach dem Tod von Richard Wright an den Song nie wieder ohne diesen spielen zu wollen. Zum Glück wurde diese ultimative Live-Version auf "Remember That Night" 2007 und "Live in Gdansk" 2008 veröffentlicht. Ebenso findet sich eine spontane Live-Unplugged-Version des Liedes auf beiden DVDs, welche April 2006  in den Abbey Road Studios aufgenommen wurde.


Ausschnitt aus Live in Pompeii 1971

Ebenso wurde der Song auf dem gleichnamigen Best-Of-Album verewigt, allerdings wurde er um ca. 7 Minuten gekürzt, was in puristischen Fankreisen für Aufruhr sorgte.

2016 wurden im Rahmen der Box "Pink Floyd - The Early Years 1965-1972" einige unveröffentlichte Versionen des Songs veröffentlicht. 
Einerseits wurde der Soundtrack zum Pompeii-Film remixt und der Song in dieser Version erstmals nicht in 2 Teile aufgeteilt, andererseits die Demo-Version "Nothing Part 14" (von der sogar ein Video veröffentlicht wurde!) erstmals öffentlich zugänglich gemacht. 
Ein Quad-Mix von 1971, sowie ein verstecktes File mit dem kompletten Meddle-Album als 5.1 Remix waren in der Box zu finden, sowie die Live-Version des Konzertes von Wembley 1974, bei welcher Dick Parry ein Solo einlegte und die Backgroundsängerinnen Chorusse übernahmen. 

Somit wurde das komplette Wembley Konzert von 1974 nun veröffentlicht:
2011 Immersion Box "Dark Side of the Moon": Dark Side of the Moon Live 30.11.1974
2011 Immersion Box " Wish you were here": Shine on you crazy diamond, Raving and drooling, Gotta be crazy Live 30.11.1974
2016 Early Years Continuation: Echoes Live 30.11.1974
Weitere Veröffentlichungen: 
1972 Pink Floyd - Live at Pompeii VHS: live 04.-07. Oktober 1971 in Pompeii (I) Echoes part 1 (11:58); Echoes part 2 (9:46)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Meddle CD: remastered & repackaged 1992

2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD: edit & remastered 2001 (16:31)
2003 Pink Floyd - Live at Pompeii Director's Cut DVD: live 04.-07.Oktober 1971 in Pompeii (I)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2007 David Gilmour - Remember that night DVD; live RAH London Mai 2006 
2007 David Gilmour - Remember that night DVD2; easter egg: live April 2006 Abbey Road Studios, London 
2008 David Gilmour - Live in Gdansk CD, DVD; live 26. August 2006, Gdansk (25:26)
2008 David Gilmour - Live in Gdansk LP5, DVD2; live April 2006, unplugged Abbey Road Studios, London (6:17)
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1967-1972 Cre/ation 2CD; "Nothing Part 14" Demo-Version (7:01)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation CD1; "Nothing Part 14" Demo-Version 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation CD1; BBC Session 30.09.1971 (26:25)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation DVD/BR; Quad Mix 1971
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation DVD/BR; 5.1 Mix (hidden files)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation CD2; Stereo-Mix 2016; Live in Pompeii (24:56)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation DVD/BR; 5.1 Mix 2016; Live in Pompeii 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1967-1972 Continuation CD1; Live in Wembley 30.11.1974 (24:10)

Dienstag, 27. Mai 2014

A Pillow of Winds

LP-Cover "Meddle" 1971



Autoren: Waters, Gilmour
Dauer: 5:07
First release: Meddle, 30. Oktober 1971

"A Pillow of Winds" ist einer der Gründe warum "Meddle" ein Übergangsalbum ist. Es knüpft nämlich musikalisch stark an vorherige Akustiknummern der Band an, welche auf "Atom Heart Mother", "More" oder "Umma Gumma" zu finden sind, bedient sich aber komplexerer Gitarrenstrukturen. Diese scheinen zum Teil aus Ideen der "Zabriskie Point" Sessions zu entstammen. Nick Mason's Perkussionen erinnern an sein Spiel in "If".
"A Pillow of Winds" ist aber auch eine jener wundervoll gelungenen Waters-Gilmour Kollaborationen, die im Gesamtkatalog dieser Band eher selten sind, aber stets Meisterwerke hervorbrachten (man denke nur an "Wish you were here" oder "Comfortably numb"). Eingespielt wurde es in der klassischen Vierer-Besetzung. "Meddle" ist das letzte Album der Band, welches ohne Zusatzmusiker auskommt. Den Gesang übernahm David Gilmour.

