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Samstag, 29. Oktober 2016

Flickering Flame

Autor: Waters
Dauer: 6:45
First release: Roger Waters: Flickering Flame - The Solo Years, Vol. 1,   13. Mai 2002




Flickering Flame war einer der 2 Songs, die Roger Waters auf seiner Tour 1999 in USA live vorstellte. Der andere war Each Small Candle. Waters spielte die Songs jeweils abwechselnd als Zugabe. Während Each Small Candle auf dem Live-Album "In the Flesh" landete, wurde von Flickering Flame bis heute lediglich eine Studio-Demo-Version auf Flickering Flame - The Solo Years, Vol. 1 veröffentlicht. Genaue Songbezeichnung auf dem Album ist Flickering Flame (new demo). Gleichzeitig gab der Song dem Sampler auch den Album-Titel. Der Sampler wurde lediglich in asiatischen Ländern und Australien veröffentlicht, nicht aber in der USA oder UK. Erst 2007 gab es eine weltweite Wiederveröffentlichung. Ein weiteres Absatzproblem des Samplers war, dass er den Satz "will not play on PC/MAC" auf dem Cover trug, und somit eine Abspielen nur auf normalen CD-Playern möglich machte.... und das zu einer Zeit, wo mp3-files bereits im Umlauf waren.

Der Song wurde von Roger Waters (Gitarre und Vocals), Jon Carin (Keyboards) und Doyle Bramhall II (dem damaligen Tour-Gitarristen) eingespielt und von Roger Waters/Nick Griffiths produziert.

Musikalisch ist das Lied sehr simpel in der Tradition der Singer-Songwriter Kultur gehalten.  Ein schönes Slide-Guitar-Solo ist zu hören. 
Der Text scheint sehr persönlich zu sein. Waters erzählt uns von seinen Gedanken, was ihn glücklich macht, was ihn frei macht. Er erinnert sich an seine verstorbenen Freunde und bekräftigt noch einmal, für diejenigen, die es noch nicht wissen, dass er - wie bereits die Indianerhäuptlinge - der letzte sein wird, der seine Waffen niederlegen wird!

Like Geronimo 
Like Quinn the Eskimo 
Like the Blackfoot 
And Like the Arapaho, 
Like Crazy Horse 
I'll be the last one 
To lay down my gun





Ausser auf dieser Solo-Compilation in Demo-Form wurde der Song bis heute nicht veröffentlicht. Nach der 1999-2002 In The Flesh-Tour von Roger Waters spielte dieser den Song immerhin des Öfteren bei verschiedenen Veranstaltungen:

07. Oktober 2002 in Boston am "Music to my Ears"-Konzert. 
10. Mai 2007 im Barbican Center London beim The Madcap's Last Laugh Konzert, bei welchem er kurioserweise separat von den anderen 3 Floyds auftrat.
11. Juni 2007 am Millennium Promise and Malaria No More Benefit in New York
13. November 2012 bei der IAVA Sixth Annual Heroes Gala, New York



Samstag, 16. April 2016

Each Small Candle

Autor: Waters
Dauer: 9:09
First releaseRoger Waters - In The Flesh - Live,   5. Dezember 2000

Each Small Candle ist eines der raren neuen Outputs von Roger Waters in den letzten 17 Jahren.
Bisher ist nur die Live-Version auf dem Live-Album & Film "In the flesh" veröffentlicht worden, da Waters das Lied erstmals auf seiner In The Flesh Tour in den Jahren 2000-2002 vorstellte. Erste Performance war am 28. August 1999 in Kansas (USA). Dabei wurde der Song als Zugabe gespielt und ab und zu mit "Flickering Flame", einem weiteren neuen Lied, ausgewechselt.

Live Album In the Flesh 2000

Der Song erhielt sehr positive Reaktionen. Kurioserweise erinnert der Akkord von "Louder Than Words" des 2014er Pink Floyd Albums "The Endless River" sehr stark an den Anfangsakkord dieses Liedes von Waters. Waters verfällt hier eher in einen Sprechgesang und den melodiösen Refrain übernehmen seine Chorsängerinnen. 
Thematisch dreht es sich auch hier um Krieg, Folter und Gefangenschaft, wie sollte es auch anders sein?
Als Roger Waters den Song erstmals spielte erklärte er selbst die erste Strophe des Liedes stamme aus einem Gedicht eines unbekannten Folteropfers aus Argentinien. Diese Erklärung wurde auf der offiziellen Roger Waters Homepage veröffentlicht:

"A few years ago, an Italian journalist from a Florentine newspaper, involved in the Iniziativa contro la tortura, which is the initiative against torture in Northern Italy, sent some lyrics written by a South American man who had been tortured. The English translation (which represents the first stanza of the song) proved to be very moving, and was set to music. The words remained untouched.. Until Kosovo."

