Samstag, 15. Juli 2017

The Hero's return

Autor: Waters
Dauer: 2:42
First release: The Final Cut,   21. März 1983


Back-Cover der single Not now John/The Hero's return part 1&2

The Hero's return ist einer der Tracks, die es nicht auf das The Wall Album geschafft hatten. Während der The Wall Aufnahmen nannte sich der Track "Teacher Teacher" und bezog sich auf die traumarisierten Lehrer, die als psychische Wracks aus dem Weltkrieg zurückkehrten und als Lehrer für die Schulen arbeiteten und an diesen ihre Frustrationen ausließen (siehe "The Happiest Days of our lives"). Von der "Demo"-Version blieb allerdings lediglich die letzte Strophe übrig, da der Text natürlich an den Rahmen des Konzepts von The Final Cut angepasst wurde. Auch wenn sie musikalisch beinahe identisch übernommen wurde.
Bei The Hero's Return handelt es sich um einen der rockigeren Titel auf dem ansonsten eher ruhigen "The Final Cut" und zeigt natürlich starke musikalische Parallelen (Basslauf, Gitarrenriff) zum Album "The Wall". 
Roger Waters und der Teacher Teacher ca. 2010

Auf dem Song sind Mason, Waters und Gilmour in 3er-Besetzung zu hören, die von Michael Kamen an den Keys ergänzt werden. Live wurde der Song allerdings aufgrund der damaligen Zerwürfnisse nie auf Tour gebracht. Auch während seiner Solokarriere hat Roger Waters den Song bisher niemals live performed.

Der Song schaffte es sogar als B-Seite auf die einzige Single-Auskoppelung des Albums "Not now John", wobei das Lied mit einer weiteren Strophe versehen wurde, die auf dem Album nicht zu hören ist. Hierbei wurde der Song "The Hero's Return parts 1&2" genannt, wobei mit Part 2 eben diese Strophe gemeint ist, die den Song um ca. 1 Minute verlängert. 
Im Original-Album folgt The Hero's Return auf One of the few, seit dem Reissue 2004 steht When the Tigers broke free vor unserem Lied in der Tracklist.

Hierbei überlebte ein Teil der Demo-Version "Teacher Teacher" und enthält die Zeile "...turn back the stone, turn over the stone" die "Stein"Metapher, die Waters bereits in Crying Song, Dogs und Hey You einbrachte und immer eine grosse psychische Belastung beschreiben soll.  














Weitere Veröffentlichungen: 
1983 Pink Floyd - Not now John/The hero's return parts 1&2 45" (3:54)
2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"

2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016

Mittwoch, 5. Juli 2017

Hello (I love you)

Autoren: Waters, Shore
Dauer: 6:12
First release: Original Motion Picture Soundtrack "The Last Mimzy" 2007

12" Single-Cover 2007

Dieser Song (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Doors-Song) war eine einmalige Zusammenarbeit zwischen dem berühmten Hollywood-Filmscore-Komponisten Howard Shore und Roger Waters. Der Song ist Teil des Filmsoundtracks zu "The Last Mimzy". 
Es ist das einzige gesungene Lied des Soundtracks. Der Rest der Tracks wurde ausschliesslich von Shore geschrieben.
Hello (I love you) wurde als single veröffentlicht und war in den 2000er Jahren neben der Single "Leaving Beirut/To kill the child" und der Oper "Ca Irà" die einzige Veröffentlichung neuen Materials von Roger Waters. Der Song wurde als CD-Single und als 45" Vinyl-Single (auch in limitiertem weissen Vinyl) veröffentlicht.
Die Single enthielt einen "Single-Edit" des Songs, der ca. 2 Minuten gekürzt wurde, wobei eine Instrumentalpassage weggelassen wurde.

