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Montag, 5. Januar 2026

Pow R Toc H

Autor: Barrett, Waters, Wright, Mason
Dauer: 4:22
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967

Special Mono-Vinyl-Edition RSD 2018

Pow R Toc H
ist eines von zwei Instrumentals auf dem DebutAlbum "The Piper at the Gates of Dawn". Das andere ist "Interstellar Overdrive".

Pow R Toc H ist relativ unbekannt, eher untypisch für den Pink Floyd Output. Einerseits erinnert das Stück eher an eine Jazz-Improvisation, andererseits gibt es sehr experimentelle und advanguardistische Momente in dem Lied. Um genau zu sein ist es eigentlich kein Instrumental, da die Bandmitglieder Tierlaute nachahmen. Besonders zu Beginn des Songs dominieren die Vocals. Hier hören wir auch bereits zum ersten Mal Roger Waters' typischen Vocal-Screams, die er im Laufe der Floyd-Geschichte immer wieder einsetzt. 

Später gesellt sich zu den Vocals ein Klavier und Nick Masons Drums. Sowie ein monotoner Basslauf. Das Klavier ist typisch für Rick Wright in den ersten Jahren (siehe "Paint Box") und gibt dem Ganzen einen jazzigen Vibe. Der Track hat eine Bridge, bei der auch akustische Gitarre zu hören ist und die Vocals wieder zum Einsatz kommen. Gefolgt von Barrettianischem Gitarren-Feedback und Wright'scher Orgel. Der Basslauf der zweiten Hälfte wurde von Roger Waters später in "Unknown Song" und "Atom Heart Mother" wieder verwendet. 

Das Stück wurde auch bei der berühmten Folge von "Look of the week" mit Hans Keller (Interview mit Waters und Barrett) gemeinsam mit Astronomy Domine gespielt. Es war fester Bestandteil der Setlist von 1967 und konnte auch bis zu 12 Minuten dauern, wie die Aufnahme von Stockholm 1967 auf "The Early Years 1965-1967" belegt. Hier spielt Rick Wright nicht Piano, sondern Keyboards. 

Bandfoto 1967

Auch eine Aufnahme der BBC-Radio Session vom 20. Dezember 1967 ist in der Box vertreten. 1969 wurde es letztendlich im Rahmen der "The Man / The Journey" Konzerte unter dem Namen "The Pink Jungle" aufgeführt. Diese Version spart die Klavierakkorde von Rick Wright allerdings aus und ist rockiger, gitarrenlastiger und psychedelischer gehalten.

Weitere Veröffentlichungen:

1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)
1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono  
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007

2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box-Set:
live 10 September 1967, Stockholm (S)The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation CD2
2016
11:56
BBC RadioSession 20. Dezember 1967The Early Years 1965-1972 Continu/ation20162:45
The Man & The Journey Live Ambsterdam 1969The Early Years 1969 Dramatis/ation DVD/BR
2016
4:56

2016 Pink Floyd - The Early Years Continu/ation 1967-1972; Live 9.08.1969 Paradiso Amsterdam
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Mono Vinyl Edition RSD.

Samstag, 12. April 2025

The Piper's Call

AutorenMusik: Gilmour; Text: Samson
Dauer: 5:15
First releaseDavid Gilmour - Luck and Strange, 09. September 2024

Die erste Single-Auskoppelung des bisher letzten David Gilmour Soloalbums von 2024 stellte schon gleich klar, dass das neue Werk Gilmour's anders ist und klingt, als "Rattle That Lock" aus dem Jahr 2015.

In den 9 Jahren dazwischen, hatte Gilmour lediglich die Single "Yes, I have ghosts" mit Romany Gilmour veröffentlicht. "The Piper's Call" erinnert zu Beginn auch an dieses nette akustische Kleinod, entwickelt sich im Laufe des Songs aber zu einem tollen rockigen Song, bei dem Gilmour seine rockigere Seite rausholt und einen grungigen Gitarrensound präsentiert. Steve Gadd an den Drums trägt seinen Teil dazu bei. Romany Gilmour liefert hier Backing Vocals und spielt Harfe. Der Text stammt wie beinahe alle vom neuen Album von Polly Samson und auch hier ist ein Sprung in Qualität der Lyrics bemerkbar, die zumindest teilweise von dieser "Rosamunde Pilcher - Romantik" verschont bleiben, die Samson's Texte auf Rattle That Lock oder On an Island ausmachte.