Das Lied wurde niemals live gespielt und kam wohl auch erst gegen Ende der Aufnahmesessions dazu. Bis "Dark Side of the Moon" gab es auf jedem Studio-Album von Pink Floyd Titel, die niemals live gespielt wurden. 
Mahjong Set

"A Pillow of Winds" ist auch eine Kombination im japanischen Brettspiel "Mahjong" und da Pink Floyd kurz vor Veröffentlichung des Albums in Japan auf Tournee waren, wird davon ausgegangen, dass dies auch einen Grund für die Wahl des Songtitels haben kann. 
Der Text des Liedes widerspiegelt die meditative Atmosphäre der Musik und beschreibt einen Moment der Ruhe und Ausgeglichenheit, daher ist der Verweis auf Japan vielleicht gar nicht so zufällig... 
Das Lied folgt auf dem Album "One of these days" und wird von Windgeräuschen eingeleitet, auch dies vielleicht ein Verweis auf den Titel des Liedes.


"A pillow of winds" ist auf jeden Fall einer der versteckten Juwelen von Pink Floyd.

Weitere Veröffentlichungen: 
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Meddle CD: remastered & repackaged 1992
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

Cover mit OBI, Japanische Pressung 1971

Shine on - Box 1992

Freitag, 9. September 2016

Fearless

Autoren: Waters, Gilmour
Dauer: 6:08
First release: Meddle, 30. Oktober 1971


7" Cover "One of these days/Fearless" Italien
Fearless ist ein psychedelic Folksong vom Feinsten, der mit einem tollen Gitarrensound und Gitarrenriff daherkommt. Rhythmusgitarre übrigens von Roger Waters gespielt. Der Sound ist typisch für die damalige Floyd-Zeit, hat er doch was psychedelisches, ein paar Gitarrensounds a là Zabriskie Point und ist gleichzeitig eine radio-taugliche Komposition. Pink Floyd selbst haben den Song leider nie live gespielt, aber in den letzten Jahren wurde der Song von mehreren Neo-Folk-Bands (z.B. Gov't Mule) gecovert.
Auch hier zeigt sich wieder wie schön Waters und Gilmour harmonierten, wenn sie gemeinsam zur Feder griffen, in diesem Sinne ist Fearless die natürliche Weiterführung des Songs "A pillow of Winds" der auf dem Album vorangeht. 
Bekanntlich ist Meddle ja die Blaupause für das Erfolgsalbum The Dark Side of The Moon, und dies zeigt sich hier deutlich im hervorragenden Text von Roger Waters, der auch hier schon soziale und zwischenmenschliche Themen sowie Angst und Wahnsinn beschreibt. Der Text wirkt wie ein Dialog zwischen einem buddhistischen Lehrer und seinem Schüler, der nach Antworten sucht. 
Label B-Seite der USA Promo-Single "One of these days"

Der Song wurde als B-Seite der Single "One of these days" verwendet, die am 29. November 1971 in USA und Canada erschien. 1972 dann auch in Italien. 
Ausserdem schaffte es das Lied auf die Capitol Compilation "Works", die 1983 in USA erschien.


Interpolating "You'll Never Walk Alone":

Das wahre Kuriosum an diesem Track ist allerdings die Verwendung eines Fussball-Stadion-Gesangs im Track, der mit seinem Text "...walk on, with hope in your heart, and you'll never walk alone" beinahe wie  Ergänzung des Liedtextes von Roger Waters wirkt.
Das hier vom Liverpool Fanchor "The Kop Choir" gesungene und während eines Spiels aufgenommene Lied "You'll never walk alone" wurde von Rodgers-Hammerstein für das Musical Carousel im Jahr 1945 komponiert (es gibt auch eine Verfilmung des Musicals aus dem Jahr 1956). In den 60er Jahren wurde der Song vom Fanclub des Fussballclubs Liverpool als Hymne übernommen und wird bis heute verwendet. 
Bekannterweise waren Pink Floyd grosse Fussballfreaks und somit ist die Wahl diese durch Stereoeffekt verzerrte Aufnahme in den Song einzubauen wohl leicht gefallen.