Roger Waters im Studio 2007

Musikalisch erinnert der Song leicht an die Radio KAOS Produktion und Melodien (und Texte... "Make all their techno babble stop We'll find a short-waved frequency the wave connecting you and me"). Generell handelt es sich aber (meiner Meinung nach) um eine eher uninspirierte Auftragsarbeit. 
Textlich dreht es sich teils um die Handlung des Films: ein Geschwisterpaar entdeckt irgendein ausserirdisches Material, das ihnen telekinetische Fähigkeiten verleiht "your child can read you like a bedtime story". Ansonsten streut Waters sehr plakativ Referenzen an Texte der Pink Floyd Ära ein. So beginnt der Track beispielsweise mit der Kind-Schauspielerin Rhiannon Leigh Wryn die flüstert:"Hello, is there anybody in there?", eine Zeile, die Waters im Laufe des Songs öfters singen wird. 
Auch "You can make your peace on the dark side of the moon. I'll see you there we can Rock'n'Roll" weckt Erinnerungen.
Aufgenommen wurde der Track von Waters (Bass, Vocals), Gerry Leonard (Guitar), Steve Geadd (Drums) und Henry Hey (Keyboards).

Es wurde sogar ein Video zum Song veröffentlicht.



Weitere Veröffentlichungen: 
2007 Roger Waters - Hello (I love you) Radio Edit (4:30) / Hello (I love you) Album Version 12"
2007Roger Waters - Hello (I love you) Radio Edit (4:30) / Hello (I love you) Album Version cd-single

Sonntag, 25. Juni 2017

Heart Beat, Pig Meat

Autoren: Gilmour, Waters, Wright, Mason
Dauer: 3:11
First release: Zabriskie Point (Soundtrack), 09. Februar 1970


Als Pink Floyd 1969 von Antonioni eingeladen wurden den Soundtrack seines neuen Films "Zabriskie Point" zu schreiben, waren sie sehr danach orientiert genau in diesem Ambiente Musik zu schreiben, da in Filmen nicht unbedingt Musik in Lied-Form gefordert wurde, sondern genau jene Musik die Pink Floyd live kreierten gewünscht war.
Nachdem Pink Floyd 1968 und 1969 in zahlreichen Filmproduktionen mitgewirkt hatten: "San Francisco", "The Commitee" oder "More" war dieser Auftrag natürlich willkommen. 
Dass Michelangelo Antonio letztendlich dann nur 3 Songs in den originalen Soundtrack aufnehmen würde, wussten sie damals noch nicht.

Heart Beat, Pig Meat ist einer dieser 3 Songs. Die Collage-Technik des Tracks erinnert durchaus an "Revolution 9" der Beatles (White Album), welche von John Lennon zusammenstückelt wurde. Was bei diesem Lied aber anders ist, ist der Rhythmus, der den Song durchzieht. 
Es scheint als sei der Herzschlag-Beat eine Embryonal-Form der Idee für Speak to Me von TDSOTM. Heart Beat bezieht sich somit auf den Rhythmus dieses Instrumentaltracks, während Pig Meat die Bezeichnung war, welche die Polizei den protestierenden Studentenmassen gaben.
Neben eingestreuten Collage-Elementen von Orchesterklängen, Gesprächsfetzen von Don Hall und Waters' Vokalisierungen alà "Pow R Toc H" dominiert im Gegensatz zum vorher genannten Beatles-Track hier doch ein kohärenter Rhythmus, der dem Ganzen Form gibt. 

Michelangelo Antonio am Set des Films

Aufgenommen wurde der Track als "The Beginning Scene" im November 1969 in einem Studio in Rom (auf Einladung von Michelangelo Antonioni). Der Song ist im Film am Beginn zu hören, allerdings unterscheidet sich die Filmversion etwas von der Album-Version.

Ausserhalb des Albums wurde der Song gemeinsam mit "Crumbling land" und "Come on No. 51, Your Time is Up" lediglich auf der Raido-Promo-Compilation "A CD full of secrets" 1992 legal veröffentlicht.