Der Song ist mit Sicherheit ein Highlight des Albums "Luck and Strange". Neben "Dark and Velvet Nights" ist es das einzige etwas flottere Lied auf dem Album, das ansonsten sehr gediegen wirkt.

Die "Innovation" des jungen Produzenten Charlie Watts hält sich m.M.n. in Grenzen.

Es gibt ein offizielles Studio-Video und ein tolles Live-Video von "The Piper's Call", welches an verschiedenen Live-Locations aufgenommen wurde und online veröffentlicht wurde. Wohl ein Vorbote für das Live-Album, das Gilmour grade abmischt. Syd's "Piper at the gates of dawn" hat mit diesem hier nichts zu tun. 


Weitere Veröffentlichungen: 

2024 - The Piper's Call Live Around The World (online-Video) (5:03)

2025 - Live at Circus Maximus, Bluray

2025 - The Luck and Strange Concerts, 2CD 4LP (4:53)

Sonntag, 17. März 2024

Paint Box

Autor: Wright
Dauer: 3:27
First release:  7" single Apples and Oranges / Paint Box,  18. November 1967



Paint Box war die B-Seite der 3. Pink Floyd-Single "Apples and Oranges", die kommerziell ein Flop war. Syd Barrett war zu jener Zeit bereits psychisch angeschlagen, weshalb wohl Richard Wright, der einzige wahre Musiker der Band, gebeten wurde einen Song zu schreiben.

Dieser versuchte einerseits Syd Barrett's Naivität in der Komposition unterzubringen, andererseits ein poppiges Musikstück zu schreiben. Das Ergebnis ist eigentlich gar nicht mal so schlecht. Trotzdem wurde der Song eigentlich lediglich auf Relics 1971 nochmal veröffentlicht. Ausserdem auf den Compilations "The Best of Pink Floyd" aus Holland von 1971 und der italienischen "Masters of Rock" von 1974. Erst in den 90ern, als die Aufarbeitung des Back-Katalogs der Band begann und in der 2017 "The Early Years" Box bekam der Song mehr Zuwendung und wurde remastered, bzw. remixed.

Textlich geht es um Richard Wright's Lieblingsthema aus jener Zeit: Backstage-Erfahrungen und Groupies. Auch in "Summer of '68" von 1970 (Atom Heart Mother) und "Stay" von 1972 (Obscured by clouds) singt Rick Wright von "Too much drinks" und One Night Stands. 

"Last night I had too much to drink
Sitting in a club with so many fools
Playing to rules
Trying to impress but feeling rather empty

I had another drink"

Rick Wright geht seit Beginn der Karriere kritisch mit diesem Aspekt des Stardoms um.

Obwohl das Lied live nie vorgetragen wurde und auch kaum wiederveröffentlicht wurde, gibt es doch erstaunlich viele verschiedene Mixe und Laufzeiten. Einige Versionen haben eine längere Instrumental-Coda, besonders jene Versionen welche nach 2007 veröffentlicht wurden.

Es gibt zahlreiche Single-Veröffentlichungen aus verschiedenen Ländern.




Weitere Veröffentlichungen:

1971 Relics LP (3:33)
1974 Masters of Rock LP (stereo) (3:27)
1992 A CD full of Secrets (mono) (3:28)
1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box (mono) (3:48)
1997 The first three Singles CD (mono) (3:45)
2007 The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition (mono + stereo) (3:45)
2016 Early Years Box Set Versions:


remastered 2016 mono version
The Early Years 1967-1972 Crea/tion (3:48)

playback „Discorama“ 26.05.1968 Paris, F
The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR (3:40)

remastered 2016 mono version
The Early Years Box; Bonus 45“ Apples & Oranges / Paintbox (3:48)


Freitag, 19. Juni 2020

Matilda Mother

Autor: Barrett
Dauer: 3:21
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967  



Matilda Mother ist eine der Pop-Perlen des Pink Floyd Debuts "The Piper at the Gates of Dawn" und vereint genial Barrett's Kinderlied-Poesie (im ursprünglichen Text sogar mit Originalpassagen aus einem Werk von Hillaire Belloc) mit den psychedelischen Elementen, die ihre frühen Live-Auftritte ausmachten. Auch der Album-Titel "The Piper at the Gates of Dawn" ist einem Kapitel von "The Wind in the Willows" entommen.

