Samstag, 8. November 2014

Allons-y (1 & 2)

Autor: Gilmour
Dauer: Allons-y (1) 1:57
            Allons-y (2) 1:35
            Allons-y (video/studio outtake 1993) (nur auf deluxe edition) 5:53
First release: The Endless River, 07. November 2014


Promo-Foto der 3er Besetzung von 1993

So.... Pink Floyd haben mir jetzt aber mein alphabetisches Blog-Konzept gehörig durcheinandergebracht! Das Erscheinen von The Endless River brachte mich vor die Entscheidung entweder das Album vorerst zu ignorieren und somit zwanghaft meine anfängliche Idee beizubehalten oder alle A's des neuen Albums nachzurücken.... Die Frage hat sich seit dem 07.11.2014 erübrigt: diese Tracks können nicht warten! Die Begeisterung hat Überhand genommen und die Entscheidung für mich getroffen.

Nach dem Informations-Overload der letzten Wochen ist es hier nicht notwendig die Entstehungsgeschichte des Albums zu erklären. Es soll nur erwähnt werden, dass es sich um ein Tribut-Album an den 2008 verstorbenen Rick Wright handelt und rund um Kompositionen, bzw. Einspielung desselben aufgebaut ist. Das Album ist hauptsächlich instrumental.
Das umstrittene Artwork des Albums 

Allons-y ist vordergründig ein Gilmour-Riff, das stark an "Run like Hell" oder Riffs von seinem ersten Soloalbum erinnern. Es wird eigentlich lediglich um den Riff gejammt. Es handelt sich um einen der schnelleren Tracks auf dem Album und ist eigentlich die einzige Referenz zu "The Wall", während der Rest des Albums eher an die Prä-Dark Side - Ära erinnert. 
Es befindet sich auf Seite 3 (parts 4 & 6) und wurde in zwei Hälften unterteilt, die jeweils nicht ganz an die 2-Minutengrenze heranreichen. Die beiden Hälften unterscheiden sich lediglich in anderen Gitarrenvariationen. Unterbrochen wird das ganze von Autumn '68, einer Aufnahme von Rick Wright aus dem Jahr 1969 (mehr dazu in Bälde).
Auf der Deluxe-Edition des Albums befindet sich auch ein Video dazu, das die Band 1993 beim Jammen zeigt. Dies ist eine komplett andere Version, die über 5 Minuten dauert. Interessanterweise spielt bei der Aufnahme des Videos Guy Pratt den Bass, während die Version auf dem Album Bob Ezrin am Bass angibt! Es handelt sich somit um eine teilweise Neu-Aufnahme aus dem letzten Jahr. Jon Carin hingegen spielte auf beiden Aufnahmen Synthesizer und Percussion Loops. Nick Mason an den Drums. 
Promo-Kampagne in Italien 

Für die wahren Pink Floyd Experten ist dieser Track jedoch nicht gänzlich unbekannt! Bereits seit Jahren zirkulierten Demo-Tapes der The Division Bell Sessions mit einigen Outtakes (Secret Rarities)  Dieses wurde einfach "Untitled #1" betitelt. Diese Aufnahme dauert 5:59 Minuten und ist höchstwahrscheinlich dieselbe wie jene des Videos. 
Es gibt auch eine kürzere Demoversion mit selbem Titel und 1:49 Minuten Länge. 

Weitere Veröffentlichungen: 
Das Album wurde als 2LP, CD, CD-DVD oder CD-BluRay Deluxe Edition, sowie zum Download angeboten
2019 Pink Floyd - The Later Years 1987-2019 Ian Eames The Endless River Film 5.1 Mix.

Samstag, 1. November 2014

Boo to you too

Autor: Bley
Dauer: 3:26
First release: Nick Mason's Fictitious Sports, 03. Mai 1981
Cover des Albums 1981

Aufgenommen wurde das erste Nick Mason "Soloalbum" im Oktober 1979, in den Grog Kill Studios, Willow, New York von Michael Mantler, und Nick Mason; und gemixt von James Guthrie. Produziert wurde es von Nick Mason und Carla Bley. 
Nick Mason on Drums

Hier zeigte sich erstmals Masons Affinität mit der Jazzmusik. Für Michael Mantler wird er noch in Zukunft auf 2 Alben spielen. Musikalisch hat dieses Album eben wenig mit Pink Floyd zu tun, da es mehr in jazzigen Gefilden unterwegs ist. Geschrieben wurden alle Songs des Albums von Carla Bley, während sich Mason auf das Schlagzeugspiel und die Produktion konzentrierte.
Insgesamt kommt das Album sehr locker und fröhlich rüber.
Carla Bley 1972

Boo to you too ist eine schnelle funkige Nummer mit Bläsern, stellenweise hat es Anlehnungen an den Rock'n'Roll. Den Gesang übernahm - wie auf fast allen Nummern des Albums - Robert Wyatt, der Drummer und Schlagzeuger von Soft Machine, dessen Album Rock Bottom auch von Nick Mason produziert wurde. Der ironische Text befasst sich mit dem Umgang von "Buh-Rufen" bei Konzerten.