Weitere Veröffentlichungen: 
1970 Michelangelo Antonioni's "Zabriskie Point" Film
1986 Original Motion Picture Soundtrack Zabriskie Point CD
1992 A CD Full of Secrets CD
1997 Original Motion Picture Soundtrack Zabriskie Point Re-Edition 2CD
2008 Michelangelo Antonioni's "Zabriskie Point" Film DVD
2010 Original Motion Picture Soundtrack Zabriskie Point 3LP


Samstag, 17. Juni 2017

Have a Cigar

Autor: Waters
Dauer: 5:08
First release: Wish you were here, 05. September 1975
Single Cover 1975

Gemeinsam mit Welcome to the Machine beziehen sich die beiden Songs auf dem Dark Side of the Moon Follow Up Wish You Were Here auf die eiskalte Musikindustrie, die nur darauf auf ist möglichst viel am Erfolg der Musiker mitzuverdienen. 
Bereits im Song "Cymbaline" aus dem Soundtrack des Films More, nahm Roger Waters Bezug auf die Musikindustrie "your manager and agent are both busy on the phone, selling coloured photographes to magazines back home", aber erst auf WYWH wird die Kritik deutlich und unmissverständlich. Pink Floyd wussten wovon sie sprachen, war doch Syd Barrett irgendwie auch ein Opfer der Musikindustrie und deren Markt-Orientierung, die das Gegenteil des Kunstverständnisses Barretts darstellte und seine Frustration mitnährte. 

Besonders die Zeile "Oh, by the way, which one's Pink" wird von allen Pink Floyd Mitgliedern als wahrheitsgetreue Anekdote beschrieben. Besonders in den USA  wurde die Band nach dem
Have a Cigar 7" Portugal
Erfolg des Albums DSOTM mit offenen Armen von allen möglichen Managern empfangen, die ihre Musik über alles lobten, aber keine Ahnung von der Band hatten. Oft waren sie davon überzeugt, dass einer der Mitglieder Pink hiess und die Band nach ihm benannt wurde.

Diese Anekdote wurde auch für das Album "Pink Floyd The Wall" aufgegriffen, in welchem der Hauptdarsteller Pink heisst und ein Rockstar ist, der unter dem Druck von Fans und Industrie leidet: "Pink isn't well, he stayed back at the Hotel".
Ebenso wurde die Zeile "Oh, by the Way" als Titel einer re-issue Kampagne 2007 verwendet, während zeitgleich eine BBC-Doku über Pink Floyd namens "Which one's Pink" gedreht wurde.

Musikalisch ist es eine für Pink Floyd sehr funkige Nummer. Funk hatte es zwar auch schon vorher gegeben, z.b. im Mittelteil von Echoes (Meddle) oder in der Travel Sequence (live Nummer der Tour 1972), aber bis zum Album Wish You Were Here niemals in simpler Song-Form. 
Es war auch der einzige Song des Albums, der als Single in einigen Ländern veröffentlicht wurde.

Eingespielt wurde der Song in mehreren Takes in den Abbey Road Studios gemeinsam mit Brian Humphries an den Reglern als Sound-Engineer, wobei der Song auf einem Bass-Riff von Roger Waters basierte und entfernt an den Mittelteil von Echoes erinnerte. Einzig über den Gesang wurde sich die Band nicht einig. Waters schaffte angeblich die Tonlage nicht und Gilmour konnte sich mit Waters' Textinhalten nicht anfreunden und wollte den Text nicht singen.  
Es wurden verschiedene Versionen im Studio durchprobiert. Eine "Alternative Version" wurde 2011 in der Immersion-Box des Albums veröffentlicht. Diese wird von Waters und Gilmour im Duett gesungen und dauert etwa 2 Minuten länger. Eine weitere Alternativ-Version, nur von Waters gesungen zirkuliert ebenso in Bootleg-Kreisen. 
Gesichtsloser Businessman auf Immersion Box 2011

Die offizielle Version wurde allerdings von Roy Harper gesungen, welcher zur Zeit der Aufnahmen von WYWH im Studio nebenan sein eigenes Album aufnahm. Er war auch ein langjähriger Freund der Band und spielte gemeinsam mit ihnen beim ersten Free Hyde-Park Konzert 1968. Die Wahl war eine gute Lösung des Dilemmas, da als Aussenstehender der Band eine satirische Auseinandersetzung mit der Musikindustrie glaubhafter war. Waters erklärte aber eher unzufrieden mit dem Ergebnis zu sein, da Harper seiner Meinung nach den Song zu satirisch interpretiert hat.
Roy Harper und Pink Floyd im Studio 1975

Live wurde der Song 1975 bereits vorgetragen, dann 1977 auf der In the Flesh Tour. 
Roger Waters hat "Have A Cigar" auf ALLEN Konzerten der Hitchhiker (1984/85) & KAOS Touren (1987 - hier aber von Paul Carrack gesungen) gespielt. (Danke Boris für den Hinweis)