Die Verwaltungsgesellschaft des Erbes des famosen Schriftstellers Belloc jedoch verhinderte, dass Pink Floyd den originalen Text in ihrer Musik verwenden durften. Deshalb textete Syd Barrett das Lied stellenweise um.
Die originale Version, nun also "alternative" Version betitelt, erblickte erstmals 2007 auf der 40th anniversary Edition des Debut-Albums das Licht. 
2010 erschien diese Version dann um fast eine Minute länger auf der Compilation "An Introduction to Syd Barrett". Diese Minute enthielt ein psychedelisches Jam am Ende des Songs. Im Rahmen der "The Early Years Box" 2016, wurde derselbe 2010-Mix, neben 2 Live-Versionen, wieder veröffentlicht.
 Den Gesang teilensich Autor Syd Barrett und Rick Wright. Das Lied erzählt von einem Jungen, der sich von seiner Mutter Kindermärchen erzählen lässt um die Dunkelheit zu vertreiben. Das Lied strotzt nur so vor Emotionen und nostalgischen Kindheitserinnerungen und hat eigentlich einen sehr traurigen Nachgeschmack...
Matilda Mother wurde übrigens immer ohne "H" geschrieben, ausser auf der Veröffentlichung "Masters of Rock" von 1974, wo der Song als "Mathilda Mother" betitelt wird.


Weitere Veröffentlichungen: 
1971 Pink Floyd - The Best of Pink Floyd LP.
1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)
1974 PinkFloyd- Masters of Rock LP.
1992 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994
1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono 
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica(TPATGOD); remastered 2007
2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered 2007; alternative version (3:09)
2010 Syd Barrett - An introduction to Syd Barrett; remastered 2010; alternative version (3:59).
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972; 1965-1967 Cambridge Station alternative version 
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972; 1965-1967 Cambridge Station; live 10.09.1967, Stockholm (5:34)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972; 1965-1967 Cambridge Station; live 24.09.1967, BBC Radio Session (3:20)
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972; 1967-1972 Crea/tion; alternative version 

Samstag, 28. Dezember 2019

Lucifer Sam

Autor: Barrett
Dauer: 3:03
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967


Lucifer Sam ist eine Katze. Eine Siamesische Katze. Syd Barrett meint sie solle doch bitte ihr Glück als Schiffskatze versuchen. Hip sollte sie auch noch sein.
Die Katze ist nämlich immer an seiner rechten Seite. An seiner Linken hingegen sitzt die Hexe Jennifer Gentle (angeblich eine Anspielung auf seine damalige Freundin Jenny Spires).

Das ist in etwa der textliche Inhalt des zweiten Songs auf dem Pink Floyd Debut-Album The Piper at the Gates of Dawn. Ursprünglich hiess der Song "Percy The Ratcatcher" und war eigentlich auch als Soundtrack für ein nicht näher definiertes Filmprojekt gedacht.
Ein Animationsfilm von 2016 von Steve Bobinski im 60er Jahre Comic-Style zum Barrett Song,  trägt den Untertitel "Percy The Ratcatcher".

Syd and Lucifer

Musikalisch hingegen bewegt sich der Song in Richtung 60er-Jahre Film-Themes, alá "Batman" oder "James Bond". Lucifer Sam ist ein sträflich vernachlässigtes Meisterwerk der frühen Pink Floyd, das durchaus Hitpotential gehabt hätte, wäre es als Single veröffentlicht worden. Lucifer Sam ist tanzbar, hip, mystisch, lustig, anspruchsvoll....
Obwohl es mehr als 15 verschiedene Cover-Versionen des Songs gibt, hat der Song es auf keine einzige Compilation geschafft. 
Die Mono-Version des Songs dauert etwa 5 Sekunden länger.

