Sonntag, 25. Januar 2026

Private Person

Autor: Wright, Harris
Dauer: 3:55
First release:  ZEE: Identity,  9. April 1984

Private Person ist wohl einer der schlechteren Songs des (laut Umfragen) schlechtesten "Solo"-Albums eines Pink Floyd Mitglieds. Das kurzlebige Projekt mit Dave Harris und Richard Wright namens "Zee" war ein Rohrkrepierer. 2019 wurde das Album für Hardcore-Fans dank Dave Harris nochmal veröffentlicht. 

Der Song hat einen typischen 80er Synth-Beat, etwas vertrackt, um dem ganzen einen intellektuellen Touch zu geben. Der Gesang und die Melodie sind praktisch immer immer im gleichen Akkord. Im Refrain kommen einige Background-Stimmen dazu, die dem Song etwas Dichte geben.




Weitere Veröffentlichungen:

2019: ZEE Identity 2019. CD

Samstag, 10. Januar 2026

The Powers That Be

Autor: Waters
Dauer: 4:36 
First releaseRadio KAOS LP, CD 15. Juni 1987


The Powers that be
ist einer der besseren Songs vom Album Radio KAOS. Es ist einer jener Songs, der von Roger Waters bis heute aufgeführt wird, wie z. B. auf seiner letzten "This is not a drill"-Tour. Der Song wurde für die neue Tour leicht umarrangiert und wirkt rockiger/souliger als die Studioversion der 80er Jahre. 

Anscheinend hat Roger Waters den Song auch zu Beginn der "In the Flesh"-Tour 1999 ein paar mal gespielt, aber aus irgendeinem Grund wieder aus der Setlist genommen. Wie so oft ist der Song textlich eine Kapitalismus-Kritik und kritisiert die politischen Kräfte, die unsere Welt steuern. Obwohl der Song aus dem Jahr 1987 stammt, hat er bis heute nichts an seiner Brisanz eingebüßt.

The Powers that be und The tide is turning sind die einzigen Songs des Albums, die nach der Radio KAOS Tour 1987 noch einmal gespielt wurden. The Tide is turning ersetzte bekanntlich "Outside the wall" bei The Wall Live in Berlin 1990.


Weitere Veröffentlichungen:
2010 Roger Waters - The Roger Waters Collection Box CD
2025 Roger Waters - This is not a drill - Live in Prague, April 2023. LP, Bluray, CD (4:44)

Montag, 5. Januar 2026

Pow R Toc H

Autor: Barrett, Waters, Wright, Mason
Dauer: 4:22
First release:  The Piper at the Gates of Dawn,  05. August 1967

Special Mono-Vinyl-Edition RSD 2018

Pow R Toc H
ist eines von zwei Instrumentals auf dem DebutAlbum "The Piper at the Gates of Dawn". Das andere ist "Interstellar Overdrive".

Pow R Toc H ist relativ unbekannt, eher untypisch für den Pink Floyd Output. Einerseits erinnert das Stück eher an eine Jazz-Improvisation, andererseits gibt es sehr experimentelle und advanguardistische Momente in dem Lied. Um genau zu sein ist es eigentlich kein Instrumental, da die Bandmitglieder Tierlaute nachahmen. Besonders zu Beginn des Songs dominieren die Vocals. Hier hören wir auch bereits zum ersten Mal Roger Waters' typischen Vocal-Screams, die er im Laufe der Floyd-Geschichte immer wieder einsetzt. 

Später gesellt sich zu den Vocals ein Klavier und Nick Masons Drums. Sowie ein monotoner Basslauf. Das Klavier ist typisch für Rick Wright in den ersten Jahren (siehe "Paint Box") und gibt dem Ganzen einen jazzigen Vibe. Der Track hat eine Bridge, bei der auch akustische Gitarre zu hören ist und die Vocals wieder zum Einsatz kommen. Gefolgt von Barrettianischem Gitarren-Feedback und Wright'scher Orgel. Der Basslauf der zweiten Hälfte wurde von Roger Waters später in "Unknown Song" und "Atom Heart Mother" wieder verwendet. 

Das Stück wurde auch bei der berühmten Folge von "Look of the week" mit Hans Keller (Interview mit Waters und Barrett) gemeinsam mit Astronomy Domine gespielt. Es war fester Bestandteil der Setlist von 1967 und konnte auch bis zu 12 Minuten dauern, wie die Aufnahme von Stockholm 1967 auf "The Early Years 1965-1967" belegt. Hier spielt Rick Wright nicht Piano, sondern Keyboards. 

