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Samstag, 25. April 2020

Maisie

Autor: Barrett
Dauer: 2:46 
First release:  Syd Barrett - Barrett,  14. November 1970


Auf diesen Eintrag hab ich mich gefreut! "Maisie" ist eines meiner Lieblingsstücke von Syd Barrett. "Maisie" schliesst die erste Seite des 2. Soloalbums namens "Barrett" ab.
Bekanntlich waren bei der Aufnahme Jerry Shirley (Humble Pie) an den Drums, David Gilmour am Bass und Rick Wright am Keyboard dabei. Die Floyds beteiligten sich an der Solo-Produktion von Barrett in den Pausen zwischen Tours und Aufnahmen (UmmaGumma, Atom Heart Mother) Kurios ist lediglich, dass beim Original-Release 1970 David Gilmour & Rick Wright als Produzenten angegeben werden, während in der Wiederveröffentlichung von 2014 Rick Wright als Produzent gestrichen wurde.

Maisie ist schlicht und einfach sexy. Der Song ist verwegen, erotisch, mysteriös. Auf der Basis eines Blues-Jams brabbelt Syd Barrett etwas von einer "Maisie", die Braut eines Bullen. Diese lebt in einer Halle voller Edelsteine.
Die Blues-Jam basiert auf Howlin' Wolfs "Spoonful". Allerdings wurde die Geschwindigkeit mindestens um die Hälfte gedrosselt.

Leider hat es "Maisie" nie auf irgendeine Compilation von Syd Barrett geschafft und ist ziemlich unbekannt. Was seiner Originalität aber keinen Abstrich tut.




Weitere Veröffentlichungen: 
1974 Syd Barrett 2LP (re-issue of The Madcap Laughs & Barrett)
1993 Crazy Diamond Box remastered 1993;
2010 Barrett; remastered 2010
2014 Barrett; vinyl re-issue remastered 2010.

Samstag, 9. März 2019

The last few bricks

Autor: Waters
Dauer: 3:26
First release: Is there anybody out there? - The Wall Live 1980-81, 04. April 2000

Inlay-Graphics for "Is there anybody out there?
The Wall Live 1980-81" 
"The last few bricks" war eigentlich ein Instrumentalstück, welches live - während der The Wall Show - dazu diente, der Crew zu ermöglichen die Mauer fertigzustellen. Deshalb variierte dessen Länge angeblich auch beträchtlich von Abend zu Abend und stellte für die Musiker eine der wenigen Möglichkeiten dar etwas zu improvisieren. Anscheinend war der Aufbauprozess langwieriger, als die Dauer der Musik auf LP1 des Studioalbums "The Wall", denn das Stück konnte bis zu 13 Minuten dauern, wie z.B. in der LA Sports Arena am 07 Februar 1980. Es kam zwischen "Another brick in the wall, part 3" und "Goodbye cruel world" zum Einsatz.

Es handelte sich eigentlich um eine Reprise, die Elemente von "The happiest days of our lives", "Don't leave me now", "Young lust" und "Empty spaces" enthielt. Das ganze wurde in der zweiten Hälfte von einem marschierenden Beat untermalt und von den männlichen Chorstimmen begleitet.

Das Instrumentalstück hatte bis zur Veröffentlichung des Live-Albums "Is there anybody out there? - The Wall Live 1980-81" im Jahr 2000 auch keinen Namen. Der Name wurde dann letztendlich von Roger Waters suggeriert, da es sich ja auch tatsächlich um die letzten paar Steine in der Mauer handelte, die es aufzubauen galt. 
Deshalb wurde das Lied zwar bereits 1990 auf dem Album "Roger Waters - The Wall Live in Berlin" veröffentlicht, aber nicht als eigener Song gecredited sondern gemeinsam mit Another Brick in the Wall, part 3.

Die Version von Berlin 1990 unterschied sich stark von jener der Pink Floyd Tour. "The Happiest days of our lives" wurde weg gelassen. Das Orchester steuerte eine Version der Melodie von "Don't leave me now" bei und gegen Ende kam hingegen ein Teil von "What shall we do now?" zur Wiederholung. Diese Version ist etwa 1 Minute kürzer.