Auch 2006 grub Roger Waters den Song wieder aus und trug ihn auf seiner DSOTM-Tour vor. Ebenso bei einer Handvoll von Konzerten 2016 in Mexico und USA.
Erst 2017 hat Waters die Akkordfolgen und Instrumentierung des Songs als Basis eines neuen Songs  seines Albums "Is this the life we really want?" verwendet um daraus einen neuen namens "Smell the Roses" zu kreieren, der als Variation von Have a Cigar gelten könnte.
Obwohl der Song tanzbar und funky ist und sogar als Single veröffentlicht wurde, ist er lediglich auf "A Foot in the Door - The Best of Pink Floyd" seit 2011 ausserhalb des Albums erhältlich.


Weitere Veröffentlichungen: 
1975 Pink Floyd - Have a Cigar / Shine on you crazy diamond part 1, 7" (Portugal et. al.)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - Wish you were here: remastered & repackaged 1992


2005 Pink Floyd - Wish you were here 30 anniversary edition: SACD 5.1 mix & repackaged 2005 
2005 Classic Albums: The Making of "WYWH": acoustic studio performance 2003 (by Roger Waters)
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007

2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011(5:24)

2011 Pink Floyd - WYWH Experience Edition 2CD; remastered 2011
2011 Pink Floyd - WYWH 180gr. LP Edition; remastered 2011
2011 Pink Floyd - WYWH Immersion Box Set remastered 2011; 5.1 Mix; Quad Mix 1975; Alternative Mix (7:07)
2011 Pink Floyd - A foot in the door CD; remastered 2011

Samstag, 3. Juni 2017

The Hard Way

Autor: Waters, Mason, Wright, Gilmour
Dauer: 3:10
First release:DSOTM Immersion Box Set 2011 


Phantasie-Cover eines Bootlegs zu den "Household Objects" Sessions
Pink Floyd goes Einstürzende Neubauten. Bereits nach den Aufnahmen zum Album Meddle 1971 geisterte durch die Pink Floyd Gemeinde die Idee ein Album, welches nur aus von Haushaltsobjekten produzierten Tönen bestünde, aufzunehmen. Das Projekt nannte sich "Houshold Objects" und laut Mason verbrachten die Bandmitglieder Monate darin ein Gummiband wie einen Bass klingen zu lassen, etc. was derselbe heute absurd findet, da man ja gleich eine Bassgitarre dafür hernehmen hätte können...
Bereits auf dem Debutalbum "The Piper at the Gates of Dawn" von Pink Floyd kamen Musique Concrete Elemente zum Einsatz (z.B. Pow R Toc H), und waren seit jeher Bestandteil deren Musik. Die künstlerisch/intellektuelle Generation der Nachkriegszeit von Cambridge war stark von Stockhausen und Cage beeinflusst und dies spiegelte sich in deren künstlerischem Ausdruck wieder. 
Nach einigen Monaten wurde das Projekt dennoch abgebrochen und nur einige wenige Überbleibsel wurden später in den folgenden Alben verwendet, wie zum Beispiel die Münzen in Money oder der Herzschlag auf dem gesamten Dark Side Of The Moon Album. 
Als eigenständige Tracks wurden jedoch nur The Hard Way und Wine Glasses (welches später im Intro von Shine on you Crazy Diamond verwendet wurde) veröffentlicht.
Dies geschah erst im Rahmen der Why Pink Floyd Kampagne 2011. Beide Tracks wurden lediglich in den Immersion-Boxen von DSOTM und Wish You Were Here veröffentlicht.


Innencover Immersion Box
Immersion Box 2011


The Hard Way ist somit ein Instrumental, das auf Schritten basiert. Hinzu kommt ein Gummiband, das als Bass fungiert.Im "Refrain" kommt ein glockenartiges "Instrument" hinzu und ein Effekt, der auch aus den Wine Glases stammen könnte. Ein nettes Studioouttake, das musikalisch aber eher untypisch für Pink Floyd ist und eher in die Alan Parsons Project Discographie passen würde, der den Track 1972 eigentlich produziert haben müsste.
Als Autoren werden alle 4 Bandmitglieder aufgeführt. 