Allerdings wurde in den folgenden Jahren bekannt, dass das Gedicht in Wahrheit von einem dänischen Dichter namens Halfdan Rasmussen stammt, welcher dieses Gedicht für "Danish Amnesty International" schrieb.
Halfdan Rasmussen




"Not the torturer will scare me
Nor the hate and the torture

Nor the barrels of death's rifles nor the shadows on the wall

Nor the nights

When the last star of pain is falling to the ground

But the blind indifference of the merciless world"



Tatsächlich ist der Text der ersten Strophe beinahe identisch. Roger Waters hat diesen Fakt auf seiner Homepage richtiggestellt. 

Der Rest des Textes basiert auf einem Artikel den Waters in der London Times gelesen hat:

"The London Times had a piece which told the story of a Serbian soldier who saw an Albanian woman lying wounded in a burned-out building. He left his platoon, went over and helped her, and then joined his men and marched off. There was sense in that image. The rest of the song is about that."


Die auf der Compilation Cd "Flickering Flame The Solo Years Volume 1" veröffentlichte Version ist identisch mit jener des Live-Albums, Der Publikumsapplaus wurde lediglich früher ausgeblendet.
Asiatische Compilation 2002

Weitere Veröffentlichungen: 
2002 Roger Waters - In the flesh live DVD live 27. Juni 2000 Oregon, USA
2002 Roger Waters - Flickering Flame The Solo Years Volume 1; live version (8:35).
2006 Roger Waters - In the Flesh live 2CD&DVD re-edition
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh 2CD& DVD)



Montag, 7. Oktober 2019

Lost Boys Calling

Autor: Morricone, Waters
Dauer: 5:19
First release: La leggenda del pianista sull'oceano (OST); 1998


EU Soundtrack 1998
1998 meldete sich Roger Waters nach 6 jähriger Pause mit einem neuen Song zurück. Dieser enstand mit keinem geringerem als Ennio Morricone höchstpersönlich. Dieser hatte die Filmmusik zum Kinofilm "La leggenda del pianista sull'oceano" des italienischen Regisseurs Giuseppe Tornatore geschrieben und benötigte noch ein Titellied dafür. Die Wahl fiel auf Roger Waters, der auch prompt einen eigenen Text zur Melodie beisteuerte. Als letzten Schliff konnte auch noch ein Ausnahmegitarrist wie Eddie (in den Credits Edward) Van Halen engagiert werden, der ein schönes Gitarrensolo beisteuerte.

Es handelt sich hierbei um eines der schönsten Lieder, die Waters in den letzten 20 Jahren veröffentlicht hat. Elegant schafft er es im Text Bezüge auf die Filmhandlung mit seinen eigenen Themen zu verknüpfen. Meint er etwa die Ankunft der Royal Fusiliers Company C in Anzio, wenn er von 

"In this dead calm beneath the waves
I can still hear those lost boys calling"

singt? Oder handelt es sich um jene Boys, die er auf "The Wall" gerne Back Home gebracht hätte?
Mit Sicherheit meint er aber seinen Vater als er singt:

"We left them there when they were young
The men were gone until the west was won
And now there's nothing left but time to kill
You never took us fishin' dad and now you never will"


Auf jeden Fall ist der Song ein Roger Waters - Klassiker!

US Soundtrack 1999
Vom Soundtrack existieren zwei verschieden Versionen. Einer für den europäischen Markt (1998 erschienen, 31 Tracks) und einer für den US-Markt (1999 erschienen, 21 Tracks). Kurioserweise befinden sich auf beiden verschiedene Versionen des Waters Songs. Alle wurden von Patrick Leonard (siehe "Amused to Death" und "A Momentary lapse of reason") produziert.