Szene aus "The Wall Live in Berlin 1990"

Eine weitere Version wurde 2015 auf dem Live-Album und Film "Roger Waters The Wall" veröffentlicht. Diese entspricht ziemlich genau dem Original, fügt aber eine zusätzliche verzerrte Gitarre dazu und man kann auch den Hubschrauber wieder hören.


Weitere Veröffentlichungen: 
1990 Roger Waters - The Wall Live in Berlin; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 2LP, 2CD, VHS (3:25 not credited and w/ABITW3)
2003 Roger Waters - The Wall Live in Berlin; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 5.1 mix; DVD
2010 Roger Waters - The Wall Live in Berlin Special Edition; live 21. Juli 1990 Potsdamer      Platz Berlin; 5.1 mix; DVD & 2CD
2011 Pink Floyd - The Wall Immersion Box Set (incl. The Wall remastered 2011; Is there anybody out there? remastered 2011)
2015 Roger Waters - The Wall A soundtrack to the film 2CD, 3LP (3:15)
2015 Roger Waters - Th Wall A film by Roger Waters and Sean Evans DVD, BluRay, 2 BluRay 

Samstag, 5. Mai 2018

If it's in you

Autor: Barrett
Dauer: 2:27
First releaseSyd Barrett - The Madcap Laughs, 3. Januar 1970

"If it's in you" wurde am 26. Juli 1969 bei einer Session mit den beiden Produzenten David Gilmour und Roger Waters aufgenommen. An jenem Tag wurden auch "Feel" und "She took a long cold look" aufgenommen. Das Lied erschien auf "The Madcap laughs".
"If it's in you" ist aber wohl die verstörendste Aufnahme, die jemals von Syd Barrett veröffentlicht wurde. Besonders die ersten Zeilen des Songs sind schwer verdaulich, da Barrett total falsch mit dem Gesang einsetzt. Nach diesem ersten Take beginnt er noch einmal, der Tonfall der Stimme ist jedoch weiterhin kaum auszuhalten. Es ist insofern verstörend, da es sich um denselben Syd Barrett handelt, der 2 Jahre vorher wundervolle kompositorische und musikalische Fähigkeiten zeigte, und zeigt somit den erschreckenden mentalen Verfall dieses Künstlers auf.
Die Veröffentlichung dieses Songs kann somit nur mit dem "historischen Wert" der Aufnahme gerechtfertigt werden, wurde allerdings weithin kritisiert.

Barrett während der Mick Rock Photo Session für das Debut-Album

Deshalb erscheint es erst recht verwunderlich, dass derselbe Song auf dem 2010 erschienenen, posthumen Sampler "An Introduction to Syd Barrettveröffentlicht wurde.

Textlich folgt der Song den dadaistischen Inhalten anderer später Barrett Songs (Word Song, Octopus, Baby Lemonade, etc."

Beispiel gefällig?

"Did I wink of this, I am. Yum yummy yam doh yummy yam yom yum.
Yes I'm thinking of this, in steam. Skeleton kissed to the steel rail."

Die Tribute-Band "Jennifer Gentle" hat auf dem MOJO-Sampler "The madcap laughs again" eine wunderschöne und harmonische Version des Songs aufgenommen, der Barrett sicherlich Freude bereitet hätte. 
Cd-Cover des Tribute-Albums

Weitere Veröffentlichungen:
1974 Syd Barrett LP (incl. The Madcap Laugs und Barrett)
1992 The Madcap Laughs - Mick Rock Photo Session Box CD.
1993 Crazy Diamond - CD Box. The Madcap Laughs remastered & repackaged 1993.
2010 Syd Barrett - The Madcap Laughs Vinyl Remaster 2010
2010 An Introduction to Syd Barrett (2:24)

Samstag, 28. April 2018

If

AutorWaters
Dauer: 4:31
First release: Atom Heart Mother, 10. Oktober 1970


Roger Waters beim Brain-Stormen 1970s

If ist wohl einer der schönsten und persönlichsten Songs von Roger Waters. Mit einer simplen akustischen Gitarrenbegleitung und sehr dezentem Gesang reiht sich das Lied nahtlos in seine typischen Singer-Songwriter-Kompositionen jener Jahre ein. Songs wie Grantchester Meadows, Green is the Colour oder Breathe sind hier nur ein paar wenige Beispiele. 
Musikalisch bringen sich die anderen drei Bandmitglieder sehr dezent ein: Gilmour spielt lediglich auf der Slide-Gitarre ein paar Solo-Licks, Wright bringt sich mit der Hammond zu Beginn ein, später auch mit dem Piano. Mason hält sich besonders im Hintergrund und spielt gegen Ende ein paar Percussions wie z.b. die Becken.