Nick Mason's Saucerful of Secrets haben das Lied fix in ihr Live-Programm aufgenommen und 2020 auf "Live at the Roundhouse" veröffentlicht.
 
Weitere Veröffentlichungen:
1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)

1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono (3:09)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007
2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Vinyl Mono Edition
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:12)

Dienstag, 24. Dezember 2019

Love you

Autor: Barrett
Dauer: 2:30
First releaseSyd Barrett - The Madcap Laughs, 3. Januar 1970


Im Vergleich zum gediegenen "Love Song" ist dieses nervöse und schnelle Liebeslied eher manisch. Das Vaudeville-Piano fördert den "Tom & Jerry"-Zeichentrickfilm-Soundtrack Effekt.
Das Lied ist eine Liebeserklärung von Syd Barrett an eine uns unbekannte Frau. Der Song gibt auch seinem Debut-Album diese infantil-naive Note, welche auch Pink Floyd's The Piper at the Gates of Dawn charakterisierte.

Insgesamt wurden am 11. April 1969 vier Takes des Songs von Producer Malcolm Jones aufgenommen. Take 3 war unvollständig. Take 2 angeblich eine viel langsamere Version. Take 4 hingegen wurde als Basis für die Album-Version  verwendet. So ähnlich wie später beim Album "Barrett" wurden hier die Rohversionen einfach zu einem späteren Zeitpunkt mit Overdubs versehen, somit erklärt sich auch die Piano-Coda, die auch bei diesem Lied im Fade-Out zu hören ist.
Am 25. April 1969 produzierte Syd Barrett höchstpersönlich die Overdubs für dieses Take. Es ist die einzige Gelegenheit seiner gesamten Solo-Karriere, bei der Barrett selbst an den Reglern sitzt. Es ist auch Syd Barrett, der die Mitglieder von The Soft Machine bittet als Studio-Musiker die Overdubs einzuspielen. Am selben Tag spielen diese auch "No good trying" und "Clowns and Jugglers" für Syd ein.
1993 wurde Takes 1 und 3 als Bonustracks veröffentlicht. Beide bestehen lediglich aus Gitarre und Stimme von Syd Barrett.

Der Song schaffte es im 2010 Remix sogar auf das Best Of Album "An Introduction to Syd Barrett".


Weitere Veröffentlichungen:
1974 Syd Barrett LP (incl. The Madcap Laugs und Barrett)
1992 The Madcap Laughs - Mick Rock Photo Session Box CD.
1993 Crazy Diamond - CD Box. The Madcap Laughs remastered & repackaged 1993. Take 1 (2:29); Take 3 (2:11)
2010 Syd Barrett - The Madcap Laughs Vinyl Remaster 2010
2010 An Introduction to Syd Barrett (2:26)

Samstag, 19. Januar 2019

Julia Dream

Autor: Waters
Dauer: 2:28
First release: 7" Single Pink Floyd - "It Would Be So Nice/Julia Dream", 13. April 1968

Die B-Seite der 45er "It would be so nice/Julia Dream" war eine Waters-Komposition. Der dritte Song, den er für Pink Floyd schrieb und aufnahm.
Der allererste Song war der in der 1965er Session aufgenommene Track "Walk with me Sydney", der erstmals 2015 auf der EP "Their First Recordings 1965" erschien. 
Der zweite Song war auf dem Debut-Album von Pink Floyd "The Piper at the Gates of Dawn" zu finden und hiess "Take up thy stethoscope and walk".

Julia Dream war ausserdem der erste Pink Floyd Song, auf dem David Gilmour den Gesang übernahm. Die Aufnahme fand am 12. und 13. Februar in den EMI Studios in London statt. Der Arbeitstitel war "Doreen's Dream". Der Song zeigt bereits die folkige Richtung, die Waters in den kommenden Jahren (siehe "Grantchester Meadows, Green is the colour"...) einschlagen wird.
Auch die Themen, mit denen er sich beschäftigt sind auch in späteren Pink Floyd Werken zu finden.
Obwohl Roger Waters bis zu einem gewissen Punkt versucht sich an Syd Barrett's Songwriting anzulehnen, finden sich Themen im Text Parallelen zu Thematiken, die Waters immer wieder im Laufe seiner Karriere aufgreifen wird. 
Themen wie Alptraum (siehe "Cymbaline"), Paranoia (siehe Dark Side of the Moon oder The Wall), aber auch die Angst vor dem Sterben ("Mother").  