Shine on Box Grafik 1992
Nick Mason sagte in einem Interview an Radio KPPC-FM in Pasadena am 16. Oktober 1971:

" Es ist der Fan Club von Liverpool. Wenn du was von Englischem Fussball verstehst solltest du das wissen, si nennen sich "The Kop Choir" und hören während des gesamten Spiels nicht auf zu singen. Das live mitzuerleben ist ist viel großartiger als man sich das auf einer Aufnahme vorstellen kann, da man sich einfach nicht vorstellen kann wieviel Lärm die machen! Wir können mit Sicherheit mit einem 100.000 Stimmen starken Chor nicht mithalten. Es ist unglaublich! Ein Kampf zwischen Giganten wäre leiser!"




Roger Waters spielte den Song erstmals auf seinen 5 Daten The Best of Pink Floyd - Tournee 2016 live. Diese fanden am 28., 29.09. und 01.10. in Mexico City statt, sowie 2 Daten beim Desert Rock Festival in Kalifornien am 9.10. und 16.10.2016.

Nick Mason's Saucerful of Secrets brachten den Song 2018 auch auf Tour.

Weitere Veröffentlichungen: 
1971 / 1972 Pink Floyd - One of these days / Fearless; 7" Single.

1983 Pink Floyd - Works; LP.
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Meddle CD: remastered & repackaged 1992
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

2016 Pink Floyd - Meddle LP Vinyl remaster 2016.
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (5:02)

Samstag, 2. Dezember 2023

One of these days

Autoren: Waters, Gilmour, Wright, Mason
Dauer: 5:57
First release: Meddle, 30. Oktober 1971

Nick Mason Live in Pompeii 1971

"One of these days", der Opener des 1971er Albums "Meddle", ist wohl das bekannteste Instrumental von Pink Floyd. Während der 70er und 80er war es Titelmelodie zahlreicher Fernsehsendungen und erschien auf allen Compilations (außer "A foot in the door") der Band. 

Der Sound der Bassgitarre(n) wurde - ähnlich wie Echoes - durch ein "Binson Echo-Rec" geschickt, was diesen Echo-Effekt produzierte. Ebenso spielten Waters UND Gilmour bei der Studioaufnahme Bass. Der erste Bass wird von David Gilmour gespielt, der zweite von Roger Waters. Der psychedelische Mittelteil beinhaltet die Zeilen "One of these days I'm going to cut you into little pieces", wurde verzerrt und von Nick Mason eingesprochen. Angeblich dachte die Band bei diesen bösen Zeilen an einen bekannten britischen Musikjournalisten. Hierzu gibt es auch einen lustigen Screen-Film der Delicate Sounds of Thunder Tour, der in der "The Later Years" - Box veröffentlicht wurde. Diese Textzeile wurde in frühen Live-Aufnahmen (z.B. BBC Session 1971) erst am Ende des Songs eingespielt.

Der Song wurde vor der Veröffentlichung von Meddle bereits im Oktober 1971 in Pompeii live gespielt, der Film wurde allerdings erst 1972 veröffentlicht. One of these days blieb bis 1973 im Live-Programm. Erst 1987 nahmen Pink Floyd den Song wieder in die Setlist ihrer Live-Konzerte auf. 

One of These Days wurde in einigen Ländern auch als Single veröffentlicht, wobei die B-Seite "Fearless" war. Ausserdem produzierte Ian Eames 1972 einen Kunst-Kurz-Film, bei heutigen Standards wohl ein Musikvideo, namens "French Windows", welches in Folge von Pink Floyd als Screen-Film bei Konzerten verwendet wurde und es somit auch in die "The Early Years" Box schaffte.


Ausschnitt aus "French Windows" Ian Eames

Alle drei verbleibenden Pink Floyd Mitglieder haben in den letzten Jahren auf ihren letzten Tourneen diesen Song gespielt. Ebenso haben alle drei ihre Version des Klassikers auf Ton/Bildträgern veröffentlicht. 

