Sonntag, 6. Oktober 2019

The lost art of conversation

Autor: Wright
Dauer:  1:44
First release: The Endless River, 07. November 2014


Rick Wright @ Britannia Row Studios 1993

Ein weiterer Outtake der Pink Floyd - Sessions von 1993-94. In diesem Fall handelt es sich um ein typisches Richard Wright-Instrumental. Diese jazzige Art Klavier zu spielen charakterisierte sein Spiel eigentlich von Beginn an. Wie bereits bekannt fabrizierte Richard Wright sein zweites Solo-Album teilweise aus übrig gebliebenen Outtakes der "The Division Bell" Sessions und deshalb erinnert "The lost art of conversation" auch sehr stark an "Interlude" aus seinem 1996er Solo-Album "Broken China". Auf "The Endless River" ist der Untertitel des Songs "Side 3, part 1", da sich das Album ja bekanntlich in 4 "Suites" einteilt. Wie viele Stücke auf "The Endless River" ist auch dieses bei Weitem zu kurz geraten. Der Track geht nahtlos in "On Noodle Street" (sic!) über, wobei die beiden Stücke perfekt zueinander passen.


The Endless River Back-Cover

Während die Wright-Parts 1993 in den Britannia Row Studios aufgenommen wurden, nahm David Gillmour 2013 und 2014 seine Gitarren- und Percussionparts in den Medina, Astoria und Olympic Studios auf.

Weitere Veröffentlichungen: 
Das Album wurde als 2LP, CD, CD-DVD oder CD-BluRay Deluxe Edition 5.1 Mix, sowie zum Download angeboten
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 5.1 Mix; Ian Eames film

Freitag, 6. September 2019

Looking at map

Autoren: Gilmour, Waters, Wright, Mason
Dauer: 1:56
First release: 2016 Pink Floyd - The Early Years 1970 - Devi/ation; Zabriskie Point Remix

Film-Poster 1970

Looking at map ist eine Instrumentalversion des "Country Song" und entstammt den Zabriskie Point Sessions in Rom, welche Ende 1969 stattfanden.
Der Soundtrack zum Film "Zabriskie Point", zu welchem Pink Floyd von Regisseur Michelangelo Antonioni beauftragt wurden, beinhaltete letztendlich nur 3 Tracks, während die anderen Aufnahmen nicht im Film verwendet wurden. 
Country Song selbst wurde erst 1997 in einer expandierten Wiederveröffentlichung des Soundtracks offiziell veröffentlicht. 
Wie bei Soundtracks so üblich wurden verschiedene Versionen des Liedes auprobiert.
Looking at map ist, wie bereits "Auto Scene 2" eine dieser Versionen.


Bei dieser Version ist Rick Wright's Piano das tragende Element. Hinzu kommt eine folkige E-Gitarre von David Gilmour. Looking at map ist nicht komplett instrumental, da die Gesangsmelodie von Gilmour ohne Text gesungen wird. Ein nettes Piano-Solo im typischen Rick Wright Style ist auch zu hören.

Erst 2016 wurden die Aufnahmen dieser Sessions generalüberholt und im Rahmen der "The Early Years" Kampagne remixt und veröffentlicht.
Dabei wurde der Track auf in der Box "1965-1972 The Early Years", im Einzel-Volumen "The Early Years 1970 - Devi/ation" und in der 2-CD Compilation "1967-1972 The Early Years - Continu/ation" veröffentlicht.








Samstag, 10. August 2019

Long gone

Autor: Barrett
Dauer: 2:50
First release: Syd Barrett - The Madcap Laughs, 3. Januar 1970



Mit dünner Stimme und nur von akustischer Gitarre begleitet, beschreibt Barrett im Lied Long Gone das Gefühl des Verlustes und der Einsamkeit. Während zu Beginn noch von einer verlorenen Liebe die Rede ist, wird bald klar, dass die Einsamkeit sich wohl auf die Leute generell bezieht und Syd's Schicksal das sein muss, alleine zu bleiben und das Leben der Anderen nur von aussen zu beobachten. 
Auch hier switcht Barrett wieder zwischen der Dritten Person und der Ersten Person von Strofe zu Strofe.
Die Bridge "... and I stood very still by the window sill..." wechselt Tonart des Gesangs ca. eine Oktave höher und macht das Lied zu einem der melodiösesten auf dem Debut-Album "The Madcap Laughs" von Syd Barrett. Überflüssig zu sagen, dass es ebenso melancholisch, traurig und verstörend ist, wie der Rest des Albums. Genau darin liegt ja die Faszination dieser einzigartigen Platte.
Das Lied selbst erinnert mich manchmal an "Gone Gone Gone" vom White Album der Beatles aus der Feder von George Harrison.

