Freitag, 10. Oktober 2014

Blue Room in Venice

Autoren: Wright, Gordon
Dauer: 2:48
First release: Rick Wright - Broken China, 26. November 1996
Richard Wright im Studio
Rick Wright goes "Barock-Sonate". Dieser Song des Albums Broken China besteht lediglich aus Rick Wrights Stimme und Keyboards. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig weil eben sehr "barock". Auch hier scheint der Text sehr autobiographisch. Es scheint ein Flehen an seine Frau zu sein sich helfen zu lassen. Bekanntlich handelt es sich bei dem Album ja um ein Konzept rund um die Depression seiner Ehefrau.
Rick mit Ehefrau Millie und Sohn Ben

Ob der Titel "Blue room in Venice", bzw. der Inhalt sich auf eine Erfahrung rund um den Aufenthalt von Pink Floyd in Venedig 1989 handelt, das ist nicht bekannt.
Es gibt keine weiteren Veröffentlichungen oder Versionen des Songs.





Cover (links) und Booklet Rückseite (rechts).








Weitere Veröffentlichungen: 
1997 Erstveröffentlichung desselben Albums in den USA am 25.03.1997

Samstag, 4. Oktober 2014

Blue Light

Autor: Gilmour
Dauer: 4:34
First release: David Gilmour - About Face, 05. März 1984
7" single "Blue Light/Cruise"
7"single Rückseite













Blue light war die erste Single-Auskoppelung (13.02.1984) des 2. Gilmour-Soloalbums About Face. Der Song wurde einmal bei einer Umfrage als schlechtester Solo-Song eines Pink Floyd Mitglieds gekürt. Und dies obwohl bei der Aufnahme hochgradige Musiker wie Pino Palladino, John Lord oder Jeff Porcaro mitwirkten. Tatsächlich ist die Kombination eines Run Like Hell - Gitarrenriffs mit Bläsern im 80er Produktions-Kleid sehr gewöhnungsbedürftig. Gilmour verwendete hier Songideen, die er für The Final Cut und The Wall nicht verwendet hatte. Storm Thorgherson führte hierbei auch für das dazugehörige Promo-Video Regie, wie bereits für "All lovers are deranged".

Der Text 
                                         "She's a blue light, yes it cannot be denied
She will give you back your pride

She squeezes, she freezes, she does what she pleases
But she says she thinks of others, all the time..."



ist ebenso nicht gerade hohe Lyrik. Offensichtlich wollte man auf dem damaligen Musik-Markt mit einer eingängigen Nummer punkten. Es gab sogar eine "Extended Vocal Version" sowie eine "Extended Instrumental Version" von jeweils 6:13 Minuten Länge. Die Remixes stammten von Francois Kevorkian (DJ des famosen Studio 54 in New York) der damals auch für Depeche Mode, Kraftwerk und Erasure remixte. 
12" single Cover
Alternatives Single-Cover













Auf der dazugehörigen Tournee wurde der Song bis auf über 10 Minuten ausgedehnt mit einem langen Percussions/Drum-Solo im Mittelteil. Dies kann man im VHSLive-Video "Pink Floyd's David Gilmour" ansehen.

Gilmour live in den 80ern


Weitere Veröffentlichungen: 
1984 David Gilmour - Blue light / Cruise 7"-single. (3:50)
1984 David Gilmour - Blue light (extended Versions) / Cruise 12"-single (6:13)
1984 David Gilmour - Pink Floyd's David Gilmour VHS: live 30. April 1984, Hammersmith Odeon, London (10:20)
2006 David Gilmour - About Face CD: remastered CD 2006 

Samstag, 27. September 2014

The Blue

Autoren: Musik: Gilmour; Text: Samson
Dauer: 5:31
First release: David Gilmour - On an island, 06. März 2006


On an Island Limited Edition (Dez. 2006)

Der dritte Song des dritten Gilmour Solo-Albums On an Island wäre auch optimal als Instrumentalsong durchgegangen. Der Text von Polly Samson wirkt zumindest überflüssig, pseudo-romantisch. Der Song ist eine Hommage an das Wasser, das Meer. Diese Stimmung wird aber bereits sehr gut durch die Musik rübergebracht.
Gilmour spielt ein wundervolles Gitarrensolo in sehr hohen Tonlagen. Richard Wright, der auch bei der Tour als festes Bestandteil dabei war sang auch auf der Studioversion des Songs. Kurioserweise spielte hier auch Rado "Bob" Klose Gitarre, dieser war bis 1966 Mitglied von Pink Floyd! Weitere bekannte Namen sind Jools Holland und Polly Samson (piano) und der Drummer Andy Newmark (The Wall Tour, The Final Cut). 