Samstag, 18. Oktober 2014

Bold knife trophy

Autor: Gilmour, Paterson, Youth
Dauer: 
First release: The Orb feat. David Gilmour - Metallic Spheres, 08. Oktober 2010


Alternatives Cover 2010

Der letzte Song des Ambient Albums "Metallic Spheres", welches David Gilmour zusammen mit der Combo The Orb im Juni 2009 aufgenommen hatte, ist Teil der "Spheres Side", also dem 2. Teil des Albums, welches in zwei Longtracks aufgeteilt ist. Hintergründe zur Entstehung dieser Zusammenarbeit finden sich hier: Metallic Spheres .
Somit folgt die Struktur des Albums jener des neuen Pink Floyd Albums "The Endless River", welches ebenso von Youth mitproduziert wurde und genauso 4 Longtracks beinhaltet, die wiederum in kürzere Untertracks aufgeteilt sind. 

Dave Gilmour in Youth's Küche in Spanien
Der instrumentale und allerletzte Track Bold Knife Trophy ist stark von Keyboard/Synth und elektronischen Drums getragen, die in der zweiten Hälfte des Tracks verschwinden. Zu hören auch einiges Gemurmel im Hintergrund. Gitarre ist keine zu hören.
CD-Booklet

Dienstag, 14. Oktober 2014

Body Transport

Autoren: Waters, Geesin
Dauer: 3:14
First release: Roger Waters & Ron Geesin: Music from "The Body", 28. November 1970
LP Cover 1970

Das Album "Music from The Body" ist der Soundtrack zu einem Kunst-Dokumentarfilm über den menschlichen Körper. Der Film ist schwer verdaulich und beinhaltet viele nackte Körper und grausliche Organaufnahmen. Der Filmsoundtrack wurde vor dem Album aufgenommen. Dieses wurde schließlich von  Ron Geesin und Roger Waters von Januar - März 1970 und August und September 1970 (zwischen der Pink Floyd Touren und Aufnahmen zu Atom Heart Mother) aufgenommen. Diese Musik ist bereits ein kleiner Hinweis auf einige Sounds auf Atom Heart Mother. Ungefähr zeitgleich werden die beiden zusammen an Atom Heart Mother arbeiten, dem Geesin seinen advantgardistischen Stempel aufdrücken wird. Der Großteil des Soundtracks wurde von Geesin geschrieben, 4 Songs von Roger Waters und 4 Stücke gemeinsam. Dies ist einer der 4 gemeinsamen Kompositionen..... die komplett ohne Instrumente auskommt. 


Roger Waters
Ron Geesin


















Wohl eines der kuriosesten Avantgarde-Stücke aus dem gesamten Pink Floyd Universum. Body Transport besteht aus 3 Minuten lautem Atmen und Geflüstere mit schottischem Akzent. Es scheinen 2 Personen zu sein, von denen einer flüstert und der andere ein Lachen unterdrückt. Am Ende wird noch ein bisschen gepfiffen und beide explodieren in einem Lachkrampf. Der Titel suggeriert zwei Personen, die gemeinsam einen Körper transportieren. Im Film ist dieser Track nicht zu identifizieren, da sich der Soundtrack im Film beträchtlich vom Album unterscheidet.


Weitere Veröffentlichungen: 
1989  EMI CD-Veröffentlichung 
1990 Restless Retro CD-Reissue 
2013 DVD Edition des Films "The Body" in der Serie "The British Film" von StudioCanal; Extra-Feature ist ein 38 minute Suite des Original Scores 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Bob Dylan Blues

Autor: Barrett
Dauer: 3:14 
First release:  Syd Barrett - Wouldn't you miss me (The Best of Syd Barrett),  16. April 2001



Bob Dylan Blues wurde von Syd Barrett bereits 1965 geschrieben und während der "Barrett"-Sessions aufgenommen, um genau zu sein am 27. Februar 1970.
Die Aufnahme wurde allerdings erst 2001 auf der Compilation "Wouldn't you miss me - The Best of Syd Barrett" veröffentlicht. Sie wurde aus dem privaten Archiv von David Gilmour zur Verfügung gestellt, der bei den Aufnahmen dabei war. Die Demo-Aufnahme besteht nur aus akustischer Gitarre und Gesang und gehört zu den besten Aufnahmen des gesamten Barrett Katalogs!
Da sie jedoch als verloren galt und von Gilmour nur durch Zufall in seinem Archiv entdeckt wurde, musste die Veröffentlichung 31 Jahre warten! Da der Song jedoch solch positiver Reaktionen hervorrief wurde er auch 9 Jahre später auf "An Introduction to Syd Barrett" in remastered Form wiederveröffentlicht.
Bob Dylan