Das Lied wurde am 12. Juni 1969 in den Abbey Road Studios aufgenommen. 2 Takes, wobei das Erste für das Album verwendet wurde. Produziert wurde die Session von Roger Waters und David Gilmour.
Long gone wurde nie live aufgeführt, genauso wenig wurden Demos oder alternate Takes des Songs veröffentlicht. Lediglich auf der Compilation von 2001 "Wouldn't you miss me?" wurde der Song verwendet.



Türkische Kassetten-Edition 

Weitere Veröffentlichungen: 
1974 Syd Barrett LP (incl. The Madcap Laugs und Barrett)
1992 The Madcap Laughs - Mick Rock Photo Session Box CD.
1993 Crazy Diamond - CD Box. The Madcap Laughs remastered&repackaged 1993
2001 Wouldn't you miss me? The Best of Syd Barrett CD. remastered 2001. (2:49)
2010 The Madcap Laughs. CD remastered 2010
2014 The Madcap Laughs. LP remasterered 2014

Sonntag, 28. Juli 2019

Lie for a lie

Autor: Fenn, Mason, Peryronel
Dauer: 3:11
First release: Mason+Fenn - Profiles, 29. Juli 1985

Lie for a lie ist wohl das bekannteste Lied aus Nick Mason's Solo-Karriere. Einer von zwei gesungenen Tracks des Albums "Profiles". Gemeinsam mit Rick Fenn spielte Mason 1985 dieses Album ein. An den Vocals niemand geringerer als David Gilmour, der gemeinsam mit Maggie Reilly (Moonlight Shadow / Mike Oldfield) eine sehr liebliche und poppige Gesangsmelodie von sich gibt. 
Single-Cover 1
Single-Cover 2
Der Song selbst hat einen "karibischen" Touch, was wohl am Rhythmus mit den Percussionen liegt, die hier grossteils elektronisch programmiert wurden. 

Von diesem Lied wurde sogar ein netter Video-Clip produziert, in welchem Rick Fenn, Nick Mason, David Gilmour und Maggie Reilly zu sehen sind.
Der Song wurde auch als Single ausgekoppelt. Die 12" Version wartet mit einem Extended Mix auf, der 2,5 Minuten länger ist. Der Mix hat im linken oder rechten Audio-Kanal einen jeweils anderen Rhythmus. Trotz kräftiger Unterstützung von David Gilmour und Maggie Reilly floppte auch die einzige Single-Auskoppelung des Albums. Die Produktion ist sehr 80's-lastig und somit klingt sie heute altmodisch. Der Text stammt von Danny Peyronel, welcher auch den Text zu "Israel", dem anderen Vocal-Track des Albums geschrieben hat. Der Text ist nicht wirklich einer Analyse wert. Es geht um Lügen, Wahrheit und das "Spiel" der Liebe.
Video-Ausschnitt mit D. Gilmour

Nachdem Nick Mason seit 2018 mit seiner eigenen Band "Nick Mason's Saucerful of Secrets" tourt, hat er im Herbst 2018 auch seine drei Solo-Alben remastern lassen und in der Box "Unattended Luggage" wiederveröffentlicht. 



Weitere Veröffentlichungen: 
1984 12" "Lie for a lie (feat. D. Gilmour & M. Reilly) (5:54)/ Mumbo Jumbo / And the address
1994 Mason+Fenn - Profiles CD  (Japan) 

2018 Nick Mason - Unattended Luggage, Box Set CD&LP remastered 2018

Freitag, 12. Juli 2019

Let's split

Autor: Barrett
Dauer: 2:35 (Take 1, recorded 17. Juli 1970)
First release:  Syd Barrett - Opel,  17. Oktober 1988

Wie bei Dolly Rocker (welches am selben Tag aufgenommen wurde), handelt es sich hier um die einzige Aufnahme des Songs. Auch hier hört man vor Beginn des Liedes Syd Barrett erklären, dass er derzeit noch keinen Titel habe. 
Der Song selbst besteht nur aus Stimme und akustischer Gitarre, beide von Barrett gespielt. Der Text "Let's split, I'm telling you this is it" oder "everything is down, down down.... out, out, out" folgt nicht wirklich einem Sinn. Text, wie auch Musik wirken irgendwie improvisiert/unfertig und man kann regelrecht hören, wie Syd Barrett während des Spiels Richtung wechselt... 
Tatsächlich wird der Song 2x unterbrochen, da Barrett einfach aufhört zu spielen. Gegen Ende gibt er sogar ein Pfeif-Solo zum Besten. Das Lied hört so abrupt auf wie es angefangen hat.

Obwohl bereits 1970 aufgenommen und von David Gilmour produziert, erblickte das Lied erst im Rahmen der Compilation "Opel" von 1988 das Licht der Welt.