EU-Version 1998: hat einen deutlichen akustischen Gitarrenpart, stärker in den Vordergrund gemixte Background-Sängerinnen, stärker in den Vordergrund gemixtes Orchester und die Gitarrenparts von Eddie Van Halen sind spärlicher. Besonders auffällig ist, dass Waters hier im Refrain in der Dritten Person singt:


"And in Mott street in July
When she hears those seabirds cry
She holds the child, the child in the man"

US-Version 1999: Während der Gesang von Waters ebenso eine unterschiedliche Aufnahme zu sein scheint, ist besonders das Gitarrensolo von Eddie Van Halen in der US-Version viel stärker in den Vordergrund gemixt, scheint sich aber auch in Melodie und Intensität zu unterscheiden. Ausserdem ist Waters' Stimme in der zweiten Strophe "gedoppelt", eigentlich eines seiner Markenzeichen. Hier singt Waters den Refrain in der Ersten Person:

"And in Mott street in July
When I hear those seabirds cry
I hold the child, the child in the man"

Von diesem Song existieren sogar noch zwei weitere öffentliche Versionen! 
2002 veröffentlichte Roger Waters die Demo-Version des Songs auf seiner Compilation "Flickering Flame - The Solo Years Vol. 1", auf der leider kein Vocal-Pitch zum Einsatz kommt, den Waters' Stimme ist hier an einigen Stellen nur schwer erträglich. Als Orchester-Arrangeur wird Rick Wentworth angegeben.






2008 wurde die erste Version (EU) auf der Compilation "We all love Ennio Morricone" veröffentlicht, allerdings um ca. 20 Sekunden durch ein Orchester-Outro verlängert.




Weitere Veröffentlichungen: 
1999 The Legend of 1900 (OST) (US-Version)
2002 Roger Waters - Flickering Flame: The Solo Years Volume 1 (original demo) (4:05)
2008 We all love Ennio Morricone (Compilation) (5:37)


Freitag, 15. Juli 2016

Every stranger's eyes (5:06AM)

Autor: Waters
Dauer: 4:49
First releaseRoger Waters - The Pros and Cons of Hitch Hiking,  30. April 1984
Cover der 7" Single by Gerald Scarfe

Roger Waters erklärt sich solidarisch mit der Welt. 
Mit der zweiten Single-Auskoppelung seines Traumdeutungsalbums  "The Pros and Cons of Hitch Hiking" schafft Waters einen hymnischen, gospelähnlichen und im Refrain fast sakralen Song, in welchem er sich selbst in den Augen jedes anderen Individuum erkennt: "Myself in Every Stranger's Eyes) . Dabei bedient er sich einmal mehr an seinen "Aufzählungslistenlisten" (siehe z.B. "Home", "What god wants" oder sogar "Eclipse"), die sich durch die ersten beiden Strophen des Songs ziehen und ein Gefühl der Einfallslosigkeit vermitteln.

Trotzdem ist das Lied eines der Besten des Albums und gewinnt vor allem durch seine musikalische Interpretation. Waters mag den Song anscheinend sehr gerne, hat er ihn doch auf der gleichnamigen Tour 1984 (mit Eric Clapton), sowie auf den Radio KAOS und In The Flesh Tours 1999-2002 gespielt und auf seinem Best-of-Album "Fickering Flame" veröffentlicht. 
Auf dem Live-Album/Film "In the Flesh" wird der Song auch mit "The Pros and Cons of Hitch Hiking part 11" untertitelt. Es handelt sich zwar um den 11. Song des Konzeptalbums von 1984, wurde aber auf keiner anderen Veröffentlichung so betitelt. 
Der alternative Songtitel 5:06AM bezieht sich auf die Uhrzeit des Traums, der im Songtext beschrieben wird. 
Ausschnitt aus dem Konzert-Film "In the Flesh"

Der Song am Album (und Live) beginnt mit einer Truck-Stop-Szene irgendwo in USA, in welchem sich Waters Gedanken um den Lauf der Welt macht. 
Thematisch geht es in der ersten Hälfte - wie oben erwähnt - um Minderheiten und soziale Gruppen (mit Fokus auf "Native Americans" wie sich in den Live-Konzerten zeigt) mit denen Waters sich solidarisch fühlt, während es in der zweiten Hälfte um eine Art Liebeserklärung an seine Partnerin geht, die neben ihm liegt. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt ist dies ein sehr persönliches und introspektives Album von Roger Waters.
Als Gitarristen hatte Waters für das Album niemand geringeren als Eric Clapton engagiert, der bei diesem Song allerdings kein nennenswertes Solo spielt.