Der Text ist hier aber sehr persönlich und widerspiegelt Waters' psychische Unsicherheiten im Kontakt mit seinen Mitmenschen. Ron Geesin bringt es auf den Punkt:
"IF reveals something of what Roger Waters really was inside. (...) If is a kind of therapy. Roger could not face closeness, yet he needed it. Everybody needs friends, male and female, but he couldn't cope with it. His way of dealing with it was by either attacking people or hiding."


Pink Floyd ca. 1970
Das Thema Freundschaft und Waters' Verhaltensunsicherheiten in Beziehungen werden besonders in den Zeilen "if I were a good man I'd understand the spaces between friends" oder " and if I were a good man I'd talk with you more often than I do". Kurioserweise benutzt er im Song "The Trial" vom 1979er Album "The Wall" exakt diese Zeilen:"You should have talked to me more often than you did, but no. You had to go your own way..." für die Anschuldigungen der Frau gegen Pink. Als ob es hier ca. 10 Jahre später um eine Bestätigung für Waters' Fehler handeln würde. Dem wird im Song If auch die Angst vor Einsamkeit entgegengesetzt:" If I were alone I would cry. If I were with you I'd be home and dry". 
Weiteres Thema, welches immer wieder in Waters' Songwriting auftaucht ist die Angst vor dem Wahnsinn, der bereits 1968 im Song "Julia dream" erstmals auftaucht und später in den Erfolgsalben "The Dark Side of the Moon" und "The Wall" vertieft wird.
Die Zeilen "If I go insane, please don't put your wires in my brain" oder "If I go insane, will you still let me join in with the game"
Diese Zeilen, sowie jene welche sich auf Freundschaft beziehen, können sich auch auf Syd Barrett beziehen und die Schuldgefühle, welche Roger Waters dbzgl. fühlte. In der Entstehungszeit von If war Waters (gemeinsam mit Gilmour und Wright) auch mit der Produktion der Solo-Alben von Syd Barrett beschäftigt.
If I were a swan, I'd be gone
If I were a train, I'd be late
And if I were a good man
Atom Heart Mother 2016 Remaster
I'd talk with you
More often than I do
If I were to sleep, I could dream
If I were afraid, I could hide
If I go insane, please don't put
Your wires in my brain
If I were the moon, I'd be cool
If I were a rule, I would bend for you
If I were a good man, I'd understand
The spaces between friends
If I were alone, I would cry
And if I were with you, I'd be home and dry
And if I go insane
Will you still let me join in with the game?
If I were a swan, I'd be gone
If I were a train, I'd be late again
If I were a good man
I'd talk with you
More often than I do

Live trug die Band den Song lediglich einmal während einer BBC-Session am 16.07.1970 vor. Diese Version ist beinahe identisch mit der Studioversion, allerdings bringt Mason verstärkt Drums ein. Diese Version wurde 2016 im Rahmen der The Early Years - Box Devi/ation veröffentlicht. Bei der Gelegenheit wurde auch der Quad-Mix von 1973 erstmals einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. 

Roger Waters brachte den Song allerdings während seiner Touren 1984 und 1987 mit ins Programm, auch wenn die Versionen sehr stark dem musikalischen Trend der 1980er Jahre angepasst wurden.

Auch Nick Mason's Saucerful of Secrets brachten den Song in umarrangierter Form live auf Tour. Der Song wurde in dieser Version in 2 Teil aufgeteilt, welche die Atom Heart Mother Suite umrahmten. 