Es sind keine weitere Aufnahmen bekannt.

Samstag, 20. Mai 2017

The happiest days of our lives

Autor: Waters
Dauer: 1:49
First release: The Wall, 30. November 1979

Alex McAvoy. Teacher in Pink Floyd - The Wall

Der recht kurze Song, der eigentlich lediglich ein Bindeglied zwischen Another brick in the Wall Part 1 und Part 2 darstellt, ist trotz seiner Länge ein zentrales Bestandteil des Erzählstranges und ist auf verschiedenen Compilations ausserhalb von The Wall als Intro von ABITW2 vertreten.

Der Lehrer beim Bloßstellen von Pink

Inhaltlich bezieht sich das Lied auf die traumatischen Schulerfahrungen von Roger Waters im strengen englischen Schulsystem der 50er Jahre. somit ist die Titelwahl des Liedes alleine schon ein zynisches Statement zu den sadistischen Übergriffen der Lehrer in jenen Jahren. Besonders deutlich kommt diese Botschaft im Film von Alan Parker zum Tragen. Hier wird der Schulalltag toll in Szene gesetzt, indem der Lehrer (gespielt von Alex MacAvoy, der auch den Vater des Soldaten in der Final Cut Video EP spielt-> Danke Sytze Bormann für den Hinweis!) dem Schüler Pink das Schreibheft wegnimmt und ihn vor der ganzen Klasse blossstellt, indem er ein von Pink geschriebenes Gedicht veräppelt. Beim im Film verwendeten Gedicht-Text handelt es sich um die erste Strophe vom Pink Floyd Mega-Hit "Money". Die zweite Hälfte des Songs beschäftigt sich mit dem Privatleben der Lehrer, die daheim von ihren Frauen misshandelt werden und unterworfene psychische Wracks sind. De facto waren ja viele Lehrer im England der 50er Jahre Kriegsveteranen.
Der Lehrer mit der dominanten Ehefrau
Live wurde während der Live-Shows von The Wall (bei ALLEN Aufführungen bis heute) Gerald Scarfes "Teacher" als aufblasbare Puppe bedrohlich in Szene gesetzt. Auf der Immersion Box zum Album The Wall (2012) ist sogar die Demo-Version des Songs "Teacher Teacher" enthalten, der ursprünglich auf dem Album sein sollte, letztendlich als "The Heroes return" auf The Final Cut landete. Eine letzte Spur des Teachers gibt es im Liedtext von "One of the few" (auch dieser Song auf The Final Cut).

Das berühmte Hubschrauber-Intro  wird oft fälschlicherweise Another Brick in the Wall Part 2 zugeschrieben, da der Song in Radios und Diskotheken immer mit THDOOL eingeleitet wurde. Berühmt auch die Zeile "You, yes you, stand still, laddie!" die der Lehrer Pink zuruft. 
Der Drumpattern zu Beginn des Songs wurde von Nick Mason und James Guthrie gleichzeitig eingespielt. 
Die Demoversion des Songs wurde mit Synthesizer und Rhythmusgitarre aufgenommen und der Lehrer rief "You, yes you, behind the bikesheds. Stand still laddy!".
Letztendlich ist eine restaurierte Videoaufnahme des Songs vom 1980er Konzert in Earls Court London in der Immersion Box bis heute die einzige offiziell veröffentlichte Live-Bild-Aufnahme der gesamten Tour. In Fan-Kreisen wird immer noch auf eine zukünftige Veröffentlichung gehofft.