Es handelt sich auf jeden Fall um einen der besten Songs des Albums.

Weitere Veröffentlichungen: 
1984 7"-single 5:06AM (Every strangers eyes) / 4:39AM (For the first time today)

2002 Roger Waters - In the flesh live 2CD live März-Juni 2000 USA (5:20)
2002 Roger Waters - In the flesh live DVD live 27. Juni 2000 Oregon, USA
2002 Roger Waters - Flickering Flame - The Solo Years, Vol. 1 CD
2006 Roger Waters - In the Flesh live 2CD&DVD re-edition
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box CD/DVD (Pros & Cons; In the flesh Live)

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Perfect Sense, Parts 1 & 2

Autor: Waters

Part 1 Dauer: 4:16                                                                                                         Part 2 Dauer2:50

First releaseRoger Waters - Amused to Death, 7. September 1992

Dieser Song aus dem 1992er Roger Waters Album "Amused to Death" scheint Herrn Waters wichtig zu sein, hat er ihn doch auf seine Tourneen "In the Flesh" von 1999-2002 und "The Dark Side of the Moon" von 2006-2008 mitgenommen. Ebenso auf die Werkschau ""A Flickering Flame - The Solo Years Vol. 1" von 2004 schaffte es der Song, allerdings in der Live-Version der "In the flesh" Tour.

Auf dem Studio-Album wurde der Song in 2 Teile unterteilt. Der erste Teil enthält die famose Phrase aus dem "2001-Odysse im Weltraum" Film:"please stop, Dave..." etc. Diese, sicherlich als Seitenhieb an David Gilmour gedachte, Phrase wurde aber im Original-Mix von 1992 rückwärts eingespielt. Es ging wohl auch um die Copyrights an Stanley Kubrick. Live wurde der Text allerdings richtigrum eingespielt. 

Im exzellenten (!) Remix von 2015 von James Guthrie, wurde das Intro nun auch richtigrum eingebaut. Textlich geht es in dem Song grundsätzlich um den Kapitalismus und dass sich eigentlich alles ums Geld dreht. Da der Song 1992 - also vor der Einführung der Einheitswährung "Euro" entstanden ist, wirkt der Text heute irgendwie veraltet, wenn Roger von "it all makes perfect sense, expressed in Dollars and Cents, Pounds, Shillings and Pence" singt. Natürlich hat sich an der Botschaft nichts geändert. Der Lead-Gesang von P.P. Arnold ist genial und erinnert etwas an "Great Gig in the Sky", auch wenn er diesmal mit Text versehen ist:"and the Germans killed the Jews and the Jews killed the Arabs and the Arabs killed the hostages, and that is the news", Dieser Text scheint 2024 genauso relevant wie vor 30 Jahren...

Teil 2 des Liedes beschreibt einen Kriegsangriff, der live im Radio oder Fernsehen übertragen wird. Dafür hat Roger Waters bekannte NBA-Kommentatoren der USA engagieren können, die die Kriegsszene wie ein Basketballspiel kommentieren. Dies wurde auch live auf der Bühne gut in Szene gesetzt indem ein U-Boot in das jeweilige Stadion wo das Konzert stattfand einfuhr und Roger Waters auf den Knopf drückte.

Weitere Veröffentlichungen: 
2002 Roger Waters - In the flesh live 2CD live März-Juni 2000 USA (7:26)
2002 Roger Waters - In the flesh live DVD live 27. Juni 2000 Oregon, USA
2006 Roger Waters - In the Flesh live 2CD&DVD re-edition
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (Amused to Death & In the Flesh)
2015 Roger Waters - Amused to Death CD/Bluray & 2LP Remixed (5.1 / Stereo) & Remastered 2015 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Folded Flags

Autor: Waters
Dauer: 4:51
First releaseVarious Artists - When the Wind Blows Soundtrack, 16. Mai 1986

Folded Flags


Folded Flags ist wieder mal
 ein Anti-Kriegs-Lied aus einem Anti-Kriegs-Soundtrack zu einem Anti-Kriegs-Film. When The Wind Blows war ein Zeichentrickfilm von Jimmy T. Murakami, nach dem Roman von Raymond Biggs. Thema war ein möglicher Atomkrieg zwischen den Mächten des Kalten Krieges.

