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Dienstag, 26. Juli 2022

No Way

AutorGilmour
Dauer: 5:32
First releaseDavid Gilmour - David Gilmour, 25. Mai 1978

Covershooting 1978

Ein Song aus dem David Gilmour Debüt Album von 1978. Aufgenommen mit seinen Weggefährten aus "Bullit" bzw. "Flowers" mit denen er vor Pink Floyd durch Frankreich tingelte. Text und Musik stammen aus der Feder von David Gilmour. Musikalisch ein gediegener Rocksong, der hypnotisch vor sich hintreibt. Verantwortlich dafür hauptsächlich der von Mark Gilmour vorgetragene Riff. Nur während der Bridge gibt es einen Taktwechsel, bei dem Gilmour ein paar hardrock-riffs vom Stapel lässt, die an The Nile Song erinnern.

Textlich scheint es um dasselbe Thema wie bei "I can't breathe anymore" zu gehen. Gilmour spricht davon, dass dies seine Show sei und er es Leid ist im Schatten anderer zu stehen. Eine Live-Version des Songs gibt es lediglich auf einer Promo-VHS welche von CBS 1978 veröffentlicht wurde und im Internet zirkuliert.



Weitere Veröffentlichungen: 

1978 David Gilmour - CBS Promo Video VHS
2006 David Gilmour - David Gilmour CD: remastered CD 2006 


Freitag, 25. September 2020

Mihalis

AutorGilmour
Dauer: 5:46
First releaseDavid Gilmour - David Gilmour, 25. Mai 1978

Outtake Photo-Shooting 1978 


Der Eröffnungstrack von Gilmour's gleichnamigem Debut-Album "Mihalis" ist ein Instrumental, welches Gilmours typische Soundeffekte und Gitarren-"Spielereien" zur Schau stellt. Ohne Pink Floyd Firlefanz drumherum. Eingespielt nur mit seinen Kumpanen aus der Band "Bullitt" und "Jokers Wild" (Prä-Floyd Outfits)
Rick Wills und Willie Wilson
"Mihalis" ist eigentlich der griechische Name für "Michael". Den Grund dafür kennt man nicht, allerdings ist dies einer von vielen Griechenland-Bezügen in Gilmour's Songwriting (z.B. "Castellorizon").
Es ist ja weithin bekannt, dass die Floyds (Waters, Gilmour und Wright) sehr viel Zeit in Griechenland verbracht haben.

Für meinen Geschmack ist Mihalis etwas zu eintönig und auch zu lang. Zu seinem Vorteil kann man vielleicht sagen, dass der Song sehr gediegen und angenehm ist. Historisch gesehen, stellt der Track aber erstmals Gilmours Sound ausserhalb des Floyd-Gefüges vor und betont seine bluesigen Wurzeln. Gilmour's Gitarre hat - besonders bei den Solos - einen sehr verwaschenen Klang. Einige Effekte werden später im Album The Wall wiederverwendet. 

Gilmour Live 1978 


Weitere Veröffentlichungen: 

1978 David Gilmour - CBS Promo Video VHS
2006 David Gilmour - David Gilmour CD: remastered CD 2006 (6:01)



Samstag, 3. März 2018

I must tell you why

Autor: Magne
Dauer: 2:40 
First release:  Bande Originale Du Film "à coeur joie", 1967


Single-Cover Brasilien

Seit 2015 ist es offiziell: Es gibt eine Connection zwischen Brigitte Bardot und David Gilmour! Seit Jahrzehnten hielt sich ein hartnäckiges Gerücht David Gilmour hätte mit der BB ein Verhältnis gehabt. Im Dokumentarfilm "Wider Horizons" von 2015 erwähnte Gilmour erstmals, dass er 1967, während er mit Rick Willies und Willie Wilson als "Bullitt" bzw. "Flowers" in Frankreich unterwegs war, eingeladen wurde in einem Studio 2 Songs für den französischen Kinofilm "A coeur joie" (Two weeks in September) zu singen. In diesem Film spielte Brigitte Bardot mit. Gilmour sagt sonst nichts über seine Bekanntschaft mit der Bardot, bestätigt aber zumindest den Kontakt. Ein wahrer Gentleman ;-)


Deutsches Kinoplakat
Die wahre Sensation ist jedoch die Tatsache, dass Gilmour in der Zeit, als seine Bandkollegen von Pink Floyd mit Syd Barrett in England mit "The Piper at the gates of dawn" erste Erfolge feierten, bereits als professioneller Studio-Sänger engagiert wurde. Von diesen Aufnahmen war in Fankreisen bis 2015 nichts bekannt und somit schlug diese Information hohe Wellen. Song und Text stammen von Michel Magne und David Gilmour wird auf dem Tonträger nicht einmal erwähnt, aber dennoch ist sein Gesang unverkennbar. Gilmour war damals 21 Jahre alt.
Gemeinsam mit dem Song "Do you want to marry me?" und 2 Instrumentals ("À coeur joie", "le jeu de l'amour") hatte der Film-Soundtrack auf einer 7" EP Platz. Wie der andere Titel ist auch dieser ein tanzbarer 60er Popsong.


