Freitag, 23. April 2021

The most beautiful girl in the world

Autor: Waters
Dauer: 6:09
First release: Is this the life we really want? LP, CD 2. Juni 2017



"The Most Beautiful Girl in the World" ist ein Track des letzten Roger Waters Solo-Albums mit dem sperrigen Titel "Is this the life we really want?". Der Song hat einige Parallelen zu "Watching TV" von "Amused to Death". In beiden Songs wird der sinnlose, von den "Mächtigen" verursachte, Tod eines Mädchens besungen.

Der Song basiert auf einer Piano-Akkordfolge. Sofort werden Erinnerungen an "The Final Cut" wach. Nigel Godrich platziert in seiner Produktionsarbeit gekonnt "Pink Floyd" - Trigger. Obwohl es sich um einen der unbekannteren Tracks auf dem Album handelt, der auch live nicht vorgetragen wurde, handelt es sich um einen sehr schönen und romantischen Song. Einige Bezüge auf ältere Pink Floyd Texte, wie z.B. "take a fresh grip on the crucible rune" (auf The Final Cut:"take a fresh grip on you bullet proof Mask"). Auch die "Ivory Towers" hatte Waters schon in "Towers of Faith" (When the wind blows) besungen.

Aber besonders Textzeilen wie 

Christopher Robin says "Alice, go home now. They're no longer changing the guard."

zeigen wie gekonnt Waters Texte schreibt. Die obige Zeile bezieht sich auf den britischen Erlass, dass die berühmte Attraktion des "changing of the guards" am Buckingham-Palace seit ca. 5 Jahren nicht mehr stattfindet. Wir leben nicht mehr im "Schlaraffenland" oder "Wunderland", will Cristopher Robin (A.A. Milne) - der Freund von "Winnie The Pooh" - Alice (im Wunderland) mitteilen. Dass die zeit der Romantik und der "fairy Tales" vorüber ist, dass in der Realität auch schöne Mädchen dem Kapitalismus zum Opfer fallen. 

Roger Waters und Lucius

In diesem Song zeigt sich Roger Waters' Stimme gegen Ende sehr brüchig, was dem Song Drama verleiht. Die Coda des Songs ist dagegen eine Erinnerung daran, dass jeder sinnlose Tod auch uns angeht:

Home
Home, I'm coming home
I'm the life that you gave
I'm the children you save
I'm the promise you made
I'm the woman you crave
So hold on
I'm coming home

Der wunderschöne Gesang von "Lucius" gegen Ende des Songs gibt dem Song eine weitere melancholische Note.
Schade, dass "The Most Beautiful Girl in the World" nie live vorgetragen wurde. Somit bleibt die Album-Version die bisher Einzige.

Samstag, 27. März 2021

Mother

Autor: Waters
Dauer: 5:34
First releaseThe Wall, 30. November 1979

"Mother" ist wohl einer der persönlichsten Songs von Roger Waters. Letzter Song auf Seite 1 des Doppelalbums "The Wall", wie bei "Comfortably Numb" teilen sich Roger Waters und David Gilmour den Gesang. 

Der Song beginnt mit einer typischen Akkordfolge von Roger Waters auf einer akustischen Gitarre. Der Protagonist "Pink" dialogiert mit seiner Mutter, es geht hier um Politik, Narzissmus, Frauen. Themen, die von Roger Waters geschickt verwoben werden und ein sehr persönliches Bild von Waters aufzeigen. Es scheint in den letzten Jahren auch ein Lieblingssong für Waters geworden zu sein. Der Song wurde wohl auf jeder Solo-Tour des "creative Genius of Pink Floyd" gespielt. Wirklich genial war die Art und Weise, wie Roger Waters es auf der 2010-2013 Solo-Tour "Roger Waters - The Wall" geschafft hat diesen Text nach 30 Jahren mit aktuellen und modernen Inhalten zu füllen. Im Original singt Gilmour also die überbehütende "Helikopter"-Mutter, die ihren Sohn mit ihrer Liebe und Obhut erdrückt.

"Mama's gonna check out all the girl friends for you, mama won't let anyone dirty get through..."