Weitere Veröffentlichungen: 

1972 Pink Floyd - Live at Pompeii VHS: live 04.-07. Oktober 1971 in Pompeii (I)   (6:32)
1983 Pink Floyd - A Collection of Great Dance Songs (5:49)
1983 Pink Floyd - Works (with introduction "Speak to me")
1988 Pink Floyd - Delicate Sounds of Thunder: Live 1987 (6:17)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Meddle CD: remastered & repackaged 1992
1994 Pink Floyd - High Hopes/Keep Talking 12"; Cd-single; live 17.08.94 Hanover 1994 (6:45)
1995 Pink Floyd - Pulse (only LP) live 20.10.94 London 1994 (7:03)
2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD: edit & remastered 2001 (5:15)
2003 Pink Floyd - Live at Pompeii Director's Cut DVD: live 04.-07.Oktober 1971 in Pompeii (I)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation CD1; BBC Session 30.09.1971 (7:19)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1971 Reverberation DVD/BR; french windows animated film (4:17)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation CD2; Stereo-Mix 2016; Live in Pompeii 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1972 Obfuscation DVD/BR; 5.1 Mix 2016; Live in Pompeii 
2016 David Gilmour - Live in Pompeii. live 2016 Arena di Pompeii (6:32)
2018 Roger Waters - Us + Them. live 2018 (5:28)
2019 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse. Live 2016 (5:57)
2019 Pink Floyd - The Later Years Box Set: DSOT Remix; PULSE Remix; B-Side Version live Hanover 1994, Screenfilm 1987. (DSOT and PULSE have later had a standalone release)


Dienstag, 31. März 2020

Madmoiselle Nobs

Autor: Waters, Wright, Mason, Gilmour
Dauer: 1:50
First release: Live at Pompeii, 1972


Kinoplakat 1972



Bei "Madmoiselle Nobs" handelt es sich um den einzigen unveröffentlichten Track (vom "Intro-Song" mal abgesehen) vom Anti-Live-Konzert Film "Pink Floyd Live at Pompeii".
Bekannterweise filmte die Band mit Regisseur Adrian Maben den Film im römischen Amphitheater von Pompeii im Oktober 1971 zwischen verschiedenen Tourdaten. Ursprünglich wollten Pink Floyd ihr klassisches Live-Programm spielen, aber Adrian Maben wollte unbedingt auch neue Tracks dabei haben. 
Das Album "Meddle" war damals noch nicht erschienen und deshalb entschied sich die Band Echoes, sowie One of these Days zu performen. 





Bei der Überarbeitung des Filmmaterials in Paris im folgenden Dezember (oder Januar), wobei die Band einige Aufnahmen im Studio nachholten, entschieden sie sich spontan auch den Low-Fi-Blues "Madmoiselle Nobs" einzuspielen. Dabei handelte es sich eigentlich um eine Überarbeitung des Songs "Seamus" vom Album Meddle. Der Song ist besonders von historischem Wert, da Pink Floyd hier recht innovativ einen "Hund" singen ließen. 
Während "Seamus" noch mit einem simplen Text versehen war, handelte es sich bei "Madmoiselle Nobs" um ein Instrumental mit Mundharmonika und eben... Hund.


Madmoiselle Nobs on the Mic!

Die beiden Songs nennen sich jeweils nach dem Namen des Hundes, der bei der Aufnahme singt.
Während "Seamus" der Hund von Gilmour's Freund Steve Marriot (Small Faces) war, ist Madmoiselle Nobs  der Hund von Madonna Bouglione einer Bekannten von Adrian Maben.
Kurioserweise spielt Roger Waters hier die Gitarre, Gilmour die Mundharmonika und Wright "spielt" den Hund. Mason ist bei der Aufnahme nicht dabei.

Weitere Veröffentlichungen von "Live at Pompeii" gab es:
1974 - VHS-Veröffentlichung mit zusätzlichem Studiomaterial der Aufnahmen zu TDSOTM.
2002 - DVD-Veröffentlichung "Director's Cut" mit überarbeitetem Filmmaterial 
2016 - 5.1 und 2016 Remix im Rahmen der "The Early Years" Box, allerdings wurde hier Madmoiselle Nobs ausgelassen!