Relics 1996 CD-Cover

So heisst es z.B. in Julia Dream: Will the following footsteps catch me? Am I really dying?
und in Mother, aber nur der Filmversion von 1983:  Mother, Am I really dying?

Von diesem Song existieren 2 verschiedene Versionen. Die Version in Mono ist ca. 10 Sekunden kürzer als jene in Stereo. Die Stereoversion beinhaltet im Mix zusätzliche Vokalisationen von Roger Waters (eher Laute wie er sich auch in Pow R Toc H verwendete), sowie ein Paar Licks auf der Slidegitarre. Die Stereoversion wurden auf den Samplern "The Best of Pink Floyd" und "Masters of Rock" veröffentlicht. Die mono-Version hingegen auf den Samplern "Relics" und "The Early Singles" (im Shine On Box Set 1992). 

Der Song wurde lediglich einmal live vorgetragen und zwar bei einer BBC Radio Session am 25. Juni 1968.

Einer der wenigen Fälle, bei welchen die B-Seite einer Single besser ist als deren A-Seite.  Vielleicht der Song wurde aus diesem Grund 1970 in Asien als 45er Single "Julia Dream/Fat old sun" veröffentlicht.


Weitere Veröffentlichungen: 
1970 The Best of Pink Floyd LP

1971 Relics LP
1974 Masters of Rock LP  (stereo version) (2:34)
1992 "A CD full of secrets" (radio promo sampler)

1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box

1996 Pink Floyd - Relics Remastered CD.
2016 Pink Floyd The Early Years 1967-1972 Box Set:
remastered 2016 (2:34)The Early Years 1968 Germination CD
BBC Radio Session 25. Juni 1968 (2:50)The Early Years 1968 Germination CD 
remastered 2016 The Early Years Box Set 1965-1972 Bonus 45" It would be so nice/Julia Dream 

2017 Pink Floyd - Relics; LP remastered 2017

Sonntag, 12. August 2018

Interstellar Overdrive

Autor: Barrett, Waters, Wright, Mason
Dauer: 9:41
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967

Cover der RSD-Single 2018

Interstellar Overdrive ist wohl DER Pink Floyd Track der frühen Ära. Es ist der Song, den sie zuallererst aufnahmen, der Song, der bei jedem frühen Live-Konzert der Höhepunkt war, jener Song, der ihre ersten Manager (Jenner/King) auf sie aufmerksam machte. Der Song der ihnen das Prädikat "Space-Rock" verlieh.
Es war aber auch ein musikalisch gewagtes und revolutionäres psychedelisches Stück Performance-Art. 
Angeblich blubberten die psychedelischen Bilder von Peter Wynn-Wilson während der Konzerte nicht im Rhythmus der Gitarren-Riffs, sondern es war Syd Barrett, der versuchte mit seiner Gitarre die Farb-Konstellationen live zu vertonen. (A Very Irregular Head....).

Der Song beginnt mit einem markanten Gitarrenriff um dann im Mittelteil zu einer
advanguardistischen Free-Form-Improvisation zu werden, die dann gegen Ende wieder in den Ausgangsriff zurückkehren.Angeblich entstand der Gitarrenriff daraus, dass Peter Jenner (Manager) eine Melodie summte, die Syd Barrett auf der Gitarre nachzuspielen versuchte. Angeblich war die Melodie jene von "My little red book" der Band "Love". 