Bandfoto 1967

Auch eine Aufnahme der BBC-Radio Session vom 20. Dezember 1967 ist in der Box vertreten. 1969 wurde es letztendlich im Rahmen der "The Man / The Journey" Konzerte unter dem Namen "The Pink Jungle" aufgeführt. Diese Version spart die Klavierakkorde von Rick Wright allerdings aus und ist rockiger, gitarrenlastiger und psychedelischer gehalten.

Weitere Veröffentlichungen:

1974 Pink Floyd - A Nice Pair 2LP: re-edition des Studio-Albums (mit ASOS)
1994 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn CD: remastered & repackaged 1994

1997 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 30th anniversary edition; mono  
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica (TPATGOD); remastered 2007

2007 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn 40th anniversary edition; mono & stereo remastered
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging (TPATGOD); remastered 2011
2016 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2016 Vinyl Edition
2016 Pink Floyd - The Early Years 1965-1972 Box-Set:
live 10 September 1967, Stockholm (S)The Early Years 1965-1967 Cambridge St/ation CD2
2016
11:56
BBC RadioSession 20. Dezember 1967The Early Years 1965-1972 Continu/ation20162:45
The Man & The Journey Live Ambsterdam 1969The Early Years 1969 Dramatis/ation DVD/BR
2016
4:56

2016 Pink Floyd - The Early Years Continu/ation 1967-1972; Live 9.08.1969 Paradiso Amsterdam
2018 Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn; remastered 2018 Mono Vinyl Edition RSD.

Mittwoch, 24. Dezember 2025

The post war dream


Autor: Waters
Dauer: 3:02
First releaseThe Final Cut,   21. März 1983

Vinyl Pink Floyd Records 2016


The Post War Dream ist der erste Song des letzten Pink Floyd Albums mit Roger Waters "The Final Cut". Die Geschichte des Albums ist ja weitgehend bekannt, a propos "Resteverwertung" der "The Wall" Sessions (siehe The Heroes return aka. Teacher Teacher, etc.) oder der Britische Krieg gegen Argentinien wegen der Falkland Inseln. 

Das Album beginnt mit typischen Soundschnipseln wie ein Autoradio, Verkehrsgeräuschen und dann als Intro des Songs Kirchenorgeln und das Klimpern des "Klingelbeutels" wo die Gläubigen während der Messe ihre Almosen reinwerfen. Auf das Ganze folgt die Zeile:"Tell me true, tell me why, was Jesus crucified? Is it for this that daddy died?". 

Diese Zeile stimmt uns auf das Thema des Albums ein: Ein Requiem gewidmet dem Vater des Autors Eric Fletcher Waters, der ja bekanntlich im 2. WK in Italien (Anzio) starb und der auch Motor des Albums "The Wall" und anderen Liedern von Roger Waters ist. Ebenso der Einfluss der Religionen in kriegerischen Auseinandersetzungen wird hier thematisiert (man erinnere sich an Waters' Einsatz im Israel-Palästina Konflikt). 



Im Refrain hingegen richtet er seine Botschaft direkt an Maggie Thatcher und kritisiert ihr Kriegstreiben auf den Falklandinseln.  Wenn ich mich recht erinnere wurde das Album in Großbritannien zensuriert.

Waters' Vocals sind auf diesem Album in Hochform. Der Song gibt die Atmosphäre des Albums vor und ist eine typische Waters-Komposition. 

Es gibt keine weiteren Veröffentlichungen und keine Live-Aufnahmen des Songs.


Weitere Veröffentlichungen: 

2004 Pink Floyd - The Final Cut Re-Issue CD, incl. "When the Tigers Broke Free"
2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011 
2016 Pink Floyd - The Final Cut, Vinyl remaster 2016

Sonntag, 23. November 2025

Pompeii Intro

Autor: Waters, Wright, Mason, Gilmour
Dauer: 3:30
First release: Live at Pompeii, 1972 First Audio release: Live at Pompeii MCMLXXII, 2025



Das Intro zu Live at Pompeii ist so alt wie der Film selbst, jedoch hat erst im Jahr 2025 Steven Wilson in seinem - wirklich sehr gelungenen - Audio-Remix namens "Live at Pompeii MCMLXXII" das Stück als eigenständigen Track auf Vinyl und CD veröffentlicht.

Simpel Pompeii Intro genannt, ist der Track eigentlich eine embryonale Version von "Speak to me" (Intro von "The Dark Side of The Moon"), die auch wiederum an "Heart Beat, Pig Meat" vom Film-Soundtrack "Zabriskie Point" von 1970 erinnert.

Ein Herzschlag eben, der verfremdet wird und mit psychedelischen Soundcollagen untermalt wird.