Weitere Veröffentlichungen: 
Oh by the way - Box-Set

1994 Pink Floyd - Atom Heart Mother CD: remastered & repackaged 1994
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - Atom Heart Mother LP: remastered 2016
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box Set:

BBC Radio Session 16 July 1970The Early Years 1970 Devi/ation CD1 (5:47)
Quad Mix 1970The Early Years 1970 Devi/ation DVD/BR

2020 Nick Mason's Saucerful of Secrets - Live at the Roundhouse 2CD;Bluray; Vinyl (3:07)

Dienstag, 24. April 2018

Ibiza Bar

AutorWaters, Gilmour, Mason, Wright
Dauer: 3:19
First releaseMore, 13. Juni 1969


45" Single France, 1969 

Hard-Rock-Song Nummer 2 des Soundtracks zum Film More von Barbet Schroeder. Der andere Song ist "The Nile Song", der allein Roger Waters zugeschrieben wird. Bei Ibiza Bar hingegen werden alle Bandmitglieder akkreditiert. 
Die beiden Songs wurden in Frankreich auch als 45" Single "The Nile Song/Ibiza Bar" als Paar veröffentlicht.

Obwohl auf dem Soundtrack-Album gegen Ende als letztes Nicht-Instrumental platziert, wird der Song in einer der Anfangsszenen des Films gespielt, als Stephan (der Hauptdarsteller gespielt von Klaus Grueninger) seinen Freund in Paris kennenlernt. Also bevor die Handlung des Films überhaupt in Ibiza spielt. 
Kinoposter
Der Song selbst ähnelt The Nile Song in Atmosphäre, Intro und Härte, auch wenn die Akkordfolgen andere sind und auch im Refrain von Ibiza Bar eine harmonischere Melodie geboten wird, als in ersterem Song. Auch scheinen die Gitarren und Stimm-Arrangements diffiziler gestaltet. So hört man z.B. mehrere übereinander gelegte Gitarrenspuren von Gilmour, sowie mehrschichtigen Background-Gesang. Auch Richard Wright ist hier mit Piano, Orgel und Farfisa dabei, während er bei der Aufnahme von The Nile Song fehlt. Besonders im Vinyl-Remaster von 2016 sind diese Feinheiten noch besser herauszuhören.

2016 Vinyl Remaster
Ibiza Bar wurde nie live gespielt.

Weitere Veröffentlichungen:
1969 Pink Floyd - "The Nile Song / Ibiza Bar" 45".
1969 Barbet Schroeder's More (Luxembourg, France; 111 Minuten): film version 
(ab 2003 released auf verschiedenen DVD Editionen)
1995 Pink Floyd - More CD: remastered & repackaged 1995
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011

2016 Pink Floyd More LP Vinyl remaster 2016.

Montag, 2. April 2018

I never lied to you

Autor: Barrett
Dauer: 1:46
First release:  Syd Barrett - Barrett,  14. November 1970

Mick Rock Photosession für "Barrett" Album

Bei "I never lied to you" handelt es sich eigentlich um eine Coda des Songs "Waving my arms in the air" aus dem zweiten Soloalbum "Barrett".
Das Lied wurde 2. April 1970 in den Abbey Road Studios aufgenommen. Von "I never lied to you" gibt es laut David Parker ("Random Precision") keine Studio-Dokumentation. Es gibt lediglich Angaben zu "Waving my arms in the air", was daraus schliessen lässt, dass es sich ursprünglich um einen einzigen Song handelte, der erst nach der Aufnahme in 2 verschiedene Songs aufgeteilt wurde.
Textlich ist es eigentlich ein Liebeslied, in welches Barrett mit einer Frau dialogiert, der er versucht klar zu machen, dass er sie nie belogen hat. Ebenso kann er sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. 
Musikalisch basiert der Song auf recht kniffligen Akkordwechseln und auch die Metrik ändert sich während des Verlaufs. Der Song verlangsamt sich irgendwie während gegen Ende.
Musikalisch wird der Song von Rick Wright unverkennbar an den Keyboards begleitet. Barrett spielt an der akustischen Gitarre, die Drums stammen (wahrscheinlich) von Jerry Shirley. David Gilmour hat die Session produziert und Alan Parsons saß an den Reglern. Die Overdubs wurden am 3. April hinzugefügt.

Cover by Syd Barrett himself
In der 1993er Box "Crazy Diamond" wurden einige Bonustracks hinzugefügt. Unter anderem auch das Take 1 von "I never lied to you". Hier singt Syd Barrett (falsch) in einer höheren Tonlage und verheddert sich mehrmals in Tonlage und Rhythmik. Die Aufnahme ist nur von seiner akustischen Gitarre begleitet.