Foto von den Filmaufnahmen für "The Wall"

David Gilmour
ist es auch, der dem Stück ein knackiges E-Gitarren-Solo Dynamik verpasst. Nick Mason hat angeblich auf diesem Track die Drums nicht gespielt, sondern Jeff Porcaro. Ebenso Rick Wright ist bei der Aufnahme nicht vertreten. Die Keyboards stammen von Bob Ezrin, dem Co-Produzenten.

Der Track wurde für den Film "Alan Parker's: Pink Floyd The Wall" neu aufgenommen und komplett umarrangiert. Die Akustikgitarre wurde durch den "Heartbeat" von Pink's Mutter ersetzt, Celesta und Violine sind zu hören. Das Gitarrensolo ist aggressiver gespielt und Roger Waters lässt einen seiner famosen Schreie vom Stapel. Auch der Text hat ein paar Variationen. "Mother, am I really dying?".

Waters spielte den Song auf jeder Solo-Tour, außer der "Pros and Cons of Hitchhiking"-Tour 1984. Bei The Wall In Berlin durfte Sinead O'Connor die Vocals singen und auf der 2010-2013 "Roger Waters - The Wall" Tour sang Roger Waters im Duett mit sich selbst, Gilmour's Parts wurden vom Session-Musiker Robbie Wykoff übernommen. Auf allen anderen Tourneen übernahmen Waters' Background Sängerinnen den Gesang. 2010-2013 wurde während des Songs auch in der jeweiligen Landes-Sprache die Antwort auf die Frage "Mother, should I trust the government?" in gigantischen Lettern auf die Mauer projiziert ("no fucking way" , "auf keinen Fall", "col cazzo").

Auf der letzten "Us+them" Tournee wurde der Song als Zugabe gespielt. Roger Waters spielte den Song auch während des Lockdowns im April 2020 als neue Studioversion ein. Dies ist Teil eines Projekts namens "Encores", welches für welchen auch die Songs "Two Suns in the Sunset", "Bring the boys back home/Vera" und "The Gunners Dream" aufgenommen wurden.

2012 erschien die "Immersion Box" des Albums mit zahlreichen Demo-Aufnahmen, sowie dem Remaster des 2000 erschienenen Live-Albums "Is there anybody out there?" der The Wall Tour 1980-81



Weitere Veröffentlichungen: 
1982 Alan Parker - Pink Floyd's The Wall VHS (6:39)
1990 Roger Waters - The Wall Live in Berlin; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; VHS (6:38)

1990 Roger Waters - The Wall Live in Berlin: live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 2LP, 2CD 
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - The Wall 2CD: remastered & repackaged 1992
2000 Pink Floyd - Is there anybody out there? - The Wall Live 1980-81; live 09. August 1980/ 14. Juni 1981) (7:54)

2002 Roger Waters - In the flesh live 2CD live März-Juni 2000 USA (5:42)

2006 Roger Waters - In the Flesh live 2CD&DVD re-edition
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh)
2010 Roger Waters - The Wall Live in Berlin Special Edition; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 5.1 mix; 2CD&DVD
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall Experience Edition 3CD; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall 180gr. 2 LP Edition; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall Immersion Box Set (incl. The Wall remastered 2011; Is there anybody out there? remastered 2011 / Roger Waters Demo excerpts (0:38) & (0:08)Band Demo programme 2 (4:39); Band Demo programme 3 (4:37)
2015 Roger Waters - The Wall A soundtrack to the film 2CD, 3LP (6:54)

Freitag, 12. März 2021

Moonhead

AutorWaters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 7:16
First releaseThe Early Years: 1967-1972 Continu/ation,  2016

Die Aufnahme von "Moonhead" entstammt einer Live-Jam für BBC, mit welcher Pink Floyd 20/07/1969 die Sendung "Moonlanding Special" oder "What if it was just Green cheese?" aufnahmen.


Die Session ist typisch für ihre frühen psychedelischen Jams (Nick's Boogie; Quicksilver; A Saucerful of Secrets). Das Drum & Bass Spiel haben diesen typischen jazzigen Vibe, der wahrscheinlich durch Nick Mason's Spiel geprägt ist. Die Aufnahme ist jedoch von den Dialogen der Astronauten unterbrochen. Es scheint keine Mastertapes zu geben. Die Aufnahme stammt wohl von der Übertragung. Pink Floyd spielten live zu den direkt übertragenen Bildern vom Mond.