Weitere Veröffentlichungen von "Live at Pompeii" gab es:
1974 - VHS-Veröffentlichung mit zusätzlichem Studiomaterial der Aufnahmen zu TDSOTM.
2002 - DVD-Veröffentlichung "Director's Cut" mit überarbeitetem Filmmaterial 

2025 - Live in Pompeii MCMLXXII (Steven Wilson Remix), CD, LP, Bluray 

Samstag, 8. November 2025

Poles Apart

AutorenMusik: Gilmour; Wright Text: Gilmour/Samson/Laird-Clowes
Dauer: 7:04
First release: The Division Bell, 30. März 1994

PF-Records Edition 2016


Poles Apart ist ein Track des Pink Floyd Phase III Albums "The Division Bell" von 1994. Der Song besticht durch schöne akustische Gitarren-Arpeggios. Obwohl der Song durchaus originell ist, fallen bei genauem Hinhören aber dennoch genügend Pink Floyd-Referenzen auf: Die Gitarrrenarpeggios erinnern etwas an "A Pillow of Winds" vom Album "Meddle" und die zweite Strophe beginnt mit den Worten "Hey You....

Angeblich ist der Text des Songs an verschiedene Personen gerichtet, wobei eine Strophe angeblich von Syd Barrett handelt: "You were always the golden boy then And that you'd never lose that light in your eyes?"

Strophe 2 hingegen handelt anscheinend von Roger Waters... (so angeblich auch der Text von "Lost for words"). David Gilmour spielt ausserdem ein sehr schönes Gitarrensolo. Ein obligatorischer psychedelischer Mittelteil, der auch "Circus-Section" genannt wird, ist ebenso als Floyd Trademark enthalten. Wer genu hinhört erkennt übrigens die Gemeinsamkeiten der Gitarrenphrasen zum Track "Surfacing" aus "The Endless River". Poles Apart wurde nur sehr selten 1994 aufgeführt. Eine Performance ist allerdings als Extra auf der originalen PULSE-DVD in der Sektion "Bootlegging the bootleggers" enthalten. Diese ist ca. 1 Minuten länger. 

The Later Years Box-Set Cover

Weitere Veröffentlichungen: 

  • 2005 Pink Floyd - PULSE DVD: Bootlegging the bootleggers, live 1994 (7:59)
  • 2007 Pink Floyd - Oh By The Way CD Box: Mini vinyl replica; remastered 2007
  • 2011 Pink Floyd - Discovery CD Box: new packaging; remastered 2011
  • 2014 Pink Floyd - TDB20 Box: 2LP; 2011-remastered CD-Version; BluRay 5.1 mix 2014 & HD Stereo mix 2014; 
  • 2019 Pink Floyd - The Later Years Box Set; The Division Bell 5.1 Mix.


Montag, 27. Oktober 2025

Point me at the sky

Autor: Waters, Gilmour
Dauer: 3:40 
First release:  7" single Point me at the sky / Careful with that axe, Eugene,  06. Dezember 1968


Erster gemeinsamer Songwriting-Credit für Gilmour und Waters. Obwohl der Song als Post-Barrett-Single stark promoted wurde, war die Single ein Flop. Es wurde sogar ein aufwendiges Promo-Video gemacht, bei welchem die Floyds mit Flieger-Anorak vor einem Doppeldecker posierten und sogar im Flug gefilmt wurden. Der Single wurde sogar eine Postkarte beigelegt. Das Thema "Fliegen" war ja immer schon ein Anliegen der Floyds. Einige haben den Pilotenführerschein gemacht und besitzen Flugzeuge. Der Song "Learning to fly" zeugt von diesem Hobby. 

Der Song selbst ist nach Strophe-Refrain-Prinzip aufgebaut und Gilmour singt die Strophen, während im Refrain beide singen. Obligatorischer psychedelischer Mittelteil und eher belanglose Lyrics. 

Während das Lied bis zum Jahr 1992 im Rahmen der "Shine On"-Box keine weitere Veröffentlichung bekam und lediglich in der "The Early Years"-Box 2016 nochmal aufgelegt wurde, erfreute sich die B-Seite "Careful with that axe, Eugene" in Folge großer Bekanntheit und wurde zu festem Bestandteil des Live-Sets.



Weitere Veröffentlichungen: 

1992 "The Early Singles" CD in Shine on Box (3:48)
2016 The Early Years 1967-1972 Cre/ation 2CD. remastered 2016 (3:41)
2016 The Early Years 1968 Germin/ation BBC Radio Session 2 december 1968 2CD(4:25)
2016 The Early Years 1968 Germin/ation Video 2016 Edit Bluray/DVD (3:19)
2016 The Early Years 1965 - 1972 Box-Set 7" vinyl Replica Single