Plattencover des Debut-Albums 1967

Aufnahmen:
Die offizielle Studioaufnahme im Bandkatalog war ein Kompromiss zwischen Produzenten Norman Smith und der Band. Tatsächlich ist die Dauer von 9:41 auf The Piper at the Gates of Dawn wohl eine "verkürzte Version" des Instrumentaltracks. Live erreichte dieser auch die 20 Minuten Marke. Mono und Stereo Aufnahme unterscheiden sich etwas im Mix.
Doch bereits 1966 nahmen Pink Floyd den Song für einen Kunstfilm von Anthony Stern (ein Freund Syd Barretts) namens "San Francisco" (veröffentlicht 1968) auf. Diese Aufnahme ist ziemlich unterschiedlich zur LP-Version, ist in Mono und dauert 14:56 Minuten. Genau genommen enstand diese Demo am 30. Oktober 1966 in Thompsons Home Recording Studio. Die offizielle Version dieser Aufnahme wurde erst im Jahr 2017 im Rahmen des Record Store Day auf einer einseitig abspielbaren EP veröffentlicht! Also ganze 51 Jahre später!
Anthony Stern war seinerseits Schüler von Regisseur Peter Whitehead, der Dank diesem auf Pink Floyd aufmerksam wurde. Somit engagierte er ebenfalls die Band um den Song für seinen Film "Tonite Let's All Make Love in London" aufzunehmen. Diese Version entstand im Januar 1967. Sie dauert 16:46 Minuten und ist die längste offiziell veröffentlichte Aufnahme von Interstellar Overdrive. Auf dem originalen Soundtrack wurden aber nur 3 Ausschnitte des Tracks verwendet. Erst 1990 veröffentlichte "See for Miles Records" die Mini-CD "Tonite let's all make love in London... plus!". Auf diesem erst wurde die komplette Version publiziert, gemeinsam mit "Nick's Boogie", einer weiteren Improvisation der Band, die während der Aufnahmen entstand. 1994 folgte dann die Pink Floyd VHS "London 66-67", die seither unzählige Male und mit unterschiedlichen Covern auf CD, LP, Picture Disc, etc. veröffentlicht wurde. Die Filmaufnahmen zeigen die Band mit Syd Barrett während der Studiosessions und einigen Live-Auftritten, bzw. Film-Ausschnitten des Films. 

Liveauftritt mit Frank Zappa 1969
Bis 1970 war Interstellar Overdrive fixer Bestandteil der Live-Sets von Pink Floyd. Angeblich wurde der Song auch für das Live Album von Umma Gumma 1969 aufgenommen, aber nicht veröffentlicht. Dafür erschien auf der "The Early Years 1965-1972 Box" erstmals das Video des Live-Auftritts mit Frank Zappa am 25.10.1969 beim Festival Actuel in Belgien. Erst 2018 hat Nick Mason mit seinen Nick Mason's Saucerful of Secrets den Song wieder live performed!

  Weitere Veröffentlichungen:

1971 Pink Floyd - Relics. LP


1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)
1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1990 Pink Floyd - Tonite let's all make love in London...plus! Mini-CD (16:46)
1994 Pink Floyd - London 66-67 VHS
1996 Pink Floyd - Relics Remastered CD.
1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono  
2005 Pink Floyd - London 66-67 DVD
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007
2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered 2007
2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; French Edit (5:16) & Take 6 (5:04)
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box-Set:
live 10 September 1967, Stockholm (S) The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation CD2
2016
8:57
Scene-Underground; UFO Club, London, 27.01.1967 The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation DVD/BR
2016
4:15
Das Universum des Ichs; Roundhouse, London, 1967 The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation DVD/BR
2016
9:33
BBC Radio Session 2 December 1968 The Early Years 1968 Germin/ation CD
2016
9:37
live Pop `68, Rom, Italien, 06.05.1968 The Early Years 1968 Germin/ation DVD/BR
2016
6:59
live 9 August 1969 Paradiso Amsterdam The Early Years 1969 Dramatis/ation CD1
2016
4:20
feat. Frank Zappa; live 25. Oktober 1969, Festival Actuel, Amougies, Belgium  The Early Years 1969 Dramatis/ation DVD/BR
2016
11:26

2016 Pink Floyd - The Early Years Continu/ation 1967-1972; Live 9.08.1969 Paradiso Amsterdam
2017 Pink Floyd - Relics; remastered 2017
2017 Pink Floyd - Interstellar Overdrive 12" Single RSD.
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Mono Vinyl Edition RSD.
2020 Nick Mason's A Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2019 CD, LP, Bluray.(5:49)