Rick Wright während der On an Island-Tour 2006

Der Song wurde während der Live-Tour 2006 bei jedem Konzert gespielt und ebenso auf den beiden Live-Alben  Remember that night (video) und Live in Gdansk (audio und video) veröffentlicht. 
Auf beiden Releases ist der Song auch als Bonusmaterial aus diversen Live-Auftritten der Tour vorhanden. Auf Live in Gdansk auch in der Studioversion als 5.1 Remix. Auf allen live-Versionen ist der Song ca. 1 Minute länger gespielt als auf der Studioversion. 
David Gilmour spielte den Song auch gemeinsam mit Remember a day (einer Rick Wright Komposition) bei der Jools Holland Show im September 2008, eine Woche nach Wrights Tod. Bei dieser Performance spielte auch Polly Samson an Keyboards mit.


ein sehr trauriger David Gilmour bei Jools Holland 2008



Weitere Veröffentlichungen: 
2007 David Gilmour - Remember that night 2DVD: live 29., 30. & 31. Mai 2006, London 
2007 David Gilmour - Remember that night 2DVD: live March 2006, Mermaid Theatre London 
2008 David Gilmour - Live in Gdansk CD&DVD: live 26. August 2006 w/ orchestra, Gdansk (6:39)
2008 David Gilmour - Live in Gdansk CD5: live 31.07.2006, Vienne (F) (6:21)
2008 David Gilmour - Live in Gdansk DVD2: live at Abbey Road, 2006,  London 
2008 David Gilmour - "On an Island" 5.1 mix on Live in Gdansk DVD2
2017 David Gilmour - Live at Pompeii 2016 LP, CD&Bluray (6:30)

Samstag, 20. September 2014

Black ice

Autor: Fenn, Mason
Dauer: 3:44
First release: Mason+Fenn - Profiles, 29. Juli 1985


Rick Fenn
Nick Mason


















Weiterer Instrumentaltrack aus dem Gemeinschaftsprojekt von Rick Fenn und Nick Mason. Ungewöhnlich rockig und getrieben kommt der Song daher. Basierend auf einem verzerrten E-Gitarrenriff und Mason's straightem Trommelspiel, sowie auf einem programmierten Synthie-Bass entfaltet sich der Song nach und nach und gipfelt in einem grandiosen Sax-Solo von Mel Collins, der bereits auf "And the Address" seine Künste zeigte, das wie "At the end of the day" auf dem Album Profiles zu finden ist. Die 80er Sound-Produktion ist auch hier nicht zu überhören.


Promomaterial 1985
Weitere Veröffentlichungen:2018 Nick Mason - Unattended Luggage, Box Set CD&LP remastered 2018

Montag, 15. September 2014

Black Graham

Autor: Gilmour, Paterson, Youth, Mello
Dauer: 3:02
First release: The Orb feat. David Gilmour - Metallic Spheres, 08. Oktober 2010


Albumcover 2010

Black Graham ist ein Song des Ambient-Albums "Metallic Spheres", welches von The Orb gemeinsam mit David Gilmour im Jahr 2009 eingespielt wurde. 
Gilmour bei den Aufnahmen zu "Metallic Spheres" 
Die Zusammenarbeit zu dem Album entstand durch das Internet-Projekt "Chicago (Change the World)" bei welchem Gilmour gemeinsam mit Bob Geldof, Chrissie Hynde und Paterson & Youth den gleichnamigen Crosby-Stills-Nash Song coverten um die Einnahmen für den Schutz von Gary McKinnon (von den USA gesuchten Internet-Hacker)  zu spenden. Der Song wurde als Online-Single veröffentlicht, während Gilmour, Paterson und Youth sich so gut verstanden, dass sie entschieden ein komplettes Album aufzunehmen. Auf dem Album befindet sich lediglich die Dub-Version des Songs, während der Rest ein instrumentales Ambient-Album ist (.... das kommende PF-Album The Endless River wird übrigens von Paterson und Youth mitproduziert).