Der Soundtrack besteht zur Hälfte aus Kompositionen von Roger Waters, die andere Hälfte aus Liedern von anderen Künstlern wie David Bowie, Paul Hardcastle oder Genesis
Die Roger Waters Seite (auf Vinyl eine Plattenseite) besteht hauptsächlich aus 2 Songs, während die anderen Tracks instrumentale Film-Scores sind. Die beiden Songs gehören zu jenen der besten, die Roger Waters als Solo-Künstler jemals  veröffentlicht hat.

Folded Flags ist einer dieser beiden Songs und schließt den Soundtrack ab. Er enthält auch den Film-Titel im Text. Dieser wiederum bezieht sich auf einen Satz, der während des Kalten Krieges in einer Broschüre in den 80ern namens "Protect and Survive" in den Haushalten verteilt wurde. 


"the radioactive dust, falling where the wind blows it, will bring the most widespread dangers of all"

Der Text der ersten und letzten Strophe bezieht sich ausserdem auf ein traditionelles Schlaflied:

Spanisches DVD-Label


“Rock-a-bye, baby, 

In the tree top. 
When the wind blows, 
The cradle will rock. 
When the bough breaks, 
The cradle will fall, 
And down will come baby, 
Cradle and all.”





Der Songtitel Folded Flags bezieht sich hingegen auf die amerikanische Tradition den Angehörigen von gefallenen Soldaten die zu einem Dreieck gefaltete amerikanische Staatsflagge zu übergeben.
ein weiterer Seitenhieb geht an Ronald Reagan, der ja zu jener Zeit die USA regierte. Waters bezeichnet diese Situation als 

“Our lives in the hands of a second-rate actor, holding the high ground of some old stage”

Ein letzter textlicher Verweis gilt Jimi Hendrix, den Roger Waters aus seinem Song "Hey Joe" zitiert:
"Hey Joe where you're going? with that gun in your hand" wird später zu "Hey Joe where you're going? with that dogma in your head".

Wie gehabt ein Roger Waters-Song mit starker Anti-Kriegsbotschaft, der diesmal aber mit einer starken Melodie und Produktion überzeugt. 
Paul Carrack übernimmt bei diesem Lied Leadvocals im Refrain und Keyboards, während das Sax-Solo von Mel Collins stammt. Der Soundtrack wurde mit der Bleeding Heart Band aufgenommen, mehr oder weniger das gleiche Line-Up wie auf dem Solo-Album The Pros and Cons of Hitchhiking aus dem Vorjahr, ausser dass hier Jay Stapley die Gitarre spielt.
Die Gitarrenmelodie erinnert einmal mehr an den Riff von Brain Damage. Ein weiterer Track namens "Hilda's dream" auf dem Soundtrack ist eine verkürzte Instrumentalversion des Songs.

Der Song steigert sich von einer akustischen Gitarrenmelodie zu einem orgiastischen Refrain. Auch hier fehlen Soundeffekte wie Vogelgezwitscher oder Party-Gelächter nicht. 
Kurioserweise endet das Lied, und somit das Album mit einem Morse-Code, der gleich klingt wie der Morse-Code, der das Album Radio KAOS aus dem Jahr 1987 einleitet (und ausklingen lässt). Das Konzeptalbum von 1987 hat übrigens auch den Kalten Krieg und die Angst vor einem Atomkrieg zum Thema.



Joe liest die Broschüre der Regierung "Protect and Survive"
Der Song wurde nie live vorgetragen. Auch schaffte es dieses Lied im Gegensatz zu Towers of Faith nicht auf die Compilation "Flickering Flame - The Solo Years Vol. 1".


Weitere Veröffentlichungen: 
1988 Raymond Briggs' When The Wind Blows auf VHS  
seit 2005 Raymond Briggs' When The Wind Blows  auf verschiedenen DVD Editionen. 

Der Film ist auch in deutscher Sprache erschienen.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Arnold Layne

Werbeposter für die Single "Arnold Layne/Candy & a Currant Bun 1967


Autor: Barrett
Dauer: 2:54 
First release:  7" single Arnold Layne / Candy and a Currant Bun,  10. März 1967

THE Pink Floyd's erste Single "Arnold Layne / Candy and a Currant Bun" war der Einstieg von Pink Floyd in deren langjährigen Vertrag mit EMI, den sie dank des Einsatzes von Blackhill Enterprises (Firma der Manager Andrew King und Pete Jenner) ergattert hatten. 
Die Single erreichte Rang 20 der englischen UK-Charts auch dank des Managements, die Jahrzehnte später zugaben die Single selbst mit ein paar hundert Pfund in die Hitparade gekauft zu haben!! 