Nick Mason in Action

In den Besitz dieser Aufnahme gelangten nur jene glücklichen Besitzer des "The Early Years 1965-1972-Boxsets", da diese das Exklusiv-Volumen "1967-1972 Continu/ation" enthielt, welches einzeln nicht zu bekommen war/ist.

Es gibt keine weiteren offiziellen Veröffentlichungen.


Samstag, 6. Februar 2021

More Blues

AutorWaters, Wright, Gilmour, Mason
Dauer: 2:12
First releaseMore, 13. Juni 1969

Original EMI-Back-Cover 1969

More Blues ist ein Instrumental-Track für den Soundtracks des Barbet Schroeder Films "More". Pink Floyd spielten damals des Öfteren Blues-Jams während ihrer Live-Auftritte. Blues ist auch die Basis mehrerer ihrer bekannteren Stücke. Man denke nur an "Shine on you crazy diamond", "Time" oder "Have a Cigar", "Young Lust".

"More" war ja bekanntlich das erste Album ohne Syd Barrett und wird allgemein als "transitional Album" betitelt. Diese Blues-Studioversion ist irgendwie belanglos. Der Track wurde in der Mitte der B-Seite des Soundtrack-Albums platziert, welche fast ausschliesslich "Soundtrack-Instrumentals" beinhaltet. Die bekannteren Songs wie "Cymbaline", "Green is the colour" befinden sich allesamt auf Seite A. Der Blues dauert knappe 2 Minuten.


Aussergewöhnlich ist an dem Track lediglich die produktionstechnische Wahl, die Drums während des Tracks ein- und auszufaden. Das Ganze scheint ein sehr rudimentärer Versuch der Banalität einen experimentellen Touch zu geben.

2016 PFR-Back-Cover flipped
Viel interessanter hingegen die erst 2016 veröffentlichte "Alternative Version". Diese wurde in der "The Early Years: Dramatis/ation 1969"-Box veröffentlicht, auf der einige alternative Aufnahmen des Soundtracks zu finden waren. Grundsätzlich scheint es sich um dieselbe Aufnahme zu handeln (man vergleiche die E-Gitarre des Tracks; sie ist identisch), allerdings ist Nick Mason's Schlagzeugspiel ganzheitlich vorhanden, ebenso ist Rick Wright's Keyboard viel deutlicher in den Vordergrund gemixt. Das Ganze dauert auch beinahe 1,5 Minuten länger, da eine Bridge eingebaut wurde, die in der Original-Version nicht vorhanden war.

Fazit: Die Alternativ-Version hätte besser aufs Original gepasst...

Weitere Veröffentlichungen: 

1969 Barbet Schroeder's More (Luxembourg, France; 111 Minuten): film version (ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - More CD: remastered & repackaged 1995

2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

2016 Pink Floyd More LP Vinyl remaster 2016.
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box Set: 1969 Dramatis/ation; alternative version (3:49)

Freitag, 29. Januar 2021

Money

 Autor: Waters
Dauer: 6:23
First release: Dark Side of the Moon, 01. März 1973

"Money" ist der Song, der Pink Floyd vom Underground-Act zum Mainstream brachte. Es ist der Song, der Pink Floyd auf dem amerikanischen Markt den Durchbruch brachte und sie über Nacht in Superstars und Millionäre verwandelte. Dank der Entscheidung der amerikanischen Plattenfirma "Capitol" in den USA eine 7" Single des Songs zu veröffentlichen.

Money war die erste Auskoppelung von "Dark Side of the Moon".

Kurios ist, dass Roger Waters' Song, welcher den Kapitalismus anprangert und im Geld die Wurzel alles Bösen sieht, letztendlich die Band zu Millionären machte und somit selbst zu Kapitalisten. Nach diesem Durchbruch begannen die vier Floyd's Immobilien, Rennautos und Flugzeuge zu sammeln. Ein kleiner Widerspruch.