Montag, 15. September 2014

Black Graham

Autor: Gilmour, Paterson, Youth, Mello
Dauer: 3:02
First release: The Orb feat. David Gilmour - Metallic Spheres, 08. Oktober 2010


Albumcover 2010

Black Graham ist ein Song des Ambient-Albums "Metallic Spheres", welches von The Orb gemeinsam mit David Gilmour im Jahr 2009 eingespielt wurde. 
Gilmour bei den Aufnahmen zu "Metallic Spheres" 
Die Zusammenarbeit zu dem Album entstand durch das Internet-Projekt "Chicago (Change the World)" bei welchem Gilmour gemeinsam mit Bob Geldof, Chrissie Hynde und Paterson & Youth den gleichnamigen Crosby-Stills-Nash Song coverten um die Einnahmen für den Schutz von Gary McKinnon (von den USA gesuchten Internet-Hacker)  zu spenden. Der Song wurde als Online-Single veröffentlicht, während Gilmour, Paterson und Youth sich so gut verstanden, dass sie entschieden ein komplettes Album aufzunehmen. Auf dem Album befindet sich lediglich die Dub-Version des Songs, während der Rest ein instrumentales Ambient-Album ist (.... das kommende PF-Album The Endless River wird übrigens von Paterson und Youth mitproduziert).


Youth & Alex Paterson, alias "The Orb"
Das Album selbst besteht aus 2 Hauptracks (Metallic Side und Spheres Side), die wiederum in jeweils 5 Untersektionen aufgeteilt sind. 
Black Graham (ob der Name mit Graham Nash zu tun hat ist nicht bekannt) ist Teil der ersten "Seite" des Albums und hebt sich gleich ziemlich vom Rest des Albums ab, da der Track vom Gitarrensound her stark an "A pillow of winds" oder "Fearless" vom Album Meddle erinnert. Es handelt sich um einen Blues-Folk-Stomp. Laut Album-Credits wird die Akustikgitarre aber kurioserweise von Marcia Mello und nicht Gilmour gespielt, die den Song auch mitgeschrieben hat. Diese scheint laut spärlichen Internetinformationen eine Straßenmusikerin zu sein, welche in letzter Zeit etwas Aufmerksamkeit erfahren hat. Hier der "Drunken Barrelhouse Blues" performed by Marcia Mello als Taster:



Samstag, 3. Juni 2017

The Hard Way

Autor: Waters, Mason, Wright, Gilmour
Dauer: 3:10
First release:DSOTM Immersion Box Set 2011 


Phantasie-Cover eines Bootlegs zu den "Household Objects" Sessions
Pink Floyd goes Einstürzende Neubauten. Bereits nach den Aufnahmen zum Album Meddle 1971 geisterte durch die Pink Floyd Gemeinde die Idee ein Album, welches nur aus von Haushaltsobjekten produzierten Tönen bestünde, aufzunehmen. Das Projekt nannte sich "Houshold Objects" und laut Mason verbrachten die Bandmitglieder Monate darin ein Gummiband wie einen Bass klingen zu lassen, etc. was derselbe heute absurd findet, da man ja gleich eine Bassgitarre dafür hernehmen hätte können...
Bereits auf dem Debutalbum "The Piper at the Gates of Dawn" von Pink Floyd kamen Musique Concrete Elemente zum Einsatz (z.B. Pow R Toc H), und waren seit jeher Bestandteil deren Musik. Die künstlerisch/intellektuelle Generation der Nachkriegszeit von Cambridge war stark von Stockhausen und Cage beeinflusst und dies spiegelte sich in deren künstlerischem Ausdruck wieder. 
Nach einigen Monaten wurde das Projekt dennoch abgebrochen und nur einige wenige Überbleibsel wurden später in den folgenden Alben verwendet, wie zum Beispiel die Münzen in Money oder der Herzschlag auf dem gesamten Dark Side Of The Moon Album. 
Als eigenständige Tracks wurden jedoch nur The Hard Way und Wine Glasses (welches später im Intro von Shine on you Crazy Diamond verwendet wurde) veröffentlicht.
Dies geschah erst im Rahmen der Why Pink Floyd Kampagne 2011. Beide Tracks wurden lediglich in den Immersion-Boxen von DSOTM und Wish You Were Here veröffentlicht.


Innencover Immersion Box
Immersion Box 2011


The Hard Way ist somit ein Instrumental, das auf Schritten basiert. Hinzu kommt ein Gummiband, das als Bass fungiert.Im "Refrain" kommt ein glockenartiges "Instrument" hinzu und ein Effekt, der auch aus den Wine Glases stammen könnte. Ein nettes Studioouttake, das musikalisch aber eher untypisch für Pink Floyd ist und eher in die Alan Parsons Project Discographie passen würde, der den Track 1972 eigentlich produziert haben müsste.
Als Autoren werden alle 4 Bandmitglieder aufgeführt. 


Es sind keine weitere Aufnahmen bekannt.