Weitere Veröffentlichungen: 
Kurioserweise wurde die Single bereits 2010 von Mercury/Universal France Music neu aufgelegt, wobei auch zu jener Zeit niemand von Gilmours Gesangskünsten wusste. 

Freitag, 23. Februar 2018

I can't breathe anymore

AutorGilmour
Dauer: 3:05
First releaseDavid Gilmour - David Gilmour, 25. Mai 1978


Der letzte Song auf David Gilmours Debut-Solo-Album ist gleichzeitig der beste des Albums.
Das 1978 erschienene selbstbetitelte Album wurde von Gilmour selbst produziert und mit seinen Prä-Pink Floyd Wegbegleitern Willie Wilson und Rick Wills eingespielt. 
Text und Musik stammen von David Gilmour. Musikalisch handelt es sich um einen simplen Rocksong, textlich hingegen enthält er einige kuriose und selbstreflexive Zeilen, in denen es darum geht, sich eingeengt zu fühlen und das Bedürfnis sich Freiraum zu schaffen. Schlagzeug und verzerrte Riffs beginnen erst nach Ende des Textes, ca. in der Hälfte des Songs. Der gesungene Teil wird nur von Gilmours Gitarre begleitet.


I can't breathe anymore

Why that is I'm not sure
I've got my feet on the ground
In fact I'm flat on the floor
My direction is lost
I should pause to take stock
It's a new one on me
To even dream that you're free
It's a tale without an end
But the end is there for all to see
And if the end weren't so real
Coming 'round and 'round again on me
I guess it's all about my pride
I want to be there at the kill
But with or without God on my side
I know that I really will


Das Album erschien 1978, also zwischen den Pink Floyd Alben "Animals" und "The Wall", eine Zeit in der die inneren Spannungen innerhalb der Band zunahmen und Roger Waters die Entscheidungen für die Band traf. Bezieht sich der Text etwa darauf? Um den inneren Kampf des David Gilmour sich gegen die Bevormundung aufzulehnen? "I guess it's all about my pride"...
Bekannterweise stammen "Comfortably numb" und "Run like hell" auch aus den Sessions dieses Albums.

I can't breathe anymore wurde auch gemeinsam mit 5 anderen Tracks des Albums im Roxy, Covent Garden in London für BBC2 gefilmt. Dieses Promovideo erschien auch auf VHS. Leider wurde der Song auch in dieser Live-Version ausgeblendet...
Bei dieser Live-Aufnahme wurden zusätzlich Rick Wills (Bass) und Willie Wilson (Drums) noch Gilmour's Bruder Mark Gilmour (Rhythmusgitarre) und Ian McLagan (Keyboards) dazugeholt.
Gilmour ging mit diesem Album nicht auf Tour, spielte aber im Rahmen seiner 1984 "About Face" Tour 2-4 Songs des Debutalbums. I can't breathe anymore spielte er jedoch sehr selten und lediglich 5-6 Mal als Zugabe während dieser Tour. 

2006 erschien das Debutalbum "David Gilmour" als Remaster. Bei dieser Gelegenheit wurde das Lied um ca. 40 Sekunden verlängert, da es erst später ausgeblendet wurde. Deshalb bekommen wir einige Gitarrenphrasen mehr zu hören. 


Weitere Veröffentlichungen: 

1978 David Gilmour - CBS Promo Video VHS
2006 David Gilmour - David Gilmour CD: remastered CD 2006 (3:41)

Sonntag, 20. Dezember 2015

Deafinitely

Promoposter 1978
AutorGilmour
Dauer: 4:28
First releaseDavid Gilmour - David Gilmour, 25. Mai 1978

Der Instrumental-Track Deafinitely entstammt dem ersten selbstbetitelten Soloalbums von David Gilmour aus dem Jahr 1978.
Der Titel ist ein originelles Wortspiel zwischen "definitive" (definitiv) und "deaf" (taub). Wie der Rest des Albums sind die Tracks gemeinsam mit Rick Wills und Willie Wilson aufgenommen worden.

Es handelt sich um eine rock-funkige Uptemponummer, die stark mit Keyboard-Sounds spielt und an den Sound des Run Like Hell (The Wall) Keyboard-Solos erinnert. Bass und Drums hingegen erinnern an die Rhythmik von Sheep (Animals).  Beide Pink Floyd-Alben stammen in etwa auch aus derselben Zeit. Tolles Gitarrensolo.

Der Song wurde als B-Seite der Single-Auskoppelung "There's no way out of here" verwendet. Diese, sowie die remasterte Version von 2006 sind identisch mit der Originalversion.



Weitere Veröffentlichungen: 
1978 David Gilmour - There's no way out of here / Deafinitely 7"
2006 David Gilmour - David Gilmour CD: remastered CD 2006 

Samstag, 5. September 2015

Cry from the street

AutorGilmour; E. Stuart
Dauer: 5:13
First releaseDavid Gilmour - David Gilmour, 25. Mai 1978


Hipgnosis-Cover Debutalbum 1978 (mit R. Wills & W. Wilson)

Cry from the street ist einer der rockigeren Songs des Debutalbums. Das Gitarrenriff erinnert zu Beginn eher an AC/DC als an Pink Floyd. Das hebt sich dann mit den typischen mit Echo versetzten Gilmour-Vocals und der floyd'schen Hammond-Orgel, die nach ca. 1,5 Minuten einsetzen. Das Keyboard wird übrigens von David Gilmour persönlich gespielt.
Zu Stammband dieses Albums gehören Willie Wilson und Rick Wills, mit denen Gilmour schon in seiner Prä-PinkFloyd-Zeit unter dem Namen "Flowers" oder "Bullit" in Frankreich tourte.