Der Song wurde auch 2001 gemeinsam mit Waving my arms in the air auf der Compilation "Wouldn't you miss me - The Best of Syd Barrett" veröffentlicht.

Weitere Veröffentlichungen: 
1974 Syd Barrett 2LP (re-issue of The Madcap Laughs & Barrett)
1993 Crazy Diamond Box remastered 1993; take 1 (1:48) 
2001 Wouldn't you miss me - The Best of Syd Barrett; remastered 2001
2010 Barrett; remastered 2010
2014 Barrett; vinyl re-issue remastered 2010.

Samstag, 15. Juli 2017

The Hero's return

Autor: Waters
Dauer: 2:42
First releaseThe Final Cut,   21. März 1983


Back-Cover der single Not now John/The Hero's return part 1&2

The Hero's return ist einer der Tracks, die es nicht auf das The Wall Album geschafft hatten. Während der The Wall Aufnahmen nannte sich der Track "Teacher Teacher" und bezog sich auf die traumarisierten Lehrer, die als psychische Wracks aus dem Weltkrieg zurückkehrten und als Lehrer für die Schulen arbeiteten und an diesen ihre Frustrationen ausließen (siehe "The Happiest Days of our lives"). Von der "Demo"-Version blieb allerdings lediglich die letzte Strophe übrig, da der Text natürlich an den Rahmen des Konzepts von The Final Cut angepasst wurde. Auch wenn sie musikalisch beinahe identisch übernommen wurde.
Bei The Hero's Return handelt es sich um einen der rockigeren Titel auf dem ansonsten eher ruhigen "The Final Cut" und zeigt natürlich starke musikalische Parallelen (Basslauf, Gitarrenriff) zum Album "The Wall". 
Roger Waters und der Teacher Teacher ca. 2010

Auf dem Song sind Mason, Waters und Gilmour in 3er-Besetzung zu hören, die von Michael Kamen an den Keys ergänzt werden. Live wurde der Song allerdings aufgrund der damaligen Zerwürfnisse nie auf Tour gebracht. Auch während seiner Solokarriere hat Roger Waters den Song bisher niemals live performed.

Der Song schaffte es sogar als B-Seite auf die einzige Single-Auskoppelung des Albums "Not now John", wobei das Lied mit einer weiteren Strophe versehen wurde, die auf dem Album nicht zu hören ist. Hierbei wurde der Song "The Hero's Return parts 1&2" genannt, wobei mit Part 2 eben diese Strophe gemeint ist, die den Song um ca. 1 Minute verlängert. 
Im Original-Album folgt The Hero's Return auf One of the few, seit dem Reissue 2004 steht When the Tigers broke free vor unserem Lied in der Tracklist.

Hierbei überlebte ein Teil der Demo-Version "Teacher Teacher" und enthält die Zeile "...turn back the stone, turn over the stone" die "Stein"Metapher, die Waters bereits in Crying SongDogs und Hey You einbrachte und immer eine grosse psychische Belastung beschreiben soll.  














Weitere Veröffentlichungen: 
1983 Pink Floyd - Not now John/The hero's return parts 1&2 45" (3:54)
2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"

2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016

Samstag, 3. Juni 2017

The Hard Way

Autor: Waters, Mason, Wright, Gilmour
Dauer: 3:10
First release:DSOTM Immersion Box Set 2011 


Phantasie-Cover eines Bootlegs zu den "Household Objects" Sessions
Pink Floyd goes Einstürzende Neubauten. Bereits nach den Aufnahmen zum Album Meddle 1971 geisterte durch die Pink Floyd Gemeinde die Idee ein Album, welches nur aus von Haushaltsobjekten produzierten Tönen bestünde, aufzunehmen. Das Projekt nannte sich "Houshold Objects" und laut Mason verbrachten die Bandmitglieder Monate darin ein Gummiband wie einen Bass klingen zu lassen, etc. was derselbe heute absurd findet, da man ja gleich eine Bassgitarre dafür hernehmen hätte können...
Bereits auf dem Debutalbum "The Piper at the Gates of Dawn" von Pink Floyd kamen Musique Concrete Elemente zum Einsatz (z.B. Pow R Toc H), und waren seit jeher Bestandteil deren Musik. Die künstlerisch/intellektuelle Generation der Nachkriegszeit von Cambridge war stark von Stockhausen und Cage beeinflusst und dies spiegelte sich in deren künstlerischem Ausdruck wieder. 
Nach einigen Monaten wurde das Projekt dennoch abgebrochen und nur einige wenige Überbleibsel wurden später in den folgenden Alben verwendet, wie zum Beispiel die Münzen in Money oder der Herzschlag auf dem gesamten Dark Side Of The Moon Album. 
Als eigenständige Tracks wurden jedoch nur The Hard Way und Wine Glasses (welches später im Intro von Shine on you Crazy Diamond verwendet wurde) veröffentlicht.
Dies geschah erst im Rahmen der Why Pink Floyd Kampagne 2011. Beide Tracks wurden lediglich in den Immersion-Boxen von DSOTM und Wish You Were Here veröffentlicht.