Money basierte auf einem Gitarren/Bass-Riff, den Roger Waters auf einer akustischen Gitarre spielte, da es sich um einen 7/8 Takt handelt, ist der Song trotz seines relativ flotten Rhythmus kaum tanzbar. Lediglich im Mittelteil mit Gitarrensolo wandelt sich der Takt in ein 3/4. Hier gibt Gilmour ein Trademark-Solo zum Besten. Trotzdem mauserte sich der Song zu einem Radiohit in den USA. 

Hinzu kommt der berühmte Münzen-Effekt, den Waters aufnahm, indem er in der Töpferwerkstatt seiner damaligen Ehefrau Münzen auf einem Faden auffädelte und durch einen Trichter fallen ließ. Das Ganze wurde dann durch unterschiedliche Bandlängen und minutiöser Schneide-Arbeit in den richtigen Rhythmus gebracht.


Money war die erste 7" Single von Pink Floyd seit "Point me at the sky" im Jahr 1968. Die Single wurde allerdings nicht in UK sondern in USA veröffentlicht. In den USA war bereits im Jahr zuvor "Free four" auf 7" veröffentlicht worden und führte dort zu einer größeren Bekanntheit der vier Floyds. In UK wurden bis zur Veröffentlichung der Single von "Another brick in the wall, pt. 2" 6 Jahre später keine Singles von Pink Floyd mehr veröffentlicht. 

Der Song wurde dann aufgrund Copyright-Problemen mit der amerikanischen "Capitol" von David Gilmour für die Compilation "A Collection of Great Dance Songs" im Alleingang (Ausnahme Saxophon Dick Parry) neu aufgenommen. Auch diese Version wurde 1982 wieder auf Single veröffentlicht.

Live-Versionen konnten auch bis zu 15 Minuten dauern, da der Mittelteil des Songs sich gut für Jam-Exkursionen eignete. Sehen wir uns die wichtigsten Versionen an:

1973 Original-Aufnahme

1973 Single-Version ohne Mittelteil

1974 Live at Wembley

1982 Re-Recorded Version

1988 DSOT Live Version mit "Reaggae-Jam"

1995 PULSE Live Version

2003 SACD Version

2020 DSOT REMIXED Live Version OHNE "Reggae-Jam"

Weitere Veröffentlichungen: 

1973 Pink Floyd - Money; 7" version (3:55)
1982 Pink Floyd - A Collection of Great Dance Songs, new recorded version (6:45), CD LP
1982 Pink Floyd - Money

; 12" version.
1989 Pink Floyd - Delicate Sounds of Thunder; live 23.8.88, New York; (9:52) LP CD VHS
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Dark Side of the Moon 20 anniversary edition: remastered & repackaged 1993
1995 Pink Floyd - PULSE 2CD: live 17. September 1994, Modena (8:46)
1995 & 2003 Pink Floyd - PULSE VHS&DVD: live 20. October 1994, London (8:43)
2001 Pink Floyd - Echoes The Best of Pink Floyd; edited version (6:30)
2002 Roger Waters - In the flesh live 2CD&DVD live März-Juni 2000 USA (6:11)
2003 Pink Floyd - Dark Side of the Moon 30 anniversary edition: SACD 5.1 mix & repackaged 2003 
2005 Classic Albums: The Making of "TDSOTM"
2005 Various Artists - Live 8; live July 2005 London; (6:35)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh). CD
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM Experience Edition 2CD; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM 180gr. LP Edition; remastered 2011
2011 Pink Floyd - DSOTM Immersion Box Set remastered 2011; Early Mix (6:53); Live 1974 Wembley (8:42); RW Demo (2:38) 
2011 Pink Floyd - A foot in the door CD; remastered 2011 (6:34)
2017 David Gilmour - Live in Pompeii: live 7.&8. July 2016; (8:13) 
2018 Pink Floyd - A foot in the door LP; remastered 2018
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 PULSE remixed 2019; diff. screen films.
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 DSOT remixed 2019; bluray DVD; 5.1 mix.
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019; live 15. July 1989 Venice. bluray.
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019; live 30. June 1990 Knebworth. CD Bluray.
2020 Roger Waters - Us + Them: live 18. - 23. June 2018, Amsterdam. LP, CD, Bluray. (7:23) 
2020 Pink Floyd - Delicate Sounds of Thunder Remixed; (8:18) LP CD Bluray