Wie das gesamte Album, sprüht dieser Song vor Unkompliziertheit und Lust auf Jam-Sessions, nach der sich Gilmour wohl nach den immer komplizierter werdenden Floyd'schen Arrangements sehnte. Während einem tollen Gitarrensolo verdoppelt der Song gegen Ende seine Geschwindigkeit und mündet in ein Finale, das sehr stark an das Finale des Songs "Sheep" vom Album "Animals" von 1977 erinnert. 

Der Text stammt von E. Stuart und ist schwer zu interpretieren. Es geht um "rumours in your head" und "black shadows in the night", also einmal mehr um Ängste und Wahnsinn, die aber im Refrain durch die Zeilen "Don't be afraid, it's just a cry from the street" abgeschwächt werden. 

Wie auch der Rest des Albums wurde es zwischen Dezember 1977 und Januar 1978 in den Super Bear Studios aufgenommen und im März 1978 von Nick Griffiths abgemischt. 
Von diesem Song gibt es keine Live-Veröffentlichung. Auch bei der remasterten Wiederveröffentlichung des Albums 2006 können bei diesem Song (im Gegensatz zu anderen des Albums) keine großen Unterschiede festgestellt werden.




Weitere Veröffentlichungen: 
2006 David Gilmour - David Gilmour CD: remastered CD 2006 (5:18)

Donnerstag, 14. August 2014

Big girls don't cry

Autoren: Crewe, Gaudio
Dauer: 2:15
First releaseJokers Wild - Untitled, ca. 1966


Jokers Wild live 1965. 19jähriger D. Gilmour ganz links

Big Girls don't cry ist ein weiteres der 5 Lieder, die Jokers Wild ca. 1966 aufgenommen hatten. Wie erwähnt handelt es sich um eine Tanz-Band, die amerikanische Rhythm'n'Blues Nummern nachspielte. Die Pressung dieser einseitig bespielten Platte belief sich auf ca. 50 Stück. 
David Gilmour spielte in dieser Band Gitarre und sang Background-Vocals. Der Aufnahme kann man anhören, dass die Band bzgl. der Spielvirtuosität noch nicht sehr trittsicher war. 
Ähnlich wie bei Beautiful Delilah handelt es sich um einen "BeachBoysStyle" Song, mit Harmonie-Vocals. Auch dieser Song ist original ein Song aus Amerika, der 1962 für "The Four Seasons" geschrieben wurde.









Montag, 4. August 2014

Beautiful Delilah

Autor: Berry
Dauer: 2:05
First releaseJokers Wild - Untitled, ca. 1966
Zeitungsartikel über Jokers Wild (Gilmour ganz links)

Bevor David Gilmour mit Pink Floyd unterwegs war, spielte er in einer Blues-Rock Formation namens Joker's Wild. Dieser Formation gehörten auch Rick Wills und Willie Wilson an, die nach Auflösung mit David Gilmour als "Flowers" oder "Bullitt" durch Frankreich zogen. Beide spielten auch Bass und Schlagzeug auf David Gilmour's gleichnamigem Solo-Debut 1978. Auch Dick Parry (Saxophonist für Pink Floyd) war damals schon mit von der Partie! Rick Wills spielte später bei "Bad Company" und "Foreigner" und Willie Wilson auf Syd Barrett's erstem Solo-Album. 

Joker's Wild waren in Cambridge eine sehr gefragte Party-Band, da sie vornehmlich amerikanische Tanzmusik spielten, die von den Vokalharmonien stark an die Beach Boys erinnerten. Die Musik hat mit späteren Pink Floyd Kompositionen nichts gemeinsam. 
Gilmour mit Wills und Wilson ca. 1966

Bei diesem Song handelt es sich um eine Cover-Version von Chuck Berry's "Beautiful Delilah", welches auch von den Rolling Stones und den Kinks gecovert wurde. Somit ein Rhythm'n'Blues Standard. Zirkulierende Aufnahmen im Internet und auf Bootlegs scheinen nicht "speed-corrected" zu sein und laufen ein bisschen zu schnell. 
Der Song wurde zusammen mit 4 anderen auf eine unbetitelte einseitige Schallplatte gepresst, Stückzahl ca. 50(!). Deshalb ist diese LP heute eine der am höchsten dotierten Sammlerstücke. 
Die Aufnahmen fanden im Regent Sound Studio, London, Statt. Ein Original des Albums ist heute noch im British Library's Sound Archive zu finden. Produziert wurde das Ganze von Jonathan King, der sich danach selbst einen Namen als Produzent von "Genesis" und den "Bee Gees" machte.