Innencover Immersion Box
Immersion Box 2011


The Hard Way ist somit ein Instrumental, das auf Schritten basiert. Hinzu kommt ein Gummiband, das als Bass fungiert.Im "Refrain" kommt ein glockenartiges "Instrument" hinzu und ein Effekt, der auch aus den Wine Glases stammen könnte. Ein nettes Studioouttake, das musikalisch aber eher untypisch für Pink Floyd ist und eher in die Alan Parsons Project Discographie passen würde, der den Track 1972 eigentlich produziert haben müsste.
Als Autoren werden alle 4 Bandmitglieder aufgeführt. 


Es sind keine weitere Aufnahmen bekannt.

Samstag, 6. Mai 2017

The gunner's dream

Autor: Waters
Dauer: 5:18
First releaseThe Final Cut,   21. März 1983

The gunner's dream ist einer der wichtigsten Songs auf dem Antikriegs-Album "The Final Cut", welches gänzlich aus der Feder von Roger Waters stammt. 

Hier beschreibt Waters den Traum eines Kriegsveteranen, der ihn verfolgt "night after night going round and round my brain, his dream is driving me insane". 
Der Song ist eine Anklage an Kriegsgreuel, aber auch ein Traum von einer besseren Welt, in der jeder die gleichen Rechte hat und niemand mehr Kinder tötet. Das Thema des Tötens von Kindern beschäftigt Waters wohl besonders, hat er doch in den letzten Jahren des öfteren erwähnt, er habe ein Hörspiel geschrieben in welchem es sich genau um dieses Thema dreht.
Waters huldigt in der Zeile "in the corner of some foreign field" dem Cambridger Autor "Rupert Brooke" und dessen Gedicht: "The Soldier".

Eingespielt wurde das Lied von Waters, Nick Mason und David Gilmour gemeinsam mit Michael Kamen (an der Stelle von Richard Wright und für die Orchesterarrangements zuständig), sowie Raphael Ravenscroft am Saxophon. 
In the corner of some foreign field

Das Lied war auch Teil der 4-teiligen Video-EP, die von Willie Christie (Damals Schwager von Roger Waters) gedreht wurde. Bei diesem Song begleiten wir den Vater eines im Krieg gefallenen Soldaten, der letztendlich entscheidet Selbstjustiz zu üben. Der Vater wird übrigens vom selben Schauspieler interpretiert, der im Film Pink Floyd - The Wall die Rolle des Lehrers (Teacher) übernahm.

Pink Floyd haben das Lied nie live vorgetragen.

Roger Waters brachte den Song auf seiner "Pros and Cons of Hitch Hiking Tour 1984" live ins Programm wobei der Song mit einem tollen Gitarrensolo von Eric Clapton aufgepeppt wurde. 
Auch auf seiner "Dark Side of the Moon" Tour 2006 spielte Roger Waters das Lied zu Beginn der Tour etwa 3 Mal, eliminierte es dann aber aus der Setlist. Grund dafür waren wohl unter anderem auch Vorwürfe, dass er das Lied teilweise angeblich playback gesungen habe, da er live die stimmlichen Höhen nicht mehr erlangte. Es zirkuliert ein Video im Internet, welches dies angeblich dokumentiert.

Video-Ausschnitt 1983
Weitere Veröffentlichungen: 
1983 Pink Floyd - The Final Cut Video EP, VHS
2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016