Samstag, 5. Dezember 2020

The moment of clarity (5:11 AM)

Autor: Waters
Dauer: 1:28
First releaseRoger Waters - The Pros and Cons of Hitch Hiking,  30. April 1984


"The moment of clarity" ist der Schluss-Song des Albums "The Pros and Cons of Hitch Hiking" von Roger Waters aus dem Jahr 1984. 

Eigentlich handelt es sich um die Coda des Songs "Every Strangers Eyes (5:06 AM)" und wie es sich mit Codas nun mal so auf sich hat, ist der Track als eigenständiger Song eigentlich nicht wirklich signifikant. Er fügt sich dennoch gut in das Konzept des Albums ein und ist für den Erzählstrang notwendig. De Facto geht es in dem Track darum, dass unser guter Roger aus seinem feuchten Traum erwacht und nun endlich einen Moment der Klarheit erfährt. Der Text zeigt Roger Waters von seiner zerbrechlichen Seite, der sich absichern muss, dass die geliebte Person wirklich neben ihm liegt und er keine Angst haben muss verlassen zu werden. Sigmund Freud hätte seine Freude an dieser neurotischen Eigentherapie gehabt. Musikalisch umrahmt der Schlusssong gemeinsam mit "Apparently they were travelling abroad"  das Album, die Akkorde sind dieselben.

Linzi Drew stand Modell für Cover und Video des Albums

Die Zeitangabe hinter den Songs (5:11AM) gibt übrigens in "Realtime" in etwa die Dauer der Songs wieder und um wieviel Uhr diese "geträumt" wurden.

Das Album wurde mit der "Bleeding Heart Band" aufgenommen, der für dieses Album und Tour niemand geringerer als Eric Clapton angehörte.

Der Song wurde damals 1984-85 im Rahmen der Pros and Cons of Hitch Hiking Tour gespielt, bei welcher das komplette Album aufgeführt wurde. Lediglich "Every Strangers Eyes" aus diesem Album schaffte es auf Compilations und weitere Live-Aufführungen.


Weitere Veröffentlichungen: 
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box

Freitag, 13. November 2020

Molly's Song

Autor: Waters
Dauer
First release: B-Side to The Tide is Turning (after live aid) 7" 1986

Single-Cover 1987

Diese Live-Version von Molly's Song ist die einzig bekannte offizielle Veröffentlichung dieses Songs. Eine reine Studioversion ist nicht bekannt.

Dieses Outtake aus den Radio KAOS-Sessions schaffte es leider nicht auf das Album, wie bereits "Get back to radio" und "Going to live in LA". Dennoch ist Molly's Song ein zentraler Song im Erzählstrang des Konzeptalbums "Radio KAOS". Molly ist Billy's und Bennies Mutter. Einige Quellen behaupten Molly sei die Ehefrau von Billy. Die Rolle der Frauenfigur im Erzählstrang von Radio KAOS ist somit sehr unklar. Diese Unklarheit einzelner Figuren in der Handlung betrifft auch Bennie und Billy, deren Rollen in unterschiedlichen Songs des Albums getauscht wurden... Bennie ist also im Gefängnis und Billy ist zu seinem Onkel nach LA gezogen (Going to live in LA). 

Letztendlich erschien Molly's Song in Live-Version als B-Seite der Single "Who needs information", der letzten Single-Auskoppelung des Radio KAOS Albums.

live on stage 1987 

Die letzte Strophe von Molly's Song ist identisch mit "Four Minutes", vorletzter Song des Radio KAOS-Albums. Somit könnte Four Minutes als "Reprise" von Molly's Song gelten. Gesungen wird Molly's Song übrigens von Clare Torry, keiner geringeren als der Chanteuse von "The Great Gig in the Sky".

Der Song wurde auf der 1987 Radio Kaos Tour vorgetragen. Es gibt keine weiteren Veröffentlichungen.