Single-Cover Deutschland
Da der Text von einem Transvestiten handelte, der nachts Damenunterwäsche von Wäscheleinen der Hintergärten stahl, wurde der Song von einigen Radiostationen verbannt. Die Geschichte dieses Transvestiten basiert übrigens auf einer wahren Tatsache: Waters berichtete Jahre später, dass seine Mutter und Syd's Mutter Zimmer an Studentinnen vermietet hatten, und dass tatsächlich in deren Hintergärten über Nacht Unterwäsche verschwand. Thematik die im England der späten 60er trotz allem noch für Zensur sorgte!


Trotzdem  katapultierte die Single die Band "The Pink Floyd" und deren Leader Syd Barrett in den Star-Olymp des psychedelischen Swinging London von 1967. Sie trafen den Zahn der Zeit mit den musikalischen Arrangements.Die Single wurde am 29.01.1967 in den Sound Techniques Studios in London mit Produzent Joe Boyd aufgenommen. 
Laut diesem war der Song so gar nicht repräsentativ für die Konzerte von "The Pink Floyd Sound", wo der Song auch mal 15 Minuten dauern konnte. Nick Mason (The Rough Guide to Pink Floyd 2006, Manning T.) begründete die Entscheidung eine 3-Minuten Pop-Single zu machen folgendermaßen:


"We knew we wanted to be rock'n'roll stars and we wanted to make singles, so it seemed the most suitable song to condense into 3 minutes without losing too much"

Single-Cover France 
Für den Song wurde sogar ein Promo-Clip gedreht, der eine Persiflage auf "Help!" von den Beatles war. Den Promo-Clip zeigte Roger Waters auf seiner Tour 1987 während der Tee-Pause auf der Bühne. 

Gilmour holte den Song während seiner 2006er Tour aus der Versenkung mit Rick Wright an den Vocals. In der Royal Albert Hall in London trat hingegen niemand geringerer als der White Duke David Bowie als Gastsänger auf.
David Gilmour's single von "Arnold Layne feat. David Bowie" schlug 2006 sogar die Chartposition der Originalsingle (20) indem sie Position 19 erreichte.

2007, zum Abschiedskonzert "The Madcap's Last Laugh" von Syd Barrett, der am 06.07.2006 an den Folgen von Diabetes verstarb, spielten David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason mit dem Bass-Spieler der Band Oasis den Song als Highlight des Abends. Roger Waters war am Abend zwar mit einem eigenen Song (Flickering Flame) beteiligt, nahm bei der Band-Performance aber leider nicht teil...

Weitere Veröffentlichungen: 
1971 Relics 
1974 Masters of Rock LP 
1983 Works 
1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box
1996 Relics remastered 1996
1997 The first three Singles CD 
cd-single Cover Dezember 2006
2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD: remastered 2001
2006 David Gilmour 7" Arnold Layne (live feat. D. Bowie) (3:30)/ Dark Globe (live)
2006 David Gilmour cd-single Arnold Layne (live feat. D. Bowie) /  Arnold Layne (live feat. R. Wright) (3:23) / Dark Globe (live)
2007 David Gilmour Remember That Night 2DVD live May 2006 RAH, London, feat. D. Bowie (4:11)
2007 David Gilmour Remember That Night 2DVD live May 2006 RAH, London. feat. R. Wright (3:29)
2007 The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; remastered 2007 (2:58)
2010 An Introduction to Syd Barrett; remastered 2010 stereo-mix 
(3:11)
2016 The Early Years 1967-1972 Cre/ation 2CD; remastered 2016
2016 Pink Floyd The Early Years 1967-1972 Box Set:
remastered 2016 mono version The Early Years 1967-1972 Cre/ation 2CD
remastered 2016 mono version The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation CD1
UK promo video 1967 The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation DVD/BR
alternative promo video 1967 The Early Years 1967-1972 Continu/ation DVD1/BR1
remastered 2016 mono version The Early Years Box; Bonus 45“ Arnold Layne / Candy and a currant bun
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 live Syd Barrett Tribute 2007. 7"single; DVD & Bluray; Rehearsal 2007
2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:15)