Is there anybody out there? The Wall Live 1980
Weitere Veröffentlichungen: 
1982 Alan Parker - Pink Floyd's The Wall VHS
1990 Roger Waters - The Wall Live in Berlin; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 2LP, 2CD, VHS (1:21)
1992 Pink Floyd - Shine On CD Box: remastered 1992 
1992 Pink Floyd - The Wall 2CD: remastered & repackaged 1992
2000 Pink Floyd - Is there anybody out there? - The Wall Live 1980-81; live 07. August 1980(1:40)

2001 Pink Floyd - Echoes The Best of... 2CD. remastered 2001 (1:38)
2002 Roger Waters - In the flesh live DVD live 27. Juni 2000 Oregon, USA (1:34)
2003 Alan Parker - Pink Floyd's The Wall DVD; 5.1 mix
2003 Roger Waters - The Wall Live in Berlin; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 5.1 mix; DVD
2006 Roger Waters - In the Flesh live 2CD&DVD re-edition
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2007 Various Artists - 070707 Live Earth CD/2DVD. (incl. ABITW2)2010 Roger Waters - The Wall Live in Berlin Special Edition; live 21. Juli 1990 Potsdamer Platz Berlin; 5.1 mix; DVD & 2CD
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box (In the Flesh 2CD& DVD)
2011 Pink Floyd - A Foot in the Door; remastered 2011 (1:33)
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall Experience Edition 3CD; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall 180gr. 2 LP Edition; remastered 2011
2011 Pink Floyd - The Wall Immersion Box Set CD (incl. The Wall remastered 2011; Is there anybody out there? remastered 2011 / Band Demo programme 3 (1:44)

2011 Pink Floyd - The Wall Immersion Box Set DVD; Live Film London Earls Court 1980 restored 2011
2012 Various Artists - 12-12-12 (live in NY 12.12.12.) (part of "Another Brick in the Atlantic Wall")
2015 Roger Waters - The Wall A soundtrack to the film 2CD, 3LP (1:28)
2015 Roger Waters - The Wall A film by Roger Waters and Sean Evans DVD, BluRay, 2 BluRay 

Samstag, 6. Mai 2017

The gunner's dream

Autor: Waters
Dauer: 5:18
First release: The Final Cut,   21. März 1983

The gunner's dream ist einer der wichtigsten Songs auf dem Antikriegs-Album "The Final Cut", welches gänzlich aus der Feder von Roger Waters stammt. 

Hier beschreibt Waters den Traum eines Kriegsveteranen, der ihn verfolgt "night after night going round and round my brain, his dream is driving me insane". 
Der Song ist eine Anklage an Kriegsgreuel, aber auch ein Traum von einer besseren Welt, in der jeder die gleichen Rechte hat und niemand mehr Kinder tötet. Das Thema des Tötens von Kindern beschäftigt Waters wohl besonders, hat er doch in den letzten Jahren des öfteren erwähnt, er habe ein Hörspiel geschrieben in welchem es sich genau um dieses Thema dreht.
Waters huldigt in der Zeile "in the corner of some foreign field" dem Cambridger Autor "Rupert Brooke" und dessen Gedicht: "The Soldier".

Eingespielt wurde das Lied von Waters, Nick Mason und David Gilmour gemeinsam mit Michael Kamen (an der Stelle von Richard Wright und für die Orchesterarrangements zuständig), sowie Raphael Ravenscroft am Saxophon. 
In the corner of some foreign field

Das Lied war auch Teil der 4-teiligen Video-EP, die von Willie Christie (Damals Schwager von Roger Waters) gedreht wurde. Bei diesem Song begleiten wir den Vater eines im Krieg gefallenen Soldaten, der letztendlich entscheidet Selbstjustiz zu üben. Der Vater wird übrigens vom selben Schauspieler interpretiert, der im Film Pink Floyd - The Wall die Rolle des Lehrers (Teacher) übernahm.

Pink Floyd haben das Lied nie live vorgetragen.

Roger Waters brachte den Song auf seiner "Pros and Cons of Hitch Hiking Tour 1984" live ins Programm wobei der Song mit einem tollen Gitarrensolo von Eric Clapton aufgepeppt wurde. 
Auch auf seiner "Dark Side of the Moon" Tour 2006 spielte Roger Waters das Lied zu Beginn der Tour etwa 3 Mal, eliminierte es dann aber aus der Setlist. Grund dafür waren wohl unter anderem auch Vorwürfe, dass er das Lied teilweise angeblich playback gesungen habe, da er live die stimmlichen Höhen nicht mehr erlangte. Es zirkuliert ein Video im Internet, welches dies angeblich dokumentiert.

Video-Ausschnitt 1983
Weitere Veröffentlichungen: 
1983 Pink Floyd - The Final Cut Video EP, VHS
2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016