Barrett war ja großer Bob Dylan Fan, und dieser Song ist als eine ironische Hommage an den Singer/Songwriter zu interpretieren. Musikalisch erinnert er an frühe Dylan Kompositionen und textlich bezieht er sich oft auf Songzitate aus dessen Repertoire.



Wouldn't you miss me 2001
An introduction to... 2010



"...Cause I'm a poet, doncha know it
And the wind you can blow it
Cause I'm Mr. Dylan the king
And I'm free as a bird on the wing..."








Weitere Veröffentlichungen: 
2010 An Introduction to Syd Barrett; remastered 2010 

Freitag, 10. Oktober 2014

Blue Room in Venice

Autoren: Wright, Gordon
Dauer: 2:48
First release: Rick Wright - Broken China, 26. November 1996
Richard Wright im Studio
Rick Wright goes "Barock-Sonate". Dieser Song des Albums Broken China besteht lediglich aus Rick Wrights Stimme und Keyboards. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig weil eben sehr "barock". Auch hier scheint der Text sehr autobiographisch. Es scheint ein Flehen an seine Frau zu sein sich helfen zu lassen. Bekanntlich handelt es sich bei dem Album ja um ein Konzept rund um die Depression seiner Ehefrau.
Rick mit Ehefrau Millie und Sohn Ben

Ob der Titel "Blue room in Venice", bzw. der Inhalt sich auf eine Erfahrung rund um den Aufenthalt von Pink Floyd in Venedig 1989 handelt, das ist nicht bekannt.
Es gibt keine weiteren Veröffentlichungen oder Versionen des Songs.





Cover (links) und Booklet Rückseite (rechts).








Weitere Veröffentlichungen: 
1997 Erstveröffentlichung desselben Albums in den USA am 25.03.1997

Samstag, 4. Oktober 2014

Blue Light

Autor: Gilmour
Dauer: 4:34
First release: David Gilmour - About Face, 05. März 1984
7" single "Blue Light/Cruise"
7"single Rückseite













Blue light war die erste Single-Auskoppelung (13.02.1984) des 2. Gilmour-Soloalbums About Face. Der Song wurde einmal bei einer Umfrage als schlechtester Solo-Song eines Pink Floyd Mitglieds gekürt. Und dies obwohl bei der Aufnahme hochgradige Musiker wie Pino Palladino, John Lord oder Jeff Porcaro mitwirkten. Tatsächlich ist die Kombination eines Run Like Hell - Gitarrenriffs mit Bläsern im 80er Produktions-Kleid sehr gewöhnungsbedürftig. Gilmour verwendete hier Songideen, die er für The Final Cut und The Wall nicht verwendet hatte. Storm Thorgherson führte hierbei auch für das dazugehörige Promo-Video Regie, wie bereits für "All lovers are deranged".

Der Text 
                                         "She's a blue light, yes it cannot be denied
She will give you back your pride

She squeezes, she freezes, she does what she pleases
But she says she thinks of others, all the time..."



ist ebenso nicht gerade hohe Lyrik. Offensichtlich wollte man auf dem damaligen Musik-Markt mit einer eingängigen Nummer punkten. Es gab sogar eine "Extended Vocal Version" sowie eine "Extended Instrumental Version" von jeweils 6:13 Minuten Länge. Die Remixes stammten von Francois Kevorkian (DJ des famosen Studio 54 in New York) der damals auch für Depeche Mode, Kraftwerk und Erasure remixte. 
12" single Cover
Alternatives Single-Cover













Auf der dazugehörigen Tournee wurde der Song bis auf über 10 Minuten ausgedehnt mit einem langen Percussions/Drum-Solo im Mittelteil. Dies kann man im VHSLive-Video "Pink Floyd's David Gilmour" ansehen.

Gilmour live in den 80ern


Weitere Veröffentlichungen: 
1984 David Gilmour - Blue light / Cruise 7"-single. (3:50)
1984 David Gilmour - Blue light (extended Versions) / Cruise 12"-single (6:13)
1984 David Gilmour - Pink Floyd's David Gilmour VHS: live 30. April 1984, Hammersmith Odeon, London (10:20)
2006 David Gilmour - About Face CD: remastered CD 2006