Weitere Veröffentlichungen: 
1993 Crazy Diamond Box remastered 1993; take 1

2014 Opel; vinyl re-issue remastered 2010.

Samstag, 6. Juli 2019

Let's get metaphysical

Italienisches Harvest-Label
Autor: Gilmour
Dauer: 4:09
First release: David Gilmour - About Face, 05. März 1984

Einziges Instrumental aus David Gilmour's 2. Solo Album About Face von 1984. Grundsätzlich ist es ein Gitarrensolo mit Orchester. Die Arrangements wurden von Michael Kamen übernommen, der bereits auf The Wall und The Final Cut mitarbeitete.
Die 4 Minuten des Tracks warten mit einem tollen Solo auf, das sich in Dynamik steigert und viel Drama und Pathos in sich hat. 

















Der Track wurde auch als B-Seite auf der Single Love on the Air veröffentlicht. Diese erschien auch als "Radio Shaped Picture Disc" (siehe oben) in limitierter Auflage. 

Auf der About Face Tour war der Song fixer Bestandteil der Setlist. Danach wurde er nie wieder live performed.




Weitere Veröffentlichungen: 
1984 David Gilmour - Love on the air / Let's get metaphyiscal  7"-single. 
2006 David Gilmour - About Face CD: remastered CD 2006 (4:09)

Freitag, 21. Juni 2019

Let there be more light

Autor: Waters
Dauer: 5:29
First release: A Saucerful of Secrets, 29. Juni 1968


7" Single Tower Records 1968

Let there be more light war der erste Song auf "A Saucerful of Secrets" dem 2. Album von Pink Floyd. Es war auch das erste Album mit David Gilmour, der gemeinsam mit Rick Wright den Gesang des Liedes übernahm, welches aus Roger Waters Feder stammte.
Der Text beschäftigt sich mit Waters' Vorliebe für Science Fiction Comics (auf dem Cover des Albums kann man sogar "Dr. Strange" erkennen) und spielt mit dem "Space-Rock" Image der Band. 
Zahlreiche Verweise wie:
"Carter's father saw him there...": John Carter ist Hauptfigur in "Barsoom", ein amerikanischer Soldat, der auf den Mars versetzt wird und sich dort in die Prinzessin des "Roten Volkes" verliebt.
"... and knew the Rull revealed to him...": "The Rull" ist eine wurmähnliche Lebensform aus den Comics "The Rull Cycle" von A. E. van Vogt.
"... the living soul of Hereward The Wake":  war ein Widerstandskämpfer gegen die Normannen im 11. Jahrhundert.

Der Titel "Let there be more light" bezieht sich (laut einigen Autoren) auf die Hoffnung, dass eine Invasion von Ausserirdischen vielleicht etwas mehr Licht in unsere Gesellschaft bringen könnte. 

"Then at last the mighty ship, descending on a point of flame, made contact with the human race ad Mildenhall."
Auf für einen Verweis an "Lucy in the sky" ist Platz!


Die Band in Live-Action Surprise Partie 1968

Musikalisch gesehen beginnt Let there be more light mit einem schnellen Bassriff, dem bald Becken und Keyboards einstimmen. Das Ganze erinnert stark an die Soundtracks der amerikanischen Serien der 60er Jahre und ein bisschen an Lucifer Sam.
Nach ca. 1,5 Minuten halbiert sich der Rhythmus auf einmal und ein verträumt-psychedelischer Gesang, den sich Gilmour und Wright teilen beginnt. Der Chorus hingegen wird nur von Gilmour gesungen, da seine etwas raue Stimme wohl besser zum rockigen Refrain passt.
Im dritten Teil des Songs darf Gilmour das erste Mal zeigen, was er mit seiner E-Gitarre so drauf hat und legt ein Solo hin, das bereits die Richtung für seine späteren Meisterwerke vorgibt.

Das Lied wurde 1968 fix im Live-Set gespielt, was zahlreiche Live-Aufnahmen vom französischen Fernsehen belegen. Dabei variiert die Länge des Songs sehr stark. Besonders die Aufnahme von "Surprise Partie" zeigt einen David Gilmour, der bereits dazu tendiert seine Soli live etwas länger auszubreiten. Sämtliche Mitschnitte finden sich seit 2016 in der "The Early Years 1965-1972 Box".

2018 haben Nick Mason's Saucerful of Secrets das Lied nach 50 Jahren erstmals wieder auf die Bühne gebracht!


Weitere Veröffentlichungen: 
1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit TPATGD)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - A Saucerful of Secrets CD: remastered & repackaged 1992
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972:

BBC Radio Session 25 Juni 1968 The Early Years 1968 Germin/ation CD
2016
4:32
live „Bouton Rouge“, Paris, 20. Februar 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

playback „Samedi et compagnie“, Paris, 06.09.1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

promo video „A l’affiche do monde…“, London, 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016
1:53
live „Tous en scene“, Paris 31. Oktober 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016

live „Surprise Partie“, Paris, 01. November 1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016
6:35

2018 Pink Floyd - A Saucerful of secrets remastered 2018 LP
2019 Pink Floyd - A Saucerful of secrets Mono Edition; remastered 2018 LP
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:37)