Youth & Alex Paterson, alias "The Orb"
Das Album selbst besteht aus 2 Hauptracks (Metallic Side und Spheres Side), die wiederum in jeweils 5 Untersektionen aufgeteilt sind. 
Black Graham (ob der Name mit Graham Nash zu tun hat ist nicht bekannt) ist Teil der ersten "Seite" des Albums und hebt sich gleich ziemlich vom Rest des Albums ab, da der Track vom Gitarrensound her stark an "A pillow of winds" oder "Fearless" vom Album Meddle erinnert. Es handelt sich um einen Blues-Folk-Stomp. Laut Album-Credits wird die Akustikgitarre aber kurioserweise von Marcia Mello und nicht Gilmour gespielt, die den Song auch mitgeschrieben hat. Diese scheint laut spärlichen Internetinformationen eine Straßenmusikerin zu sein, welche in letzter Zeit etwas Aufmerksamkeit erfahren hat. Hier der "Drunken Barrelhouse Blues" performed by Marcia Mello als Taster:



Montag, 8. September 2014

Black cloud

Autor: Wright
Dauer: 3:20
First release: Rick Wright - Broken China, 26. November 1996

Ausschnitt von Broken China - EPK 1996

Black Cloud ist ein Instrumentaltrack des Rick Wright Solo Albums "Broken China" - der lediglich aus einem - vom Sound her stark datierten - Synthesizer besteht und nahtlos in den Song "Far from the harbour wall" übergeht. Die Akkordfolge des bedrohlich wirkenden Stücks erinnert an andere Melodien auf dem Album, ein Fakt, der allerdings zu einem ordentlichen Konzeptalbum auch dazugehört. Generell klingt das Stück eher breiig, selbst Tim Renwicks spärliche Gitarrenlicks machen den Song deshalb nicht interessanter. Wäre es nicht 3:20 Minuten lang könnte das Stück auch lediglich als "Intro" des Folgestücks durchgehen.

Thematisch wird mit Black Cloud natürlich auch wieder das Thema Depression behandelt, worum sich das gesamte Album "Broken China" handelt. Im Kontext des Albums ist der Songtitel und die dazugehörige bedrohliche Atmosphäre natürlich stimmig und lassen es zu sich in die Tiefen einer Depression einzufühlen. 

CD-Grafik 1996

Weitere Veröffentlichungen: 
1997 Erstveröffentlichung desselben Albums in den USA am 25.03.1997

Samstag, 6. September 2014

Birdie hop

Autor: Barrett
Dauer: 2:30  (Take 1, recorded 07. Juni 1970)
First release:  Syd Barrett - Opel,  17. Oktober 1988




Das Album Syd Barrett - Opel erschien erst im Oktober 1988. Es beinhaltete bis dato unveröffentlichte Tracks, sowie alternative Versionen von 3-4 Nummern die bereits auf den beiden Soloalben erschienen.
Der Song Birdie hop wurde bereits im Juni 1970 während der "Barrett"-Sessions  aufgenommen, wurde bis 1988 aber nie veröffentlicht. 

Als 1974 die beiden Solo-Alben als Doppelalbum wieder aufgelegt wurden und sich relativ gut verkauften, wollte EMI ein Barrett-Album mit unveröffentlichtem Material auf den Markt bringen. Deshalb wurde die Demo-Aufnahme von Birdie Hop erst 1974 von John Leckie für eine evtl. Veröffentlichung gemixt. 

Im Lied selbst besingt Syd Barrett einen Vogel, der einsam auf an einem Fenster auf und abhüpft. Bald schweift er in die Beschreibung einer Antilope ab und der Text fragmentiert in immer unverständlichere Beschreibungen ("Hectacrome Plane, I see the flies"). Das Lied hat auch nur einen Akkord. Dies ist eines jener Lieder, die Barrett's Regression in die Naivität und Dissoziation recht gut beschreiben. Der Song wurde von David Gilmour produziert.




Weitere Veröffentlichungen: 
1993 Crazy Diamond Box remastered 1993; take 1
2014 Opel; vinyl re-issue remastered 2010.